VW Golf IV R32

Wolf im Golf-Pelz: VW Golf IV R32 im Testbericht.

Wolf im Golf-Pelz: VW Golf IV R32 im Testbericht.

GTI. Dieses Kürzel steht seit 1976 für den stärksten VW Golf. Der erste war eine Sensation, hatte 110 PS und brachte bloß 870 Kilogramm auf die Waage. Genügend Argumente, um viele stärkere Limousinen und auch Sportwagen zu ärgern.

Statt GTI heißt es jetzt R32. Dieser stärkste Golf aller Zeiten leistet 241 PS und läuft fast 250. Ein Sportwagen im Golfspelz! Und der Auftakt zu einer ganzen Reihe von R-Modellen bei VW.

Der 3,2 Liter-Sechszylinder treibt auch das rollende Luxus-Sofa VW Phaeton an. Mit dem knapp 1.500 Kilogramm schweren Golf hat er leichtes Spiel. Nur 6,6 Sekunden sollen beim Sprint auf 100 vergehen.

Die Lenkung ist beim R32 direkter übersetzt, das Volant liegt gut in der Hand. Auch die Schaltwege sind kürzer.

Die Karosserie liegt im Vergleich zum normalen Golf 20 Millimeter tiefer. Ein guter Auftritt, zu dem auch der Sound passt...

VW hat dem R32 dezente Schürzen verpasst. Es bleibt also Spielraum für Tuner. Die Lamellen im Grill demonstrieren den hohen Kühlluftbedarf. 320 Newtonmeter Drehmoment stehen ab 2.800 Touren zur Verfügung. So ist auch sparsames Gleiten im sechsten Gang kein Problem. Zur sportlichen Optik passen auch die 18 Zöller mit den 334 Milimeter großen Stahlscheiben. Die Bremsen packen ordentlich zu.

Am Hinterteil protzen die zwei dicken Auspuffrohre. Die tief heruntergezogene Schürze sorgt für einen bleibenden Eindruck.

Das Interieur bleibt nahezu unverändert. Der Tacho geht zwar bis 300, aber bei 247 ist definitiv Feierabend. Sportliche Zutaten gibt´s inklusive: Das griffige Lenkrad und die Sportsitze. Aufpreis kosten Navigation, CD-Wechsler und Telefon. Der variable Allradantrieb 4motion sorgt immer für ausreichend Traktion. Auch auf Schotter...

Selbst in engen Kehren gibt’s keine durchdrehenden Räder. In schnellen Kurven liegt der R32 knackig und neutral. Nur heftiges Provozieren kann dem Fahrwerk Über- oder Untersteuern entlocken.

Der stärkste Golf aller Zeiten kostet mindestens 32.000 Euro. Käufer bekommen dafür einen komplett ausgestatteten Golf mit ordentlich Power und einem Fahrwerk, das alles andere als familientauglich ist. Einzig das hohe Gewicht bremst ihn. Eine Schlankheitskur würde seine Potenz noch erhöhen. Was der Golf R32 sportlich wirklich drauf hat, muß er bei uns demnächst auf der Rennstrecke beweisen.

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Kategorie: Test, Tuning
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