Freitag, 12.09.14 Schwarz, Robert, SID

Wingsuit Extremsport in den Alpen : Waghalsige Wingsuiter: Adrenalinkick mit Lebensgefahr - Video

Es ist der ultimative Adrenalinschub – und das ultimative Selfie-Video. Seit einigen Jahren ist das Fliegen mit sogenannten Wingsuits der echte Renner bei Extremsportlern. Die teils heftige Kritk an ihrer Sportart halten sie für unangebracht.

Wingsuit Extremsport in den Alpen - Waghalsige Wingsuiter: Adrenalinkick mit Lebensgefahr - Video

Es ist der ultimative Adrenalinschub – und das ultimative Selfie-Video. Im Juni 2012 sprangen die ersten Wagemutigen mit einem sogenannten Wingsuit vom Brevent Mountain nahe Chamonix in den französischen Alpen. Dank Videos wie diesem hier gibt es in der Gegend mittlerweile ca. 30 Sprünge pro Tag. In den Medien jedoch steigen die Befürchtungen über die Gefahren dieses Gänsehaut-Sports. Geraldine Fasnacht ist seit zehn Jahren Basejumperin und hält die negative Publicity für unfair.

Geraldine Fasnacht, Professionelle Basejumperin:

„Sie sprechen über uns, wenn Unfälle passieren, aber wenn wir in den Alpen oder sonstwo wunderschöne Sprünge machen, dann erwähnt das niemand. Das ist eine Schande, denn es ist ein großartiger Sport. Es ist sehr schade, weil es eine Menge Vorbereitung und viel Arbeit von uns abverlangt.“

Umso extremer der Sprung - desto höher die Aufmerksamkeit im Internet. Doch so kommen Amateure oft auch auf falsche Gedanken. Jean Noel Itsztein ist einer der Basejump-Pioniere und leitet eine Produktionsfirma für Wingsuits. Er glaubt, dass die Medien ein verzerrtes Bild dieses gefährlichen Sports widerspiegeln.

Jean Noel Itsztein, Basejumper und Wingsuit-Hersteller:

„Die Sorge, die wir heute haben ist, dass gewisse Medien die spektakulären Bilder nutzen, ohne zu zeigen, wie diese Aktivität wirklich ist und das ist ein wenig bedauerlich.“

Wingsuit Internetseiten

Internetseiten, wie z.B. MeltXtreme, versuchen die Videos von professionellen Basejumpern zu zeigen, ohne die oft riskanten und waghalsigen Sprünge couragierter Amateure.

Xavier Girard, Redakteur MeltXtreme:

„Es gibt ungefähr 100 Wingsuiter alleine in Frankreich, die diesen Sport professionell betreiben. Wir vermitteln das. Wenn aber ein Amateur etwas Verrücktes macht und dabei zu viel Risiko auf sich nimmt, verbreiten wird das NICHT. Wir müssen da immer einen Mittelweg finden.“ 

Die Verantwortlichen müssen also eine Balance herstellen, auf der einen Seite die Sprünge vom Brevent regulieren und auf der anderen Seite das Risiko von Unfällen gering halten. Aber sobald die Videos online sind, sind sie virtuell nicht mehr aufzuhalten, und die Adrenalin-Junkies werden weiterhin ihr Leben riskieren.

  • Robert Schwarz

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