Freitag, 21.02.14 Hauptmann, Alexander

Seat Leon Cupra im Test | Fahrbericht | Video | 2014 : Seat Leon Cupra im Test

Der neue Seat Leon Cupra (2014) im Test. Ausfahrt mit dem 280 PS starken Seat Leon Cupra auf einer Rennstrecke in der Nähe von Barcelona. Das Top Modell des Seat Cupra im Video Fahrbericht.

Seat Leon Cupra im Test

Der neue Seat Leon Cupra ist das Top-Modell der Leon Baureihe und ein echter Sportler. Der Leon Cupra beschleunigt mit seinen 280 PS in nur 5,7 Sekunden auf Tempo 100 und sorgt in jeder Situation für bärenstarken Vortrieb. Ausgestattet mit der dynamischen Fahrwerkregelung DCC und einem Sperrdifferential an der Vorderachse fliegt er mit uns nur so über die Rennstrecke im sonnigen Spanien. Doch er kann mehr als nur Sportwagenfeeling vermitteln.

Sportlichkeit hat ihren Preis, vielfach den des Verzichts auf Familientauglichkeit, zumindest bei Autos. Das dem nicht so sein muss, beweist Seat abermals mit dem Top-Modell seiner Leon-Baureihe, das ab Mitte März bei den Händlern steht. Der Cupra ist uneingeschränkt Familien-kompatibel und dabei so sportlich, dass man mit den lieben Kleinen die tägliche Fahrt zur Kita am liebsten über die Nordschleife des Nürburgrings absolvieren möchte.

Wird man natürlich nicht wirklich tun, doch kann der neue Cupra, der vom Start weg als Fünftürer und als SC Cupra Sport Coupé mit drei Türen angeboten wird, durchaus verführen. Denn das mit bis zu 206 kW/280 PS starke Fahrzeug ist nicht nur das Spitzenmodell der erfolgreichen Leon-Familie, sondern auch das leistungsstärkste Serienautomobil der Marke.

Seat Leon Cupra Preis

Der Antrieb und das Fahrwerk garantieren präzisen Fahrspaß auf höchstem Niveau, was man bei ersten Fahrten sowohl auf Landstraßen nördlich von Barcelona als auch auf einer Rennstrecke in der Nähe der Seat-Werkes in Martorell ausgiebig erfahren konnte. Doch das ist nicht alles. Neben der umfangreichen Serienausstattung kommt noch ein sehr attraktiver Basispreis (ab 30.810 Euro für die 195kW/265 PS-Version), so dass einem abermaligen Verkaufserfolg nichts im Wege stehen sollte.

Ein geballtes Hightech-Paket garantiert die Performance des Hochleistungssportlers. An der Spitze steht das neu entwickelte 2.0 TSI-Triebwerk mit Dual-Einspritzung und variablem Ventilhub. Es liefert je nach Version eine Leistung von 195 kW/265 PS oder 206 kW/280 PS. Das Topmodell mit optionalem DSG-Getriebe benötigt gerade mal 5,7 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 Kilometer und die Höchstgeschwindigkeit ist bei 250 km/h abgeriegelt. Wichtiger ist jedoch, dass das maximale Drehmoment von 350 Newtonmeter über den weiten Bereich von 1.700 bis 5.600 U/min kraftvollen Durchzug in jeder Situation garantiert.

Überraschend hoher Fahrkomfort

Die adaptive Fahrwerksregelung DCC, die Vorderachs-Differentialsperre, die Progressivlenkung, das CUPRA Drive Profile sorgen unter anderem dafür, dass sich der Cupra noch zügiger und gleichzeitig sicherer bewegen lässt als sein Vorgänger. Zugleich ist er entspannter zu fahren und überrascht auch auf längeren Autobahnstrecken mit angenehmem Fahrkomfort. Und wenn man nicht permanent das Gaspedal bis ans Bodenblech drückt, hält sich auch der Durst in Grenzen. Der Normverbrauch von 6,4Liter (DSG) und 6,6 Liter auf 100 Kilometer ist natürlich Theorie, doch mehr als sieben bis acht Liter müssen es nicht sein.

Äußerlich geht der Leon Cupra mit seiner Sportlichkeit nicht hausieren, das emotionale Design der Leon-Familie steht auch hier im Vordergrund. Stimmige Proportionen, eine präzise Linienführung, und sauber modellierte Flächen dominieren, wobei die Designer dem Cupra zusätzlich kraftvolle Elemente an Front und Heck verpasst haben, die ihn - allerdings ohne jegliche Aufdringlichkeit - noch dynamischer und kraftvoller als seine Brüder wirken lassen.

Innenraum des Seat Leon Cupra

Auch der Innenraum zeigt sich der Cupra dezent sportlich geschminkt. Der Raum für den Fahrer und seine Begleitung ist klar und harmonisch gestaltet. Sämtliche Schalter, Tasten und Hebel sind dort, wo man diese intuitiv erwartet. Auffallend ist die breite Mittelkonsole mit klarer Fahrerorientierung. An der Verarbeitung der Materialien im Innenraum und deren Qualität gibt es nichts zu mäkeln. Auch im Fond ist man kommod untergebracht. Allenfalls wenn groß gewachsene Passagiere hinten unterwegs sind, zeigen sich die räumlichen Grenzen des Kompaktmodells. Doch wer die wirkliche Zielgruppe des Seat Leon Cupra berücksichtigt, wird dies kaum als schwerwiegenden Nachteil beurteilen.4

Ab 8. März ist der neue Seat Leon Cupra im Handel. Eine Kombiversion mit dem Zusatz ST folgt später – ebenso wie Ausstattungspakete in extremerer Optik, falls der spanische Kampfstier so manchem Torrero doch zu dezent aussehen sollte. 

  • Alexander Hauptmann

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