Montag, 24.01.11 Wagner, Christian

Opel Zafira 2.0 Turbo : Die zweite Generation des Opel-Kompaktvans im Motorvision-Test

Die zweite Generation des Opel-Kompaktvans im Motorvision-Test

Die Konkurrenz wächst im Segment der Minivans: Mazda drückt mit dem neuen 5 auf den Markt, Mercedes mit der B-Klasse. Daneben gilt es, dem Verkaufsschlager VW Touran Paroli zu bieten. Opel reagiert und schickt die zweite Generation des Zafira ins Rennen.
 
Neben der Variabilität rückt nun auch die Fahrdynamik in den Vordergrund. Motoren von bis zu 240 PS, das verstellbare IDS Plus-Fahrwerk und nicht zuletzt eine deutlich sportlichere Optik. Mit diesen Attributen tritt der neue Zafira in die großen Fußstapfen seines Vorgängers.
 
Der Minivan trägt das neue Familiengesicht aus Rüsselsheim und wirkt frischer und athletischer als der bisher 1,4 Millionen mal verkaufte alte Zafira.
 
Die Räder, je nach Variante und Geldbeutel bis zu 18 Zoll groß, warten unter den ausgestellten Kotflügeln auf ihren Einsatz. Die Silhouette zeigt sich Minivan-typisch: kurze Front und hoher, langgestreckter Aufbau. Der bietet mit 0,31 den bestem CW-Wert seiner Klasse. Am Heck dominieren die großflächigen Rückleuten.
 
Im Falle des Falles sorgen die sechs Airbags für Sicherheit. Zusammen mit der nach den neuen Anforderungen des Fußgängerschutzes gestalteten Frontpartie erhält inzwischen schon obligatorischen fünf Sterne im NCAP-Crashtest.
 
Zafira-Kunden schätzen vor allem seine Variabilität. Die erhält auch der neue: niedrige Ladekante und mit 645 Litern größter Kofferraum der Klasse, der sich in wenigen Handgriffen sogar auf über 1800 Liter ausbauen lässt.
 
Im Handumdrehen sind die beiden Sitze der dritten Reihe aufgeklappt und bieten selbst 1,90m-Riesen noch ausreichenden Komfort – zumindest auf kürzeren Strecken.
 
Der Innenraum wirkt gefällig, die Materialien ansprechend. Die Sitze sind bequem und bieten guten Seitenhalt. Auch der Verstellbereich dürfte allen halbwegs gängigen Körpergrößen ausreichen. Die chromumrandeten Instrumente und der Alulook sorgen für einen Hauch Sportlichkeit.
 
Das Design der Mittelkonsole zieht sich durch die gesamte Opelpalette. Großes Lob gibt es für das Navigationssystem: Es ist trotz scheinbarer Knöpfchenvielfalt einfach und intuitiv zu bedienen.
 
Per Knopfdruck erwacht der 2-Liter-Turbo zum Leben.
 
200 PS und kerniger Sound: So wird der Opel zum Sportlaster.
 
Damit geht es in neun Sekunden auf Tempo 100 und auch auf der Autobahn ist erst bei 225 km/h Schluss. Dafür gibt Opel einen Verbrauch von 9,5 Litern im Schnitt an. Ein realistischer Wert, denn bei den forcierten Testfahrten landen wir bei 11 Litern. Für einen Turbomotor okay.
 
Auf der Landstraße gefällt die präzise Lenkung und das gut abgestufte knackige 6-Gang-Getriebe. Im Sportmodus des IDS-Plus-Fahrwerks werden Dämpfer, Lenkung und Gaspedal härter und direkter abgestimmt. So mutieren brave Familienväter zu Kurvenjägern.
 
Der Zafira steht ab knapp 20.000 Euro bei den Händlern. Für den getesteten 2-Liter Turbo sind mindestens 26.500 Euro fällig. In Anbetracht der Ausstattung ein faires Angebot.
 

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