Mittwoch, 17.09.14 Schwarz, Robert, SID

Nowitzki - Der perfekte Wurf: Dirk Nowitzki und sein Film begeistern bei der Premiere in Köln

NBA-Star Dirk Nowitzki hatte zur Vorstellung seines Kinofilms nach Köln geladen. Und Zuschauer, Sportgrößen und Familie war begeistert. Auch Peter Stöger, Trainer des 1. FC Köln, fand den Film "super".

Nowitzki - Der perfekte Wurf: Dirk Nowitzki und sein Film begeistern bei der Premiere in Köln

Er überstrahlte sie alle: Dirk Nowitzki – ein echter deutscher Sportstar zum Anfassen. Zur Vorstellung seines Kinofilms „Der perfekte Wurf“ war der 2,13m-Hüne in Köln zu Gast. In 105 Minuten zeigt der Film die einzigartige Karriere des blonden Würzburger bis hin zu einem der besten Basketballer der Welt. Das Premieren-Publikum war schonmal begeistert.

Voxpops:

„Ja der Film war klasse. Er hat gezeigt: die Karriere von Dirk und seinen Werdegang, dass es nicht nur einfache Zeiten gab.“
„Sensationell. Für mich ein großes Stück Sportgeschichte, was hier eben gezeigt wurde.“

Peter Stöger, Trainer 1. FC Köln:

„Also ich glaube, es ist für einen Basketball-Fan alles drinnen, für einen Sport-Fan alles drinnen, es ist für einen Nowitzki-Fan alles drinnen, es ist auch für Leute die erfolgreich werden wollen auch was dabei. Also ich finde es super. Wirklich.“

Nowitzki - Der perfekte Wurf Premiere in Köln

Extra zur Premiere reisten Großteile von Nowitzkis Familie sowie Spieler und Trainer der Dallas Mavericks ins Rheinland. Nowitzki selbst war zu Werbezwecken schon einige Wochen vor der ersten Aufführung in Deutschland unterwegs, wobei er den Film in Köln tatsächlich zum ersten Mal sah. Langsam sehnt sich der 36-Jährige aber wieder nach dem NBA-Alltag.

Dirk Nowitzki, Dallas Mavericks:

„Aber jetzt freue ich mich, dass drüben die Routine wieder losgeht, Haus langsam wieder einwohnen, dann Ende September fangen wir wieder an zu trainieren und dann gibt es keinen besseren Anfang als gegen den Champion San Antonio anzufangen am 28. Oktober und da hab‘ ich jetzt schon Vorfreude drauf.“

„Ich bin jetzt 36. Nächsten Sommer bin ich dann 37. Das wäre jetzt verfrüht zu sagen, ich bin dabei, aber ich hab mich natürlich gefreut, dass wir eine Heim-EM haben oder zumindest die Vorrunde in Berlin ist. Ich plane mal jetzt damit, aber sicher ist es noch nicht.“

Es könnte allerdings gut sein, dass die Fans „The German Wunderkind“ schon nächstes Jahr wieder in Deutschland begrüßen dürfen. 2015 wird ein Teil der EM-Vorrunde hierzulande gespielt - und Nowitzki könnte im deutschen Team dabei sein. Viele Basketball-Fans würden sich sicherlich freuen, wenn der deutsche NBA-Star das Nationalteam verstärkt. Bis dahin wird man ihn in Deutschland nur im Fernsehen oder ab sofort auch im Kino sehen. Im Knattern der VW-Bullis ging der Jubel fast unter. Eingequetscht hockte Dirk Nowitzki neben Ehefrau Jessica hinten in einem der Oldtimer, mit denen die Ehrengäste zur Premiere des Kinofilms über den Basketballhelden vorfuhren. Der Rummel um den Würzburger vor dem Cinedom in Köln war groß, der Hauptdarsteller meisterte seinen Auftritt bravourös.

Bis zum Roten Teppich, der gar nicht rot, sondern orange war, passend zum Basketball, hat Nowitzki einen langen Weg hinter sich gebracht. Seit zwei Monaten rührt der 36-Jährige in der Heimat die Werbetrommel für einen Streifen, den er vor seinem großen Abend gar nicht gesehen hatte. "Das war schon komisch", sagte Nowitzki. Ein Interview hier, ein Interview da, TV-Auftritte, Training mit Schulkindern, und, und, und. Nowitzki hat für das "spannende Projekt" viele Mühen auf sich genommen - wohl mehr als je zuvor. Kein Wunder, dass der Superstar beim Abschluss des Medienmarathons auch etwas erleichtert war und sich darauf freute, "dass das normale Leben wieder anläuft".

Vor dem Abflug in die USA am Mittwoch stand aber noch Kino auf dem Programm. Prominenz hatte sich angekündigt, so wie das an einem solchen Tag üblich ist. Nicht die Film-, sondern die Sportbranche dominierte die Gästeliste. Sie konnte sich sehen lassen. Rick Carlisle, Nowitzkis Headcoach bei den Dallas Mavericks, war im Privatjet von Klubbesitzer Mark Cuban eingeflogen. Mit an Bord: die Spieler Monta Ellis und Devin Harris, dazu General Manager Donnie Nelson.

Premiere in Köln: Nowitzki - Der perfekte Wurf

Doch auch große deutsche Sportler erwiesen Nowitzki die Ehre. Tischtennis-Ass Timo Boll oder auch Handball-Weltmeister Christian Schwarzer kamen, die beide mit ihm befreundet sind. Auch sie durften auf den Basketballkorb werfen, der aufgebaut worden war - für jeden Treffer spendete Nowitzkis Sponsor (ING-DiBa) 1000 Euro an dessen Stiftung. Die meisten blamierten sich nach Kräften von der Freiwurflinie, einer ganz und gar nicht. Nowitzki traf im schicken grauen Anzug achtmal in Serie, stockte das Konto ordentlich auf und fragte: "Soll ich die 50 vollmachen?" Dass er tags zuvor im Brauhaus "ein paar Kölsch gezischt" hatte, war kein Problem. Als sich der Teppich leerte und die Gäste in die Säle gingen, war Nowitzki noch lange nicht fertig. Bis kurz vor dem Filmstart schrieb der Star zum Anfassen, der er seit jeher ist, fleißig Autogramme. Auf Trikots, Shirts, Bälle, egal. Und natürlich bückte sich der 2,13-m-Riese für Selfies vor die kleinen Linsen.

Gut gelaunt, entspannt, locker und geduldig meisterte Nowitzki auch seine letzte Etappe, nachdem er zuvor an jeder Kamera oder Mikro Halt gemacht und die 50 Meter vom Bus bis zum Eingang im Schneckentempo hinter sich gebracht hatte. Der Aufwand hat sich gelohnt. "Es war viel los, aber es war auch witzig. Wir haben das gut hingekriegt", sagte der gefragte Mann am Ende seiner Tingeltour für "Nowitzki. Der perfekte Wurf.". Mit dem Ergebnis war er mehr als zufrieden. "Dirk hat der Film gefallen, das ist das Wichtigste", bestätigte dessen Mentor Holger Geschwinder dem SID. "Da haben sich auch die ganzen Tricks gelohnt, die wir anwenden mussten, um die ganzen Leute vor die Kamera zu kriegen."

  • Robert Schwarz

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