Dienstag, 23.09.14 Schwarz, Robert, SID

Bundesliga Video : Roger Schmidt: "Gönne Paderborn die Tabellenführung"

Im Bundesligaspiel gegen den FC Augsburg will Bayer Leverkusen wieder an den starken Saisonbeginn anknüpfen. Trainer Roger Schmidt will daher auch an seinem Offensivkonzept festhalten. Seinem Ex-Klub SC Paderborn gönnt Schmidt die momentane Tabellenführung.

Roger Schmidt, Trainer Bayer Leverkusen

- zu den letzten Spielen:
"Sowohl gegen Bremen als auch gegen Monaco hätte so ein Spiel auch anders laufen können, und das ist jetzt unsere Aufgabe, uns daran zu erinnern, was uns in den vorherigen Spielen so erfolgreich gemacht hat."

- zur Lage in der Liga und dem kommenden Gegner FC Augsburg:
"Viele Mannschaften, die nicht so hoch bewertet wurden, vor der Saison mit einer guten Struktur und einer guten Mentalität, haben die Möglichkeiten allen Mannschaften Schwierigkeiten zu bereiten. Augsburg ist das beste Beispiel. Augsburg ist ein Spiegelbild der Bundesliga."

- zu seinem ehemaligen Verein SC Paderborn:
"Natürlich freue ich mich für die Stadt Paderborn. Ich habe ja mein halbes Leben dort verbracht. Kann man allen Beteiligten nur ein riesen Kompliment machen. Wenn wir es selber nicht sind, gönne ich es Paderborn."


Die jüngsten Pleiten sind nicht spurlos an Bayer Leverkusen vorbeigegangen. Der Werksklub, der mit zwei Siegen in die Bundesliga-Saison gestürmt war und für seinen Offensiv-Spektakel zu Recht gelobt wurde, ist innerhalb von einer guten Woche regelrecht entzaubert worden. Dennoch bleibt Trainer Roger Schmidt seinem Spielkonzept treu. "Wir wissen, dass wir sehr attraktiv und erfolgreich spielen können. Auch wenn es Rückschläge gibt, wir bleiben dabei, weil wir von dem Weg überzeugt sind", sagte der Coach vor dem Heimspiel am Mittwoch (20.00 Uhr bei Sky und im Bundesliga Live-Stream) gegen den FC Augsburg.

Die Schwaben schlugen den umgekehrten Weg ein, landeten zuletzt zwei Siege und werden deshalb von den Werkskickern als gefährlich eingestuft. Der FCA gehöre durchaus zu den Mannschaften, die zu den Überraschungen der noch jungen Saison zählen, so der Bayer-Trainer. Entsprechend gewarnt sei Bayer. Schmidt: "Jeder Sieg muss hochkonzentriert erarbeitet werden." Außerdem werde sein Team - so hofft er - "seine Schlüsse aus den Misserfolgen" ziehen.

Zuletzt hatte sich Bayer gegen Bremen (3:3), beim AS Monaco in der Champions League (0:1) und beim VfL Wolfsburg (1:4) mit nur einem Punkt innerhalb von neun Tagen zufrieden geben müssen. Neun Gegentore in den letzten drei Ligaspielen zeigen aber auch, dass die Abwehr der Rheinländer zumindest anfällig ist. Wenngleich der frühe Platzverweis des Italieners Giulio Donati (7./für eine Spiel gesperrt) der Pleite in Wolfsburg und den vier Gegentreffern zumindest Vorschub leistete.

Angetan war Schmidt von den Neuzugängen Josip Drmic und Wendell, die in Wolfsburg in der Anfangsformation standen. Bayer wird auch weiterhin den Weg mit jungen Kräften beschreiten, so der Bayer-Trainer: "Wir wollen junge Spieler weiterentwickeln, da müssen auch mal Fehler akzeptiert werden."

Die Augsburger wollen derweil ihre schwarze Serie gegen Leverkusen beenden. "Unsere Bilanz gegen Bayer ist alles andere als gut, wir haben bisher noch keinen Punkt geholt. Das gilt es zu ändern", sagte FCA-Coach Markus Weinzierl am Dienstag.

Der FCA hat bisher alle acht Duelle (sechs in der Liga, zwei im Pokal) gegen die Werkself verloren. Bayer-Torjäger Stefan Kießling hat dabei sechs Tore erzielt. "Der freut sich schon auf uns", äußerte Weinzierl schmunzelnd. Nach zuletzt zwei Siegen in Frankfurt (1:0) und gegen Bremen (4:2) würde sein Team aber "mit Selbstvertrauen und viel Rückenwind nach Leverkusen fahren. Wir haben gezeigt, dass wir auch auswärts bestehen können".

SID rd gb

  • Robert Schwarz

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