Mittwoch, 03.09.14 Schwarz, Robert, SID

Financial Fairplay: Klub-Präsident Nasser Al Khelaifi von französischen Meister Paris St. Germain im Interview - Video

PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi hat das Financial Fair Play der UEFA kritisiert. Der Scheich bezeichnet die Regelung als unfair und sieht sie als Nachteil für den Fußball, da so der Einstieg von Investoren verhindert werde.

Financial Fairplay: Klub-Präsident Nasser Al Khelaifi von französischen Meister Paris St. Germain im Interview - Video

Klub-Präsident Nasser Al Khelaifi von französischen Meister Paris St. Germain hat das Financial Fair Play als "unfair" bezeichnet. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP sagte der Milliardär aus Katar, die Vorgaben würden "den Einstieg neuer Investoren verhindern". Die Geldgeber würden sich dann andere Sportarten suchen, das sei "nicht gut für den Fußball"

Der Scheich ließ aber keine Zweifel, dass man sich an die Regeln des Kontinentalverbandes UEFA halten werde. "Wir werden damit arbeiten, aber ich hoffe, sie ändern das im nächsten Jahr", sagte Al Khelaifi.

Financial Fairplay: Interview mit PSG-Präsident Al-Khelaifi - Video

Im Mai war PSG ebenso wie Manchester City wegen Verstößen gegen das Financial Fair Play zu einer Geldstrafe in Höhe von 60 Millionen Euro verurteilt worden. Zudem wurden die Spielerkader beider Klubs für die Champions League in der laufenden Saison auf 21 Spieler beschränkt. Eine Verbannung aus europäischen Wettbewerben blieb den Teams erspart.

Bei Paris stand vor allem der Sponsorendeal zwischen dem Verein und der finanzstarken Investorengruppe QSI aus Katar in der Kritik. Al Khelaifi hatte gelassen reagiert: "Unser Ziel, einen der besten und wettbewerbfähigsten Vereine im europäischen Fußball aufzubauen, wird durch diese Maßnahmen nicht untergraben." Rund eine Woche später verpflichtete der Klub den brasilianischen Abwehrspieler David Luiz für knapp 50 Millionen Euro.

Nasser Al-Khelaifi, Präsident Paris St. Germain:

- "Lassen Sie mich die Wahrheit sagen: Das Financial Fairplay ist unfair, weil es den Einstieg neuer Investoren verhindert, die große Klubs groß halten, aber auch kleinere Klubs erhalten wollen. Wenn ein Investor bereit ist, in den Fußball zu investieren, und er davon abgehalten wird, dann wird er in die Formel 1 oder eine andere Sportart investieren. Das ist nicht gut für den Fußball."

- "Ich hoffe, dass die UEFA nächstes Jahr die Regeln ändern wird, weil viele Klubs sich über sie beschweren. Ich hoffe, dass wir für nächstes Jahr eine Lösung finden werden."

- "So lange wir uns um den Klub kümmern, so lange ich mich um den Klub kümmere, führen wir Paris Saint-Germain nicht wie ein Geschäft. Wenn wir Spieler kaufen, dann ist es wirklich so, dass wir an sie und ihre Qualitäten glauben. Wenn wir Lavezzi kaufen, dann glauben wie wirklich an Lavezzis Qualitäten. Dasselbe gilt für Pastore, Cavani und die anderen Spieler. Es ist wahr, dass wir hohe Angebote für viele Spieler erhalten haben, aber ich habe sie abgelehnt, weil wir keine Geschäfte durch unsere Spieler machen wollen. Wir wollen den Klub stabilisieren."

  • Robert Schwarz

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