Freitag, 05.09.14 Schwarz, Robert, SID

EM-Qualifikation live: Länderspiel - Deutschland gegen Schottland 2014 : Warnende Worte von Andreas Köpke - Pressekonferenz - Video

Torwarttrainer Andreas Köpke hat vor dem Start der EM-Qualifikation warnende Worte über Gegner Schottland gefunden. Deutschland - Schottland Infos.

EM-Qualifikation live: Länderspiel - Deutschland gegen Schottland 2014: Warnende Worte von Andreas Köpke - Pressekonferenz - Video

Joachim Löw wäre in der Halbzeitpause gegen Argentinien am liebsten als Bittsteller auf die Tribüne gerannt. Dort saßen seine erfahrenen Weltmeister Philipp Lahm (30) und Per Mertesacker (29), die im vergangenen Monat aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zurückgetreten waren. Die beiden Verteidiger hätten der DFB-Auswahl bei der Neuauflage des WM-Finales gut zu Gesicht gestanden, was zu Beginn der zweiten Halbzeit bei zwei weiteren Gegentreffern verstärkt deutlich wurde.

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Deutschland gegen Schottland Live

Der Bundestrainer darf aber nicht von vergangenen Tagen träumen, sondern muss sich vor dem Start in die EM-Qualifikation am Sonntag in Dortmund gegen Schottland (Deuschland gegen Schottland live ab 20.45 Uhr bei RTL und im Fußball Live-Stream) mit der Realität beschäftigen. Löw musste beim 2:4 gegen Argentinien konstatieren, dass seine neue Viererkette löchrig wie ein Schweizer Käse war.

EM-Qualifikation

Dass in Mats Hummels und Jerome Boateng zwei Säulen der Weltmeister-Defensive ausfielen, war eine Erklärung für die katastrophale Abwehrleistung. In Kevin Großkreutz, Benedikt Höwedes, Matthias Ginter und Erik Durm bildeten aber vier Verteidiger die Kette, die auch am WM-Triumph beteiligt waren. Umso erstaunlicher, dass gerade die Abwehr die erste große Baustelle von Löw in der neuen Saison ist.

Für das Duell mit den Bravehearts muss der Bundestrainer erneut improvisieren, weil der neue BVB-Kapitän Hummels auch in seinem Wohnzimmer nicht zur Verfügung stehen wird. Dafür steht immerhin Boateng wieder zur Verfügung, wie Torwarttrainer Andreas Köpke am Freitag bestätigte. Wer für den Münchner weichen muss und ob es möglicherweise weitere Veränderungen in der Vierekette gibt, konnte Köpke noch nicht sagen.

Löw spielte die Probleme in seiner Hintermannschaft ohnehin runter. "Ich mache mir keine Sorgen. Die Spieler brauchen Zeit und Geduld. Sie haben große Möglichkeiten, sie sind alle herausragende Talente. Man darf nicht erwarten, dass sie sofort die etablierten Kräfte gleichwertig ersetzen", sagte Löw und nahm das bedauernswerte Abwehrquartett von Düsseldorf in Schutz.

Vor allem Durm, auf den Löw große Stücke hält, wurde vom Argentiniens Ángel Di María regelrecht vorgeführt. In dieser Verfassung ist der 22-Jährige, der überraschend mit nach Brasilien durfte, auf der Länderspielbühne überfordert. "Ich weiß, dass meine Leistung nicht gut war. Aber ich werden am Sonntag besser spielen", sagte der Dortmunder Profi vor seinem Heimspiel.

In der Zentrale erwischte sein Vereinskollege Matthias Ginter, für Löw ebenfalls ein Aspirant für die EM-Qualifikation, einen ähnlich rabenschwarzen Tag. Der dritte Dortmunder im Abwehrbunde war nur unwesentlich besser disponiert, Kevin Großkreutz konnte aber keine Pluspunkte im Kampf um einen Stammplatz sammeln.

Hoffnung machen auf einen Platz in der Viererkette darf sich Antonio Rüdiger. Der 21-Jährige machte in der Schlussphase auf sich aufmerksam und hatte gegen die Albiceleste noch gute Szenen in der Abwehr und auch in der Offensive, was Löw gefallen haben dürfte. Der Stuttgarter ist auf alle Fälle eine Option für Schottland, zumal Löw keinen gelernten Abwehrspieler nachnominiert hat. "Wir haben kurz mal über Holger Badstuber nachgedacht, aber es bestand keine Notwendigkeit", berichtete Köpke.

Im Gegensatz zur WM, wo Löw aus eine Kette aus Innenverteidigern setzte, will der Bundestrainer Richtung EM 2016 wieder offensiv verteidigen lassen. Großkreutz und Durm konnten in Abwesenheit des noch nicht fitten Shkodran Mustafi auf den Außenpositionen keine Eigenwerbung betreiben. "Das Ziel muss es sein, diese Spieler in zwei Jahren an die Spitze herangeführt zu haben", sagte ein mild gestimmter Löw über seinen Talentschuppen, der aber schon aktuell die Kastanien aus dem Feuer holen muss.

Dass die weltmeisterliche Doppelsechs mit Sami Khedira (Muskelbündelriss) sowie dem neue Kapitän Bastian Schweinsteiger (Patellasehne) ebenfalls gegen die Schotten nicht zur Verfügung steht, macht die Sache für Löw nicht einfacher. "Das darf keine Ausrede sein. Wir haben genug gute Spieler, die diese Aufgaben übernehmen können", sagte Torwart Manuel Neuer, der nicht noch einmal so eine Wackelabwehr wie am Mittwoch erleben will.

Andreas Köpke, Torwarttrainer Nationalmannschaft im Interview (Pressekonferenz)

- über die 2:4-Niederlage gegen Argentinien ("Die WM ist abgehakt, der Alltag hat uns wieder. Wir sind bitter bestraft worden, weil wir unsere Chancen nicht genutzt haben")

Marco Reus, Nationalspieler im Interview (Pressekonferenz)

- über seine überstandene Verletzung ("Das wichtigste ist, dass es mir gut geht, dass ich wieder Fußball spielen kann. Es war ein trauriges Ereignis vor ein paar Wochen")

Marco Reus, Nationalspieler im Interview (Pressekonferenz)

- über das erste EM-Qualifikationsspiel gegen Schottland("Ich bin noch nicht bei 100%, aber jedes Training, jede Einheit tut mir gut. Am Sontag müssen wir die 100% bringen, die wir haben, dann werden wir auch sehr gute Chancen haben, dass Spiel zu gewinnen")

Andreas Köpke, Torwarttrainer Nationalmannschaft

- über Schottland und deren Siege in Norwegen und Polen sowie zwei Mal gegen Kroatien ("Jeder weiß, dass wir uns gegen Schottland immer schwer getan haben. Die Schotten haben eine kompakte Mannschaft und haben seit sechs Spielen jetzt nicht mehr verloren. Es kommt eine Aufgabe auf uns zu, die wir nicht auf die leichte Schulter nehmen dürfen")

  • Robert Schwarz

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