Montag, 01.09.14 Schwarz, Robert, SID

DOSB-Generaldirektor Vesper lobt deutsche Olympia-Bewerbungen

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird sich nach dem Eingang der Olympia-Bewerbungen von Hamburg und Berlin die nötige Zeit zur Durchsicht der Unterlagen nehmen. DOSB-Generaldirektor Michael Vesper betont, dass auch die Befürwortung der Bevölkerung ausschlaggebend für die Vergabe ist.

Michael Vesper, DOSB-Generaldirektor

  • - über die deutschen Olympia-Bewerbungen von Berlin und Hamburg ("Wir bedanken uns bei beiden Städten: Bei der Bundeshauptstadt Berlin und der Hansestadt Hamburg. Nach einer ersten Durchsicht sind die Antworten sehr sorgfältig vorbereitet worden")
  • - ("Das, was wir unternehmen, ist ein Marathonlauf und kein 100-m-Sprint")
  • - über die Vergabekriterien für die Bewerberstädte ("Eine ganz wichtige Frage ist die nach der Vision. Darüberhinaus gibt es technische Fragen: Wo würde das Olympische Dorf stehen? Sind die benötigten Sportanlagen bereits vorhanden?")
  • - ("Man kommt nur dann an die Reihe, wenn die Bewerbung auch von der Bevölkerung mitgetragen wird")

DOSB-Generaldirektor Vesper lobt deutsche Olympia-Bewerbungen

FRANKFURT/MAIN, 1. September (SID) - Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will seine Entscheidung für eine Bewerberstadt für die Olympischen Sommerspiele 2024 oder 2028 ganz bedacht treffen. "Natürlich wollen wir die Entscheidung so schnell wie möglich", sagte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper am Montag in Frankfurt/Main. Es gelte aber "wie so oft im Leben: Sorgfalt geht vor Schnelligkeit. Das Unternehmen Olympiabewerbung ist ein Marathonlauf und kein 100-m-Sprint."

Am Montagvormittag hatten die beiden deutschen Kandidaten Hamburg und Berlin ihre Konzepte vorgestellt, nachdem sie einen Fragenkatalog des DOSB beantwortet hatten. "Sehr sorgfältig" sei dies geschehen, sagte Vesper nach einer ersten Durchsicht der Antwortkataloge, die 48 (Berlin) beziehungsweise 54 Seiten (Hamburg) umfassen: "Wir bedanken uns bei beiden Städten."

Im November 2015 müssen die Kandidaten für Olympia 2024 offiziell beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) gemeldet werden. Zuvor allerdings müssen die Bürger in Berlin und Hamburg bei einem Entscheid positiv für eine Bewerbung votieren. Für Vesper ist dieser Schritt essenziell, eine Bewerbung sei "nur tragfähig, wenn sie von den Menschen der Stadt gewollt ist".

Ziel sei es laut Vesper letztendlich eine Bewerbung abzugeben, "die Bestand hat, über die technischen Hürden springt und somit das IOC überzeugen wird."

Am 11. September und am 28. Oktober diskutiert das DOSB-Präsidium die Situation. Entscheidet sich der deutsche Sport für eine Olympiabewerbung, könnte die Auswahl eines deutschen Bewerbers bereits am 6. Dezember in Dresden bei der Mitgliederversammlung des DOSB fallen. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass der DOSB noch die Bürgerbefragungen abwarten.

  • Robert Schwarz

Bildergallerie