Montag, 15.09.14 Schwarz, Robert, SID

Bundesliga 2014/2015 : Heldt freut sich auf "Klassiker" Borussia Mönchengladbach gegen Schalke S04

Noch ohne Sieg: Für Schalke 04 ist der Bundesligastart nicht wie gewünscht verlaufen. Am Samstag tritt die Mannschaft von Jens Keller bei Mönchengladbach an und will etwas Zählbares mitnehmen. Schalkes Sportvorstand Horst Heldt erwartet ein sehr enges Spiel mit vielen Emotionen.

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Noch ohne Sieg: Für die Europapokalteilnehmer Borussia Mönchengladbach und Schalke 04 ist der Bundesligastart nicht wie gewünscht verlaufen. Am Samstag treffen sie aufeinander. So ganz wie gewohnt hört Ralf Fährmann alles noch nicht wieder. "Ich habe manchmal noch Probleme, alles richtig zuzuordnen, wenn ich viele Stimmen höre", sagte der Torhüter von Schalke 04, "in der Innenstadt oder im Restaurant." Auf dem Fußballplatz steht der 25-Jährige trotz der Trommelfellschädigung wieder, die Königsblauen brauchen ihn am Samstag (18.30 Uhr/Sky) bei Borussia Mönchengladbach - denn die Verletztenliste ist mal wieder lang.

Sieben Spieler fehlen Trainer Jens Keller, teilweise monatelang wie Jefferson Farfán oder Jungnationalspieler Leon Goretzka. Als vorerst Letzter gesellte sich am Mittwoch Innenverteidiger Joel Matip mit einer Adduktorenverletzung hinzu. Wackelkandidaten sind zudem Jungstar Max Meyer (grippaler Infekt) und Weltmeister Julian Draxler (Oberschenkelzerrung). "Vor den englischen Wochen ist die Personallage alles andere als beruhigend. Wir müssen überlegen, wie hoch wir Risiko gehen", sagte Keller.

"Verletzungen gehören im Profisport dazu", beschwichtigte dagegen Fährmann, "das ist alles noch im Rahmen." In der Tat erwischte es die Schalker schon schlimmer: In der zweiten Hälfte der vergangenen Saison fehlte wochenlang eine komplette Elf. Dennoch spielten die Königsblauen die beste Bundesliga-Rückrunde der Vereinsgeschichte und qualifizierten sich zum dritten Mal in Folge für die Champions League.

Wichtige Stütze bei der Aufholjagd war Fährmann. Damals bewies er seine Torhüterqualitäten, jetzt zeigte er Nehmerqualitäten. Nur gut eine Woche nach dem Schuss des Bayern-Stürmers Robert Lewandowski gegen sein rechtes Ohr, der Gleichgewichtsstörungen und Hörprobleme auslöste, kehrte der 25-Jährige wieder ins Training zurück: "Es geht wieder." Schon gegen München hatte Fährmann trotz Trommelfellschädigung weitergespielt und das 1:1 festgehalten. Dem ersten Punkt gegen den Rekordmeister seit über vier Jahren soll am Samstag der erste Saisonsieg folgen. "Das Spiel gegen Bayern hat gezeigt, dass wir eine Mannschaft sind", sagte er, "jeder hat für den anderen gefightet."

Den ersten Dreier in der Bundesliga will auch Gladbach im dritten Versuch einfahren. Nach zwei Remis in den ersten beiden Punktspielen ruhen die Hoffnungen vor allem auf Nationalspieler Max Kruse, der nach seiner Harnleiter-OP zurückkehrt. "Ich bin bei 100 Prozent, ich will gerne helfen, Schalke zu besiegen." Ob der beste Scorer der vergangenen Saison (12 Tore, 12 Vorlagen) schon wieder in der Startelf stehen wird, ließ Trainer Lucien Favre noch offen: "Es ist möglich."

Vor Schalke äußerte der Schweizer Respekt, "sie spielen regelmäßig in der Champions Leauge, das ist sicher kein Zufall." Allerdings kamen die Gladbacher in den letzten Jahren mit dem Europapokalstammgast aus Gelsenkirchen immer gut zurecht. Fünf der letzten sechs Heimspiele gewann die Borussia.

Horst Heldt, Sportvorstand Schalke 04

- zum Spiel gegen Mönchengladbach ("Es ist immer ein Klassiker Gladbach vs. Schalke und wir freuen uns darauf. Das ist immer ein sehr enges Spiel mit vielen Emotionen, aber das ist eine Mannschaft, die immer schwer zu bespielen ist")

Jens Keller, Trainer Schalke 04

- über die Personalsituation ("Definitiv nicht spielen wird Matip. Julian Draxler hat gestern das erste Mal mittrainiert"),("Da müssen wir jetzt abwarten, wie hoch gehen wir das Risiko, dass wir Spieler wie ihn oder Huntelaar von Anfang an spielen lassen")
- zu einer möglichen Aufstellung ("Sie glauben gar nicht, was mir alles einfällt. Wir werden auf jeden Fall mit elf Spielern auf den Platz gehen")
- zum Spiel gegen Mönchengladbach ("Klar ist das Spiel für uns morgen wichtig, aber es ist erst der dritte Spieltag und ich glaube letztes Jahr sind wir auch nicht mit viel mehr Punkten gestartet"), ("Wir wollen punkten, keine Frage, aber wir haben immer noch 31 Spiele, egal was passiert in Gladbach")
- über den Gegner Mönchengladbach ("Das Spiel von Gladbach ist ein bisschen anders angelegt als im letzten Jahr. Dadurch, dass Arango weggefallen ist, wollen sie mehr über den Flügel und über die Geschwindigkeit kommen")

  • Robert Schwarz

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