Montag, 24.01.11 Wagner, Christian

Alfa Romeo Crosswagon Q4 : Der höhergelegte Alfa Romeo 156 im Motorvision-Test

Der höhergelegte Alfa Romeo 156 im Motorvision-Test

Alfa entdeckt den Allrad neu und setzt auf schlanke Formen. Herausgekommen ist eine Allrad Cross Kur Packung auf Basis des 156er für abenteuerlustige Design Liebhaber. Crosswagon Q4 nennen die Italiener ihre jüngste Allrad Kreation, mit der man sich behutsam ins absatzstarke Reich der soft SUW‘s begeben möchte. Optisch ist dieses Unterfangen durchaus gelungen. Im Vergleich zu seinen zivilen Sportwagon Brüdern bietet der Crosswagon eine um fast 6cm erhöhte Bodenfreiheit und ein speziell abgestimmtes 17 Zoll Fahrwerk. Die üppig dimensionierte Bremsanlage kommt aus den GTA Raketen. Absolutes Highlight: Der neuentwickelte Allrad Antrieb mit selbstsperrendem Torsen C-Differenzial und Hinterachsen-betonter Kraftverteilung. Kurz: Dieser Alfa will nicht nur spielen. Bewegt man sich vorwiegend in urbanem Gelände, genießt man vor allem die erhöhte Sitzposition und die gute Rundumsicht. Mit 11m Wendekreis hat man in der Stadt aber ganz schön zu kämpfen. Endlich lebt mit dem Crosswagon die Allrad Tradition bei Alfa Romeo wieder auf. Vielleicht dürfen wir sogar auf Heckantrieb in einigen Modellen hoffen. Nett verpacktes Crossover Flair erwartet den Piloten auch im Innenraum. Neben äußerst angenehmen Sportsesseln verwöhnt die Pilotenkanzel mit guter Verarbeitung und farblich abgesetzter Materialwahl. 1,9Liter Hubraum, 350 Nm Drehmoment, 150 Diesel PS, Offroad Herz, was willst du mehr? Auf den kurvenreichen Sträßchen rund um Porto Cervo ist der Alfa Crosswagon in seinem Element. Der permanente Allrad Antrieb ist Hinterachsen- Betont und schickt bis zu 70% der Kraft nach hinten. Kurven werden zum Erlebnis. Der Alfa schwänzelt sogar manchmal mit dem Heck, so haben wir das selbsternannte cuore sportivo, das Sportlerherz lange nicht mehr erlebt. Ist erst mal das abgrundtiefe Turboloch unterhalb der Zweitausender Marke überwunden, drückt das zwangsbeatmete Multi Jet Kraftwerk dem immerhin über 1,5 Tonnen schweren Crosswagon kraftvoll durch die Landschaft. Der Verbrauch bleibt anständig. Zwischen 7 und 9 Litern. Der Crosswagon ist kein Land Rover Defender und kein Mercedes G Model, logisch. Umso erstaunlicher aber, wie gut der permanente Allradantrieb mit seinem selbstsperrenden Torsen Mitteldifferenzial leicht bis mittelschweres Gelände meistert. Komfortabel geht es über üble Pisten. Die Zahnfüllungen bleiben drinnen. Der Crosswagon ist ein SUW in Armani Anzug mit Gummistiefeln. Alfa spricht von 32.000€ für den Crosswagon Q4. Das ist nicht wenig für einen hochgelegten Kombi mit 150 Diesel PS. Vergleichbare Modelle à la Volvo XC 70 oder BMW X3 kosten allerdings noch mehr. 
 

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