Wasserball 2016: Ergebnisse, Infos, Termine, Regeln, Ausrüstung, Wettbewerbe...

Wasserball

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Wasserball 2016

Die Sportart Wasserball ist dem Handball und Rugby ähnlich, nur eben im Wasser. Um die Sportart auszuüben, wird eine sehr gute Kondition benötigt, man muss sich während des gesamten Spiels aus eigener Kraft über Wasser halten, denn das Becken muss mindestens 1,80 Meter tief sein.

Der Aufbau einer Wasserball-Mannschaft

Jede Mannschaft besteht aus 13 Spielern, von denen sieben spielen, also ein Torhüter, der eine rote Torwartkappe tragen muss, und sechs Feldspieler. Die Feldspieler der Heimmannschaft spielen in hellen Kappen, die Gäste in dunklen, meist blau. Die Kappen sind mit Nummern gekennzeichnet. Bei manchen Turnieren bestehen die Mannschaften aus 15 Spieler.

Ablauf des Spiels beim Wasserball

Jedes Spielviertel beginnt beim Wasserball mit dem Anpfiff, dann wirft der Schiedsrichter den Ball an der Mittellinie in etwa einem Meter Abstand vom Rand ins Wasser, manchmal ist in der Mitte auch eine Vorrichtung zum Halten des Balles vorhanden. Die Spieler halten sich so lange an der Torlinie auf und schwimmen mit dem Anpfiff los ins Spielfeld. Bei Spielen höherer Ligen oder Länderspielen ist es üblich, dass der Ball in der Mitte der Mittellinie durch einem Ballkorb unter Wasser gehalten wird. Die Spieler versuchen nun vier mal acht Minuten lang (effektive Spielzeit), mit dem Ball das gegnerische Tor zu treffen. Die Mannschaft mit den meisten erzielten Toren ist Sieger. Das Spielen des Balles ist mit sämtlichen Körperteilen erlaubt, außer den Ball mit der Faust zu schlagen, dies ist nur dem Torwart erlaubt. Die Spieler müssen sich ständig vor und zurück bewegen, der Schwimmstil ist nicht vorgeschrieben.

In ruhigeren Spielsituationen wird häufig das Brustschwimmen praktiziert, im schnellen Spielverlauf meist der Kraulstil mit Kopf über Wasser, weil man ja schließlich den Überblick behalten muss. Während der Ballührung wird der Kraulstil nochmals abgewandelt, so dass das Kraulen mit Ball möglich ist und der Ball hierbei auch vor möglichen Gegnern verteidigt werden kann. Anders verhält es sich beim Tormann, dieser muss sich während des Spiels meist an einem Platz über Wasser halten, dies geschieht durch das sogenannte Wassertreten. Bei der Abwehr des Balls kann sich der Tormann anhand eines in starker Weise ausgeführten Wassertretens bis zum Bauchnabel aus dem Wasser heben und idealerweise mit hochgestreckten Armen den Ball abwehren.

Fair-Play ist wichtig

Das Foul-Spiel ist beim Wasserball selbstverständlich nicht erlaubt, es darf auch kein gegnerischer Spieler, der nicht im Ballbesitz ist, behindert werden. Bei Behinderung eines Spielers ohne Ballbesitz gibt es einen Freiwurf, bei härterem Attackieren, z.B. durch Halten oder Tauchen, wird der Ausführende für 20 Sekunden aus dem Spiel herausgestellt. Bei drei dieser Fehltritten, wird der Betroffene Spieler vom Spiel ausgeschlossen. Schwere Regelverstöße im Fünf-Meter-Raum werden mit einem Strafwurf geahndet, ähnlich dem Elf-Meter-Schuß beim Fußball.

Aus- und Einwechslung

Die Feldspieler dürfen beim Wasserball beliebig oft ausgewechselt werden. Wird der Wechsel nach einem Tor, Pausenpfiff oder während einer Auszeit vollzogen, so kann der Spieler, der ausgewechselt werden soll, einfach das Wasser verlassen und der Einwechselspieler kommt. Der Wechsel während des laufenden Spiels ist durch einen Wiedereintrittsraum vorgesehen. Die auszuwechselnden Spieler müssen in diesenn rot markierten Bereich an der eigenen Torauslinie schwimmen und werden dort durch einen anderen Spieler ersetzt. Auch der Torwart kann ausgewechselt werden. Während des Spiels müssen die Spieler, die nicht gerade im laufenden Spiel eingesetzt sind, auf einer Bank hinter der eigenen Torlinie sitzen.

Die Regeln für den Trainer während des Spiels

Der Platz des Trainers befindet sich auch auf dieser Bank, er darf aber beim Angriff seiner Wasserball-Mannschaft diese bis zur Fünf-Meter-Linie coachen. Ist der Angriff beendet, muss er sofort wieder zur Bank zurückkehren. Selbstverständlich darf er die Schiedsrichter nicht kritisieren oder behindern. Bei Regelverstößen des Trainers wird auch dieser verwarnt, bei schwerem oder ständigem Vergehen kann er auch vom Beckenbereich verwiesen werden.

Spielfortlauf nach dem Erzielen eines Tores

Nach einem erzielten Tor wird das Spiel durch Wiederanpfiff des Schiedsrichters weitergeführt, hierzu formieren sich beide Mannschaften neu in ihren jeweiligen Spielhälften. Zur Weiterführung des Wasserball-Spiels wird der Ball vom Anstoßpunkt auf der Mittellinie von der Mannschaft, gegen die das Tor erzielt wurde abgespielt, aber auch ein Abspielen aus den hinteren Reihen ist möglich.

Taktiken beim Wasserball

Es gibt verschiedene Spieltaktiken, diese werden jeweils der Situation angepasst. So kann zum Beispiel bei der zeitlich begrenzten Hinausstellung eines gegnerischen Spielers die Mannschaft in Überzahl Taktiken anwenden, um ihren Vorteil während dieser Zeit optimal zu nutzen. Im Gegenzug muss auch die Mannschaft in Unterzahl handeln.

Maße des Spielfelds und Spielgeräts

Die Größe des Spielfelds beträgt bei den Herren in der Länge 20 bis 30 Meter, in der Breite 10 bis 20 Meter. Bei den Frauen 20 bis 25 Meter Länge und 10 bis 20 Meter Breite. Die Tore besitzen eine Breite von drei Meter und eine Höhe von 0,90 Meter. Der Ball besitzt ein Gewicht von 400 - 450 Gramm und einen Umfang von 68 - 71 cm.

Fünf-Meter-Schießen

Sollte es bei einem Entscheidungsspiel einen Gleichstand nach der regulären Spielzeit geben, gibt es eine Verlängerung von effektiv zwei mal drei Minuten. Wenn dann immer noch keine Entscheidung feststeht, kommt es zum Fünf-Meter-Schießen.

Entstehung

Wasserball wurde in England um 1870 "erfunden", das erste Water-Football wurde im Crystal Palace in London gespielt. Von England aus breitete sich das Spiel gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf Europa aus.

Internationale Wettbewerbe beim Wasserball

Wasserball zählt zu einer Teildisziplin des Schwimmsports, der Dachverband ist der Weltschwimmverband FINA. Es ist die älteste olympische Mannschaftssportart, wurde 1900 bereits durchgeführt, bei den Frauen ist Wasserball aber erst seit 2000 olympisch. Europameisterschaften gibt es seit 1926 bzw. 1985 (Frauen), Weltmeisterschaften seit 1973, bei den Frauen seit 1986. Seit 2002 (Männer) bzw. seit 2004 (Frauen) veranstaltet die FINA-Weltliga jährlich einen Wettbewerb.

Nationale Wasserball-Wettbewerbe

Der deutsche Dachverband ist der Deutsche Schwimm-Verband DSV, es gibt Landesschwimmverbände und Landesgruppen. Die höchste Liga ist die Deutsche-Wasserball-Liga. Rekordmeister der letzten drei Jahrzehnte ist der Verein "Wasserfreunde Spandau 04" bei den Männern. Es gibt viele gute deutsche Spieler, zwei davon sind Heiko Nossek und Marko Stamm. Bundestrainer ist Nebojsa Novoselac.

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