Tesla Model S

Tesla Model S

Tesla Model S - Alle Testberichte auf einen Blick bei Motorvision. Alles was Sie schon immer über den Tesla Model S wissen wollten. News, Bilder & Videos.

Das Tesla Model S ist eine Limousine mit elektrischem Antrieb von Tesla Motors, die als Prototyp am 26. März 2009 vorgestellt wurde und seit dem 22. Juni 2012 an die Kunden ausgeliefert wird.

Daten

Model S
Hersteller: Tesla Motors
Produktionszeitraum: seit 06/2012
Klasse: Oberklasse
Karosserieversionen: Kombilimousine
Motoren: Elektromotoren:
222–306 kW
Länge: 4976 mm
Breite: 1963 mm
Höhe: 1435 mm
Radstand: 2959 mm
Leergewicht: 2108 kg

Allgemeine Infos zum Tesla Model S

Der Tesla S ist das erste realisierte Konzept eines 5+2-sitzigen autobahntauglichen Elektroautos der Oberklasse. Die Arbeiten an den Entwürfen wurden bereits im Juni 2008 zunächst unter dem Projekt-Namen „Whitestar“ angekündigt. Das erstmals vorgestellte Fahrzeug war ein bereits fahrbarer Prototyp. Tesla hat bei diesem Modell zum ersten Mal das Fahrwerk und die Karosserie vollständig selbst entwickelt.


Das Model S hat mehrere Auszeichnungen erhalten, darunter den von einer internationalen Jury von Fachjournalisten ausgegebenen Preis für das Auto des Jahres. Das Model S gilt als ernstzunehmender Konkurrent für die Luxusautos etablierter, vor allem deutscher Premiumhersteller, insbesondere den S-Klasse von Mercedes-Benz, den 7er von BMW und den Porsche Panamera. In den Vereinigten Staaten war das Model S 2013 die mit Abstand meistverkaufte Luxuslimousine: ungefähr 18.000 Stück gegenüber 13.303 S-Klasse Mercedes, 10.932 7er-BMW, 10.727 Lexus LS, 6.300 Audi A8 und 5,421 Porsche Panamera. In Norwegen war (Stand: Dezember 2013) das Tesla Model S bereits zweimal das meistverkaufte Auto des Monats.

Akkutechnik und Aufladung des Model S

Ähnlich wie der in Kleinserie produzierte Tesla Roadster basiert das Speichersystem des Model S auf Zellen in Form von gewöhnlicher Lithium-Ionen-Akkus für Laptops mit für Elektroautos optimierter Zellchemie.[9] Allerdings wurden mehr als 8000 (statt wie beim Tesla Roadster 6831) Zellen verwendet, um eine höhere Speicherkapazität zu ermöglichen. Es gibt zwei Akkukapazitäten mit den Reichweiten 370 km (60 kWh) und 480 km (85 kWh). Die ursprünglich geplante 40-kWh-Variante wird mangels Nachfrage nicht produziert.[11] Kunden, die diese Version bestellt hatten, erhalten einen Akku mit 60 kWh, der per Software auf 40 kWh limitiert wird. Alle anderen Eigenschaften des größeren Systems, wie beispielsweise die höhere Beschleunigung, bleiben erhalten.


Zur Aufladung besitzt der Tesla Model S einen eingebauten 10-kW-Lader, der pro Stunde Energie für eine Reichweite von bis zu 50 km einlädt. Optional ist ein Doppellader mit 20 kW erhältlich.[12] In den autoseitigen Anschluss wird das Ladekabel, als „Mobile Connector“ bezeichnet, eingesteckt. Für das Ladekabel sind aufsteckbare Adapter serienmäßig mitgeliefert oder optional erhältlich, so dass eine Aufladung an fast allen Stromanschlüssen möglich ist.

Der Tesla Model S kann serienmäßig einphasig (230 V/16 A) sowohl an normalen Schukosteckdosen als auch an den blauen Campingsteckern aufgeladen werden. Für eine Aufladung mit 400-V-Drehstrom wird serienmäßig ein Adapter für die üblichen roten Anschlussdosen nach IEC 60309 mit 11 kW mitgeliefert. Ein Ladestecker Typ 2 für eine Wallbox oder Stromtankstelle ist optional erhältlich. Nur mit diesem lassen sich die 20 kW Ladeleistung des Doppellladers nutzen.

Die Akkumulatoren können an den von Tesla betriebenen 90-kW-„Supercharger“-Stromtankstellen in 20 Minuten zur Hälfte, in 40 Minuten zu 80 % und in 75 Minuten vollständig geladen werden. Die Ladeleistung der Stromtankstellen wird derzeit auf 135 kW gesteigert, was die Ladezeiten weiter verkürzt. Nach eigenen Angaben arbeitet Tesla an einem Ladesystem mit einer Ladezeit von 5 bis 10 Minuten. Beim Laden am „Supercharger“ wird über den „Mobile Connector“ ohne zusätzlichen Steckeradapter die Traktionsbatterie direkt mit Gleichstrom geladen. Das Aufladen an den Tesla Superchargern ist für Teslafahrzeuge kostenlos. Da sich die Akkumulatoren unter dem Boden des Fahrzeugs befinden, können sie auch in einem einfachen Verfahren in 90 Sekunden ausgetauscht werden.

Leistungs- und Verbrauchsdaten des Tesla Model S

Die Höchstgeschwindigkeit wird mit ca. 200 km/h angegeben. Für den Spurt von Null auf 100 km/h soll das Model S je nach Akku zwischen 4,4 und 5,9 Sekunden benötigen.

Im Betrieb stößt der Tesla Model S als reines Elektroauto kein CO2 aus. Diese Tank-to-Wheel-Angabe findet sich auch in den derzeitigen (2013) Herstellerangaben. Allerdings wird Well-to-Tank je nach Art der Stromproduktion Primärenergie verbraucht bzw. CO2 ausgestoßen, sodass durch eine effizientere, saubere Stromerzeugung jedes Elektroauto ökologischer wird. Die folgende Tabelle illustriert diese Abhängigkeit.

2012-13 Tesla Model S Verbrauchsdaten (EPA) CO2-Ausstoß
Modell Baujahr kombiniert
pro 100 km
Innerorts
pro 100 km
Autobahn
pro 100 km
deutscher
Strommix
Schweizer
Strommix
österreichischer
Strommix
norwegischer
Strommix
Tesla Model S
(60-kWh-Batterie)
2013 22,04 kWh 22,28 kWh 21,59 kWh 127 g/km 26,9 g/km 34,2 g/km 3,3 g/km
Tesla Model S
(85-kWh-Batterie)
2012–13 23,53 kWh 23,80 kWh 23,26 kWh 136 g/km 28,7 g/km 36,5 g/km 3,5 g/km
Anmerkung: Verbrauch basiert nicht auf dem NEFZ, sondern auf dem US-amerikanischen Äquivalent, daher sind Abweichungen möglich

Bedienung und Ausstattung des Tesla

Die Bedienung einiger Bordfunktionen des Fahrzeugs erfolgt über ein hochkant in die Mittelkonsole eingebautes 17-Zoll-Touchscreen-Display. Damit wird im Model S erstmals ein Gerät dieser Größe in einem Serienfahrzeug integriert. Die Grafik wird von einem nVidia Tegra 2 berechnet. Ein drahtloser Internetzugang ist Bestandteil des Systems. Vorteile entstehen dem Fahrer dadurch, dass die darauf angezeigte Benutzeroberfläche aktualisierbar, erweiterbar und individualisierbar ist. So wurde beispielsweise nachträglich auf Kundenwunsch per App ein zusätzlicher Fahrmodus für einen Kriechgang integriert. 

Produktion des Tesla Model S

Das unabhängige amerikanische Konsumentenmagazin Consumer Reports bescheinigte dem Tesla Model S im Frühjahr 2013 das beste PKW-Testergebnis aller Zeiten. Das Fahrzeug schnitt damit in den Tests besser ab als alle mit Verbrennungsmotoren bestückten Konkurrenten.

Die US-Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit NHTSA ermittelte für das Model S im Sommer 2013 die höchsten je gemessenen Sicherheitsstandards. Im Oktober 2013 brannte im US-Bundesstaat Washington ein Teil des Akkusatzes, nachdem ein großes Metallteil die Bodenwanne durchschlagen hatte. Laut Tesla beschränkten Sicherheitsvorkehrungen das Feuer auf die Frontpartie des Autos. Auch sei ein Brand bei einem Model S im Ausmaß kleiner, in der Ausbreitung besser beherrschbar und statistisch fünfmal unwahrscheinlicher als bei Fahrzeugen mit flüssigem Treibstoff. Zwei weitere Brände ereigneten sich im Oktober und November 2013 nach Unfällen ohne Personenschaden.

Tesla baut derzeit Stromtankstellen in den Vereinigten Staaten und Europa. Die Stromkosten an diesen „Supercharger“ genannten Ladestationen sind dabei im Kaufpreis des Wagens mit 85 kWh inbegriffen und können beim Modell mit 60 kWh als Option dazugekauft werden.

 

 

 

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