Tennis

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Auf Motorvision.de findet alles zum Thema Tennis. Wir liefern euch nicht nur News zu den bekanntesten Wettbewerbem, sondern erklären auch die Regeln beim Tennis und verraten, wo die Sportart ihren Ursprung hat.

Geschichte des Tennis

Die Geschichte der Sportart Tennis lässt sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen. Zu damaligen Zeiten galt ein unter den Mönchen der französischen Klöstern weit verbreitetes Rückschlagspiel als äußerst beliebt. Aus diesem Spiel entwickelte sich dann das Jeu de Paume. Dieses Spiel war beim Adel sowie auch dem Bürgertum äußerst beliebt und erlebte seine Blütezeit im 16. und 17. Jahrhundert. Es wurde vor allem in Frankreich und England in den dortigen Ballhäusern gespielt. Die einfache Bevölkerung spielte das Spiel dagegen im Freien. Im Laufe der Zeit entstand dann das Pelota hier heraus.

Etwa um das Jahr 1870 wurde in Großbritannien der moderne Rasentennis erfunden. Von hier verbreitete er sich im Laufe der Jahre nach Europa, den Vereinigten Staaten von Amerika sowie auch zu den Kolonien des Britischen Weltreichs. Schon bereits um 1900 wurden Tennisturniere auf Internationaler Ebene veranstaltet, dies geschah aber zunächst nur in Europa. Der so genannten Davis Cup war der Erste Wettkampf auf Länderebene, der um diese Zeit das erste Mal ausgetragen wurde. Im Jahre 1923 wurden die wichtigsten Grand-Slam-Turniere des internationalen Tennisverbandes ins Leben gerufen.
Mit Beginn der Open Era wurde Tennis revolutioniert und gilt seitdem zu einem der bedeutesten Sportarten überhaupt.

Regeln des Tennis

Tennis ist ein Rückschlagspiel. Man kann es einzeln, also zu zweit spielen oder aber auch doppelt, das bedeutet zu viert. Ziel eines jeden Spiels ist es, den Tennisball quasi einmal öfter, als der Gegner auf der gegenüberliegenden Seite, über das Netz zu spielen. Das Netz befindet sich genau in der Mitte des Spielfeldes, es ist so gespannt, dass es nicht durchhängt.

Die Spieler haben im Laufe des Spiels einige Regeln zu beachten. So dürfen sie den Ball maximal einmal auf dem Boden aufkommen lassen, bevor sie in wieder ihrem Gegenspieler über das Netz zuspielen. Hierbei ist es auch erlaubt, den Ball seitlich am Netz vorbei zu spielen. Ebenso ist zu beachten, dass der Tennisball nicht mit einem Körperteil berührt werden darf, auch das Netz ist nicht zu berühren. Der Ball darf des weiteren nur ein einziges Mal pro Schlag geschlagen werden.

Zu Beginn eines jeden Spiels bzw. eines Ballwechsels muss der Spieler einen Aufschlag machen. Hierbei darf der Ball nur in dem gegnerischen kleineren Spielfeld aufkommen - dieses Feld nennt man auch Aufschlagfeld. Jeder Spieler hat immer zwei Versuche hierfür. Gelingt auch der zweite Versuch für den Aufschlag nicht, ist die Rede von einem Doppelfehler - der Gegner erhält hierfür einen Punkt. Der Aufschlag wird auch dann wiederholt, wenn der Ball das Netz beim Aufschlag berührt. Für den Aufschlag steht der jeweilige Spieler immer außerhalb des Feldes. Erst wenn er seinen Ball mit dem Schläger berührt hat, darf er das Spielfeld betreten - ansonsten liegt hier ein Fußfehler vor.

Spielablauf beim Tennis

Wie bereits beschrieben beginnt ein jedes Tennisspiel, auch Match genannt, mit einem Aufschlag. Nun müssen sich die Spieler den Ball gegenseitig über das Netz zuspielen. Hierbei gilt es mehr Punkte zu sammeln als der Gegner. Diese Punkte werden wie folgt erzielt: der erste Punktgewinn eines Spielers ergibt immer 15 Punkte, der zweite 30 und der dritte dann 45 Punkte. Der vierte Punktgewinn entscheidet dann das ganze Spiel - wenn der Umstand gegeben ist, dass man einen Vorsprung von 2 Punkten hat. Besteht Gleichstand spricht man in diesem Fall von einem Einstand und der Punkt der darauf folgen würde, ist der Vorteil. Derjenige Spieler, der den Vorteil für sich nutzt und als erster einen weiteren Punkt erzielt, gewinnt das Spiel.

Innerhalb eines Spiels hat nur 1 Spieler den Aufschlag, dieses Recht wechselt dann im nächsten Spiel. Der Aufschlag wird aus Spielersicht von der rechten Seite ausgeführt, diese Seite wird als Einstandseite bezeichnet. Die linke Seite wiederum ist die Vorteilseite.

Zu Beginn einer Begegnung wird die Anzahl der Spielsätze des Tennisspiels festgelegt, wobei sich ein Spielsatz wiederum auf mehrere Spiele unterteilt. In der Regel spielt man auf zwei Gewinnsätze, bei den Herren können es in großen Turnieren aber auch schon einmal drei werden.

Der Spieler, der 6 Spiele gewonnen hat, gewinnt auch den ganzen Spielsatz. Dabei muss er aber einen Vorsprung von 2 gewonnen Spielen seinem Gegner gegenüber haben. Steht es nach 6 Spielen unentschieden, wird ein so genannter Tie-Break gespielt - ein letztes Spiel, welches den Satz entscheidet.

Vereine im Tennissport

Der deutsche Tennissport und damit auch die einzelnen Tennisvereine unterliegen dem Deutschen Tennis Bund e.V. (DTB). Jedes Bundesland hat seinen eigenen Verband, dem wiederum die einzelnen Vereine untergeordnet sind. Der Tennis erlebte Anfang der 80er Jahre einen wahren Mitgliederboom - die Zahl der Neuzugänge überschritt die Millionengrenze. Berühmte Spieler wie Sylvia Hanika, die 1982 als erste Deutsche das Masters gewann oder aber etwa Boris Becker, der als gerade mal 17jähriger Sieger in Wimbledon wurde, haben diesen Sport groß gemacht.

Ligen im Tennis

Die Ligen im Tennis unterteilen sich wie folgt: die niedrigste Liga ist die Kreisklasse, es folgt die Bezirksklasse, dann die Bezirksliga und danach die Bezirksoberliga. Anschließend gibt es die Landesliga, die Verbandsliga und schließlich die Oberligen. Die höchste Liga ist die auch aus anderen Sportarten bekannte Bundesliga, hier gibt es die erste und die zweite Liga. Den Oberligen schließen sich die verschiedenen Regionalligen an - Süd-Ost, Süd-West, West und Nord-Ost.

Organisationen im Tennis

Wie schon beschrieben wird der Tennissport in Deutschland vom DTB geregelt bzw. organisiert. Der Bund ist wiederum aufgeteilt in die einzelnen Landesverbände. Der DTB organisiert alles rund um den Tennissport - das Ligaspielsystem, die einzelnen Turniere und das Nationalteam. Des weiteren bildet der Bund die Trainer im Tennissport aus.
Mannschaftswettkämpfe, auch als Medenspiele bezeichnet werden von den Verbänden der Länder und den untergeordneten Bezirken innerhalb der Altersklassen organisiert. Für die Amateure im Tennissport gibt es wie in anderen Sportarten auch Amateurligen. Der Profitennis wird wiederum vom DTB organisiert.

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