Sebastian Vettel

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel im Porträt: Motorvision liefert Euch News, Infos und Bilder zum mehrfachen Formel 1 Weltmeister Sebastian Vettel. Alles zu Sebastian Vettel

Informationen zu Sebastian Vettel

Sebastian Vettel ist ein deutscher Rennfahrer, der seit 2007 in der Formel 1 antritt. Seinen Durchbruch feierte der Heppenheimer mit seinem Wechsel zu Red Bull im Jahr 2009, wo er die Saison zunächst auf Rang zwei abschloss. 2010 sicherte sich Sebastian Vettel den ersten von bisher vier Formel 1-WM-Titeln in Folge.

Meilensteine seiner Motorsport-Karriere

Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Der passende Übungsplatz ist für Motorsport-Piloten nicht selten die Kartrennbahn. Auch Sebastian Vettelschnupperte hier im Jahr 1995 erstmals Rennsport-Luft. Ein besonders erfolgreiches Jahr war für ihn 2011, das er mit dem Sieg bei der europäischen und deutschen Juniorenkartmeisterschaft abschloss. 2003 wollte der Heppenheimer schließlich neue Wege gehen und wechselte in den Formelsport. Bei der Formel BMW konnte Vettel dabei die ersten Erfahrungen im Monoposte sammeln. Bereits in seiner zweiten Saison konnte er sich schon über einen Meistertitel freuen. Das vielleicht wichtigste Jahr für seine Motorsport-Karriere dürfte aber wohl 2006 gewesen sein, als er von BMW Sauber einen Vertrag als Freitagstestfahrer in der Formel 1 erhielt. Schon bei seinem Debüt beim Training zum Großen Preis der Türkei konnte sich Sebastian Vettel  den ersten Platz erkämpfen und schrieb damit Formel 1-Geschichte. Er ist nämlich der jüngste Fahrer gewesen, dem in der Königsklasse ein Sieg im Freitagstraining gelang.

Zwar fuhr Vettel bereits 2007 insgesamt in acht Formel 1-Grand Prixs für BMW Sauber und Toro Rosso, doch richtig los ging es mit seiner Formel 1-Karriere allerdings erst in der Saison 2008, als er für die Scuderia Toro Rosso in allen 18 Rennen an den Start ging. Der Wechsel zu Red Bull im Jahr 2009 legte den Grundstein für eine der erfolgreichsten Karrieren in der Formel 1. Am Ende seiner zweiten Saison bei Red Bull konnte sich Sebastian Vettel erstmals als Weltmeister in der Königsklasse feiern. Mit den Titelgewinnen in den Jahren 2011 und 2012 machte der Heppenheimer den Titel-Hattrick perfekt. Doch der Formel 1-Star machte nicht nur mit seinen Titelgewinnen auf sich aufmerksam, sondern stellte auch zahlreiche Rekorde auf. So ist Sebastian Vettel der jüngste Fahrer, der einen Weltmeisterschaftspunkt erzielt hat, der einen Großen Preis der Formel 1 angeführt hat, der von einer Pole Position gestartet ist, der am Ende auf dem Podium stand und der einen Grand Prix gewann. Darüber hinaus ist Sebastian Vettel auch der jüngste Weltmeister, Doppelweltmeister und Dreifachweltmeister. In der Saison 2011 brach er mit 739 Führungsrunden, 392 WM-Punkten und 15 Pole Positions in nur einer Saison drei weitere Rekorde. Seit 2012 ist Vettel einmal mehr in die Geschichtsbücher eingegangen, als er sich alle Führungsrunden in drei aufeinanderfolgenden Grand Prixs holte.

Anfänge im Motorsport

Seine Begeisterung für den Motorsport hat Sebastian Vettel sicher von seinem Vater Norbert geerbt, der immerhin 13 Jahre im Bergrennsport aktiv. Vater Vettel versuchte aber auch schon früh, seinen Sohnemann für den Kartsport vorzubereiten. So durfte der kleine Sebastian schon im Alter von dreieinhalb Jahren im Kart seines Vaters am Steuer sitzen und erhielt zu Weihnachten ein Bambini-Kart, mit dem er auch zu den ersten richtigen Rennen seiner noch jungen Karriere antrat. Um die Motorsport-Karriere seines Sohnes ins Rollen zu bringen, hat Norbert Vettel schließlich sogar sein eigenes Fahrzeug verkauft. Erst später haben die Vettels mit einem Alufelgen-Hersteller einen ersten Sponsor gefunden. Zu den Förderern von Sebastian Vettel zählte später auch Gerhard Noack, der unter anderem auch die Schumacher-Brüder zu Beginn ihrer Karrieren begleitete. Im Kartsport galt Vettel übrigens nie als Überflieger, doch sein Engagement und Talent wurden schon damals gewürdigt.  Zu seinen Erfolgen in dieser frühen Phase gehören auch die Siege im Jahr 2001 bei der europäischen und deutschen Juniorenkartmeisterschaft. 

Seine Begeisterung für den Motorsport hat Sebastian Vettel sicher von seinem Vater Norbert geerbt, der immerhin 13 Jahre im Bergrennsport aktiv. Vater Vettel versuchte aber auch schon früh, seinen Sohnemann für den Kartsport vorzubereiten. So durfte der kleine Sebastian schon im Alter von dreieinhalb Jahren im Kart seines Vaters am Steuer sitzen und erhielt zu Weihnachten ein Bambini-Kart, mit dem er auch zu den ersten richtigen Rennen seiner noch jungen Karriere antrat. Um die Motorsport-Karriere seines Sohnes ins Rollen zu bringen, hat Norbert Vettel schließlich sogar sein eigenes Fahrzeug verkauft. Erst später haben die Vettels mit einem Alufelgen-Hersteller einen ersten Sponsor gefunden. Zu den Förderern von Sebastian Vettel zählte später auch Gerhard Noack, der unter anderem auch die Schumacher-Brüder zu Beginn ihrer Karrieren begleitete. Im Kartsport galt Vettel übrigens nie als Überflieger, doch sein Engagement und Talent wurden schon damals gewürdigt.  Zu seinen Erfolgen in dieser frühen Phase gehören auch die Siege im Jahr 2001 bei der europäischen und deutschen Juniorenkartmeisterschaft. 

Nach knapp acht Jahren im Kartsport war Sebastian Vettel schließlich bereit, den nächsten Schritt zu gehen und unterschrieb 2003 einen Vertrag bei Eifelland Racing für die deutsche Formel BMW. Sein Debüt im Formelsport war dabei schon recht erfolgreich. Mit fünf gewonnenen Rennen schaffte er es auf den zweiten Platz und musste sich nur dem damaligen Meister Maximilian Götz geschlagen geben. Im zweiten Jahr wechselte er dagegen zu Mücke Motorsport und stellte mit seinem neuen Team direkt einen neuen Rekord auf. Sebastian Vettel war es als erstem gelungen, 18 von 20 Saisonläufen für sich zu entscheiden. Selbstredend bedeutete dies auch den Meistertitel für den Heppenheimer. Doch das Jahr 2004 war nicht nur wegen des Titels ein entscheidendes Jahr für Vettel. 2004 war auch jenes Jahr, in dem Red Bull erstmals als Sponsor auftrat und damit ihm und seiner Familie ein großes finanzielles Laster abnahm. Auf dem Höhepunkt seiner Formel BMW-Karriere angekommen, verabschiedete sich der Heppenheimer 2005 auch von der Rennserie.

Mücke Motorsport blieb er allerdings treu und startete nun in der Formel 3-Euroserie. Ein Titel verblieb ihm allerdings verwehrt. Besser lief es für ihn in der folgenden Saison, die er mit seinem neuen Rennstall ASM Formule 3 bestritt. Zwar musste er den Meistertitel seinem Teamkollegen Paul di Rest überlassen, doch mit vier Siegen schaffte es Sebastian Vettel immerhin zum Vizemeister. Lange blieb der Heppenheimer aber auch der Formel 3-Euroserie nicht treu. 2006 und 2007 versuchte er sein Glück erstmals in der Formel Renault 3.5. Während er in der ersten Saison an zwei Rennwochenenden teilnahm, ging er in der folgenden Saison bei den ersten sieben Rennen an den Start. Dann entschied sich Sebastian Vettel, die Formel Renault 3.5 hinter sich zu lassen. Grund für das abrupte Ende war die Tatsache, dass er ein Stammcockpit in der Formel 1 erhalten hat. 

Sebastian Vettel in der Formel 1

Schon 2006 war der noch junge Vettel erstmals in der Formel 1 unterwegs. Das BMW Sauber F1-Team hat den Heppenheimer als Testfahrer unter Vertrag und setzte ihn erstmals im August 2006 bei den Freitagstrainings ein. Bei seiner Formel 1-Premiere, dem Training zum Türkei Grand Prix, schrieb Sebastian Vettel bereits Geschichte. Mit seinem Sieg auf dem Istanbul Park Circuit ist er nun der jüngste Fahrer, der einen ersten Platz bei einem Freitagstraining der Formel 1 ergattern konnte. Doch für Vettel war es mehr als nur ein Sieg. Für ihn war sein erster Einsatz bei einem Grand Prix-Wochenende der entscheidendste Moment seiner Karriere. Auch in der Formel 1-Saison 2007 war der Blondschopf zunächst wieder für BMW Sauber als Freitagsfahrer tätig. Doch vor dem dritten Rennen musste Vettel wieder seinen Hut nehmen. Die neuen Regeln der F1 verboten es den Teams, drei Fahrzeuge einzusetzen. Einer der Stammpiloten von BMW Sauber musste sein Cockpit freitags daher immer für Sebastian Vettel räumen. Davon waren aber weder Nick Heidfeld noch Robert Kubica begeistert, weshalb der Rennstall auf den Heppenheimer als Testfahrer verzichtete.

Doch getrennte Wege gingen die beiden noch nicht. 2007 wurde Sebastian Vettel von BMW Sauber als Fahrer für den Großen Preis der USA gemeldet, da Stammfahrer Robert Kubica nach einem schweren Unfall beim Rennen in Kanada nicht selbst antreten konnte. Sein Renndebüt in der Königsklasse konnte er zwar nicht mit einer Podestplatzierung feiern, doch für seinen achten Rang erhielt er immerhin noch einen WM-Punkt und einen weiteren Rekord. Mit einem Alter von 19 Jahren und 350 Tagen ist er nämlich der bisher jüngste Fahrer, die je einen Weltmeisterschaftspunkt in der Formel 1 ergattern konnte. Mit dem großen Preis von Ungarn und dem Wechsel zur Scuderia Toro Rosso konnte Sebastian Vettel schließlich regelmäßig bei den Grand Prixs der Königsklasse antreten. Als Teamkollege von Vitantonio Liuzzi startete er bei den verblieben sieben Rennen der Saison. Beim großen Preis von China konnte Vettel mit dem vierten Platz nicht nur sein bisher bestes Ergebnis in der Königsklasse bescheren, sondern auch das beste Ergebnis für seinen Rennstall, der zuvor nur einen Punkt durch achten Rang von Liuzzi in den USA im Jahr 2006 auf dem Konto hatte. Die Formel 1-Saison 2007 schloss Sebastian Vettel mit sechs Zählern auf Platz 14 ab.  

2008 startete der Heppenheimer bei allen 18 Rennen für die Scuderia Toro Rosso. Als Teamkollege kämpfte nun allerdings Sébastien Bourdais um Punkte. Während es Vettel in den ersten vier Rennen nicht über die Ziellinie schaffte, doch in Monaco zeigte er sich wieder in Form und holte Rang fünf. Ein besonderer Meilenstein in der Formel 1-Karriere von Sebastian Vettel war der Große Preis von Italien im September. Schon beim Qualifying zeigte Vettel, wie stark er bei Regen ist, und holte sich in Monza die erste Pole in der Königsklasse und einen weiteren Rekord: Er ist mit seinem damaligen Alter von 21 Jahren und 73 Tagen der jüngste Fahrer der F1-Geschichte, der sich eine Pole sichern konnte. Mit dem Sieg beim eigentlichen Rennen ging er mit seinem allerersten Rennsieg auch als jüngsten Formel-1-Grand-Prix-Sieger in die Geschichtsbücher ein. Die Formel 1-Saison 2008 beendete der Heppenheimer schließlich mit 35 Punkten auf Rang acht in der Fahrerwertung.

Dass er dabei weit vor seinem Teamkollegen Bourdais und den Red-Bull-Piloten Mark Webber und Davidund Coulthard lag, dürfte dazu geführt haben, dass Sebastian Vettel in der Saison 2009 vom Toro-Rosso-Schwesterteam Red Bull Racing als neuer Teamkollege von Webber verpflichtet wurde. Zu den Highlights seiner ersten Saison als Red-Bull-Pilot zählt sicher auch sein Sieg in China, der gleichzeitig auch der erste Sieg für Red Bull war, und sein erster Sieg unter trockenen Bedingungen in Großbritannien. Doch einen Weltmeistertitel gab es für Vettel auch im Jahr 2009 nicht. Stattdessen musste er sich mit dem zweiten Platz hinter Jenson Button zufrieden geben. Der Grundstein für eine außergewöhnliche F1-Karriere war damit aber endgültig gelegt. 2010 gewann er mit vier Punkten Vorsprung vor seinem Rivalen Fernando Alonso  erstmals den Weltmeistertitel. Mit einem Alter von 23 Jahren und 134 Tagen ging er dabei als bisher jüngsten Formel-1-Weltmeister in die Geschichte ein. 

2011 und 2012 folgten zwei weitere WM-Titel. Damit hält Sebastian Vettel auch den Rekord als jüngster Fahrer, der dreimal die Fahrerweltmeisterschaft für sich entscheiden konnte. Den Titel-Hattrick schafften zuvor allerdings schon Juan Manuel Fangio und sein Vorbild Michael Schumacher. Doch auch wenn der Heppenheimer für sich und seinen Rennstall Red Bull große Erfolge feiern kann, herrscht hinter den Kulissen nicht immer Sonnenschein. Schon 2010 kam es zum Streit zwischen Sebastian Vettel und seinem langjährigen Teamkollegen Mark Webber, als Vettel seinen Partner in der Türkei überholen wollte und es dadurch zur Kollision kam. 2013 kam es dagegen zum Streit innerhalb im Team, als sich der damals dreifache Weltmeister in Malysia der Teamorder widersetzte, Webber überholte und damit den Grand Prix-Sieg für sich selbst einstrich. 

Seinen Vertrag mit Red Bull hat Sebastian Vettel bis zum Ende der Saison 2015 verlängert. 2013 kam es dagegen zum Streit innerhalb im Team, als sich der damals dreifache Weltmeister in Malysia der Teamorder widersetzte, Webber überholte und damit den Grand Prix-Sieg für sich selbst einstrich. Zielstrebig wie er ist, holte er sich auch in dieser Saison wieder den WM-Titel.

Persönliche Informationen

Sebastian Vettel ist zwar mit zwei älteren Schwestern und einem jüngeren Bruder in Heppenheim aufgewachsen und hat dort auch im April 2006 sein Abitur gemacht, doch 2007 entschied sich der mehrfache Formel 1-Weltmeister für den Umzug in die Schweiz. Einen Lieblings-Fußballverein hat er in unserem Nachbarland allerdings nicht gefunden. Stattdessen drückt er der Eintracht Frankfurt fest die Daumen und ist inzwischen Ehrenmitglied des Vereins. Eine Sonderbehandlung erwartet Vettel deswegen nicht. Wenn er die Eintracht im Stadion anfeuert, macht er dies ganz klassisch in der Fankurve. Neben den Fußballern aus Frankfurt bewundert er aber auch Michael Schumacher und nimmt sich dessen Ehrgeiz im Motorsport zum Vorbild. Wenn Sebastian Vettel nicht mit der Formel 1 beschäftigt ist, engagiert er sich auch als Botschafter für die Stiftung "Wings for Life", die die Erforschung und Heilung von Querschnittlähmung unterstützt. 

Motorsport-Aktivitäten von Sebastian Vettel

  • 1995 - 2002: Kartsport
  • 2003 - 2004: Deutsche Formel BMW
  • 2005 - 2006: Formel 3-Euroserie
  • 2005: Spanische Formel 3
  • 2006 - 2007: Formel Renault 3.5
  • 2006: Formel 1 Testfahrer
  • seit 2007: Formel 1
Bildergallerie

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