Rudern 2016: Ergebnisse, Bootsklassen, Termine, Regeln, Wettbewerbe, Live-Stream, Weltrekorde...

Rudern

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Rudern - Sport

Wenn von Rudern gesprochen wird, bedeutet das, dass ein Wasserfahrzeug ohne Motor nur mit menschlicher Kraft unter Benutzung von Riemen oder Skulls auf dem Wasser fortbewegt wird. Wird mit beiden Händen jeweils ein Skull, also ein Ruder geführt, bezeichnet man das als Skullen. Wird hingegen nur ein Riemen mit beiden geführt, spricht man von Rudern.

In der heutigen Zeit ist das Rudern überwiegend als Kraftausdauer-Sport bekannt. Von der Gattung der Boote ist es abhängig, mit wie vielen Menschen ein Boot besetzt sein kann. Zumeist wird das an den olympischen Bootsgattungen festgemacht, welche Bootsgattungen vom Einer, dem Skiff, bis zum Achter zulassen.

Geschichte des Ruderns

In der Zeit vor der Erfindung der Antriebsmaschinen war das Rudern die beste Möglichkeit, auf offenem Wasser ohne Wind bzw. unabhängig davon, sich fortzubewegen. Bereits in der Antike wurde gerudert. Galeeren sind das beste Beispiel dafür. Oftmals bis zu drei Reihen übereinander wurden Sklaven auf den Decks angekettet, um die Galeere mit Rudern voranzutreiben.
Bereits in der frühen Geschichte wurde das Rudern als Sport betrieben. Die Verfeinerung dieser Sportart ging im 18. Jahrhundert von den Engländern aus. Der erste Ruderwettkampf wurde 1715 von dem Engländer Thomas Doggett ausgeschrieben. Er nannte diesen Wettkampf "Doggett´s Coat and Badge Race", welches 1775 als erste Regatta der Welt auf der Themse stattfand. Der Ruder-Achter erhielt seinen Bekanntheitsgrad durch die Universitäten von Oxford und Cambridge, welche sich in dieser Disziplin ab 1829 regelmäßig Wettkämpfe lieferten. Diese Regatta zählt weltweit zu den Bekanntesten und findet auch in der heutigen Zeit noch immer statt.

Der erste deutsche Ruderklub wurde 1836 in Hamburg gegründet, der "Hamburger Ruder Club". In Hamburg fand auch 1844 die erste deutsche Ruderregatta statt. Zur olympischen Disziplin wurde das Rudern im Jahre 1896. Da aber in diesem Jahr schlechtes Wetter vorherrschte, fiel der Wettkampf aus und fand 1900 erstmals statt.

Techniken beim Rudern

Beim Rudern muss zwischen zwei Techniken unterschieden werden, dem Skullen und dem Riemenrudern. Der Skuller führt mit jeder ein Skull, während der Ruderer einen Riemen mit beiden Händen führt, der ab dem Zweier von einem Ruderer Backbord und dem Zweiten Steuerbord durch das Wasser gezogen wird. Biomechanische Aspekte der Rudertechniken sorgen für eine Minimierung der körperlichen Belastung und zu einer Maximierung der Geschwindigkeit.

Die Ruderboote sind in allen Klassen mit einem Rollsitz ausgestattet, auf welchem die Ruderer während des Rudervorganges fließend vor und zurückrollen können. Das ermöglicht ihnen eine gleichmäßige und harmonische Ruderbewegung.
Um diese Rollbewegung zu harmonisieren, muss ab dem Zweier aufwärts besonders viel trainiert werden, damit maximale Leistungen erzielt werden können.

Mannschaften und Bootsklassen

Je nach Bootsgattung besteht eine Besatzung/Mannschaft aus einem bis acht Ruderern. Bei einer Besatzung aus mehreren Ruderern gibt es immer einen Schlagmann und einen Bugmann. Der Schlagmann gibt die Schlagfrequenz und damit die Geschwindigkeit des Ruderbootes vor. Der Bugmann ist der Beobachter, der auf andere Boote und die allgemeine Richtung achtet, um Kollisionen zu vermeiden. Beim Skullen kann der Bugmann kleinere Korrekturen auch allein vornehmen.

Die üblichen Bootsklassen in den Wettkämpfen teilen sich wie folgt auf:

  • Einer, auch Skiff genannt
  • Zweier mit Steuermann
  • Zweier ohne Steuermann
  • Doppelzweier ohne Steuermann
  • Vierer mit Steuermann
  • Vierer ohne Steuermann
  • Doppelvierer ohne Steuermann
  • Achter mit Steuermann.

Organisation im Rudersport

Die internationale Dachorganisation für den Wettkampfsport im Rudern ist der Weltruderverband, kurz FISA genannt.
Diesem Verband direkt untergeordnet ist der deutsche Dachverband, der Deutsche Ruderverband e. V., kurz DRV mit Sitz Hannover.

Der DRV stellt die Nationalmannschaften zusammen, vertritt die Interessen der ihm angeschlossenen Ruderer und ist für die Koordination der Vereinsarbeiten zuständig. Wollen Rudersportler an einem nationalen Wettkampf teilnehmen, müssen sie einem beim DRV gemeldeten Verein angehören. Dem DRV unterstellt sind die Landesruderverbände.

Wettkämpfe

Beim Rudersport muss wie bei allen Sportarten zwischen nationalen und internationalen Wettkämpfen unterschieden werden.
Wie für jeden anderen Sportler ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen das größte Ziel. Direkt danach kommt die Teilnahme an den Ruder-Weltmeisterschaften. Während die Olympiade nur alle vier Jahre stattfindet, werden die Weltmeisterschaften immer in den olympiafreien Jahren ausgetragen, in den Wettbewerben, welche keine olympische Disziplin sind, in jedem Jahr.

Die Teilnahme an den internationalen Wettbewerben setzt die nationale Ausscheidung voraus. In jedem Jahr werden die deutschen Rudermeisterschaften ausgetragen, an welchen die Mannschaften der deutschen Rudervereine teilnehmen und ihre deutschen Meister küren. Die Distanz zur Ermittlung der deutschen Meister beträgt die traditionelle Wettkampflänge von 2.000 m.
Üblicherweise nehmen alle bekannten Rudervereine daran teil.

Bekannte Rudervereine und Sportler

Dem DRV untergeordnet sind eine große Anzahl von Rudervereinen. Die bekanntesten stellen immer wieder deutsche Meister und Teilnehmer an den internationalen Wettbewerben. Diese kommen dann oftmals aus Vereinen wie Ruderverein Berlin von 1878, RTHC Bayer Leverkusen, Rendsburger Ruderverein, Rudergesellschaft Wetzlar 1880, Ruderverein Saarbrücken, Essen-Werdener Ruderclub oder Mainzer Ruderverein von 1880.

Teilnehmer der letzten Olympiade 2012 waren unter anderem im Achter mit Steuermann Filip Adamski, Andreas Kuffner, Eric Johannesen, Maximilian Reinelt, Richard Schmidt, Lukas Müller, Florian Mennigen, Kristof Wilke, Martin Sauer (S). Dieses Team holte sich in 2012 die Goldmedaille.

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