Moto Morini

Moto Morini

Geschichte der Motorradmarke Moto Morini: Bilder, News, Videos und Infos. Alle Moto Morini Modelle im Überblick.

Informationen zur Motorradmarke Moto Morini

Moto Morini gibt es bereits seit 1937. Ob Alfonso Morini als Gründer dieses Fahrzeugherstellers zur damaligen Zeit wohl bereits ahnte, welch' fulminanten Erfolg er mit seiner Firma eines Tages haben würde? Wohl kaum, denn die Fahrzeuge, mit deren Produktion man seit Unternehmensgründung begonnen hatte, gerieten mit der Zeit eher ins Hintertreffen. In der Tat dauerte es nicht lange, bis man sich dazu entschied, von der Herstellung einfacher Last-Dreiradfahrzeuge auf "echte" Motorräder umzusatteln. Dies war sodann der erste Schritt in eine vielversprechendere Zukunft von Moto Morini.

Das allererste Motorradmodell, welches im Hause Moto Morini "vom Band rollte", war die heute legendäre 125 Turismo. Das "gute Stück" wurde, was dem aufmerksamen Beobachter nicht entging, in Anlehnung an die DKW RT 125 konstruiert. Ein entscheidender Vorteil der Turismo war allerdings die so genannte Geradfederung im Bereich des Hinterrades. Wer auf besonders schnelles und holperfreies Fahren stand, der wusste schon damals um den Sinn dieser neuartigen Technologie. Wie dem auch sei - der Firmensitz von Moto Morini befindet sich in Casalecchio die Reno, also im Herzen der Urlauberhochburg Bolognia/Italien.

Ein Highlight der Nachkriegszeit

Vergleicht man die Marke Moto Morini einmal mit anderen führenden Namen aus der Motorradbauindustrie, dann fällt auf, dass das Unternehmen aus dem schönen Bologna heute nicht mehr jedem Motorrad-Fan geläufig ist. Vielmehr kommt in diesem Zusammenhang dem einen oder anderen beispielsweise die Moto Morini 3 1/2 in den Sinn, denn diese Maschine gilt noch heute als "das" Vorzeigeobjekt des Herstellers. Das Modell wurde 1971 am Markt etabliert und lässt zum Teil auch heute noch die Herzen anspruchsvoller Biker sowie derer, die es werden wollen, höher schlagen. Bei besagtem Motorrad handelt es sich um ein Motorrad, welches mit einem 72 Grad V2 ohv-Triebwerk ausgestattet ist und darüber hinaus über eine zahnriemengetriebene Zentralnockenwelle verfügt. Ein Oldtimer, wie er im Buche steht - so darf man dieses 1971er Kultobjekt heute mit Fug und Recht bezeichnen.

Immer neue "Kult-Bikes" aus dem "Stall" von Moto Morini

Aus verschiedenen Gründen übertrug die Unternehmensleitung im Jahre 1999 die Rechte am Namen Moto Morini an Motori Franco Morini, woraufhin auch gleich zwei weitere Hingucker entwickelt und dem begeisterten Markt präsentiert wurden. So ist diesbezüglich zum einen von der 9 1/2 sowie andererseits von der Corsaro die Rede. Auch Letztere sind längst in die ehrenvolle Riege der Kult-Bikes aufgenommen und erfreuen sich bei Oldtimer-Fans nach wie vor einer großen Beliebtheit. Überhaupt erblickten zahlreiche Motorrad-Highlights im "Stall" von Moto Morini das Licht der Welt. Diesbezüglich ist unter anderem die Briscola mit ihren 17 Zoll-Rädern zu nennen, die noch dazu mit einer speziell konzipierten Gabel bestückt war, um für mehr Schnelligkeit und Effizienz zu sorgen. Auch die Rebello nimmt hier einen sehr wichtigen Stellenwert ein, welche über kurz oder lang jedoch die 250 GP Bialbero wurde. Mit dieser Maschine wäre es im Jahre 1961 fast gelungen, den Weltmeistertitel zu holen. Es fehlten lediglich Sekundenbruchteile bis zum Platz auf dem begehrten Siegertreppchen. Was ein echter Fan von Moto Morini ist, der wird ganz sicher auch die Settebello 175 Aste Corte kennen und lieben. Diese Rennmaschine, die etwa im Jahre 1958 entwickelt bzw. gebaut wurde, hatte es wahrlich in sich. Fakt ist, dass dieses Bike sogar noch bis in die 1970er Jahre hinein von so manchem Liebhaber gefahren wurde. Nicht unerwähnt bleiben sollte darüber hinaus die Sbarazzino. Dabei handelt es sich um einen Einzylinder, der Mitte der 1956er Jahre gebaut und durchaus auch erfolgreich verkauft wurde.

Moto Morini Motorrad-Modelle im Überblick

Moto Morini Scrambler
Moto Morini Corsaro 1200
Moto Morini Granpasso 1200
Moto Morini Corsaro
Moto Morini Gran Motard 1200
Moto Morini 9 1/2
Moto Morini Corsaro Avio
Moto Morini 500 Sei-V
Moto Morini Corsaro 9 1/2
Moto Morini 3 1/2

Vom Rennstall zum Geländewagen - eine turbulente Geschichte

Wissenswert ist, dass Moto Morini übrigens nicht ausschließlich Rennmotorräder baute, sondern der Fokus lag später auch auf Geländesportmaschinen. Ein Blick auf die Zeit ab 1967 lässt Moto Morini -Fans wiederum ins Schwärmen geraten, denn bis Mitte der 1970er wurde die Regolarita Casa in unterschiedlichen Klassen konzipiert. So war das Modell sowohl mit 98 Kubik, als auch mit bis zu 163 buk zu haben. So bunt, kreativ und facettenreich die weite Welt der Fahrzeuge im Hause Moto Morini ist, so traurig mag es unter diesem Aspekt anmuten, dass das Unternehmen im Jahre 1986 von den Castiglioni-Brüdern übernommen worden war. Husquarna-, Ducati- und Cagiva-Fans wissen natürlich, was es damit auf sich hat. Und so durfte sich auch Moto Morini in die Riege dieser renommierten Namen eingliedern. Ziel war es damals, den riesigen Bedarf an Choppern zu decken, woraufhin in der Tat auch die New York 350 / 501 und die Excalibur 350 geschaffen wurden. Ein wirklicher Erfolg des Namens Moto Morini unter dem Castiglioni-Mantel blieb aber dann doch aus, sodass sich die Brüder nur etwa vier Jahre später dazu entschließen, die Produktion von Moto Morini Motorrädern aufzugeben. Heute ist ein Neffe des einzigen Unternehmensgründers Alfonso Morini Eigner des Unternehmens. Es handelt sich dabei um einen gewissen Maurizio Morini, der seit einiger Zeit erneut mit viel Einsatz und Engagement versucht, den Namen "Moto Morini "salonfähig" zu machen und an die vergangenen Erfolge der Marke anzuknüpfen.

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