Mitsubishi Pajero

Mitsubishi Pajero

Mitsubishi Pajero - Alle Testberichte auf einen Blick bei Motorvision. Alles was Sie schon immer über den Mitsubishi Pajero wissen wollten. News, Bilder & Videos.

Der Mitsubishi Pajero des japanischen Automobilherstellers gehört zum Geländewagen-Segment und wird seit 1983 weltweit angeboten. Er ist als drei- oder fünftüriges Steilheck oder zweitüriges Cabrio erhältlich. Durch die Erfolge bei der Rallye Paris-Dakar stieg die Bekanntheit und die Beliebtheit des Pajero. Seit 2006 ist die vierte Generation des Pajero verfügbar und ist mit einen 3,8 Liter V6 (181 kW) Benzin- und 3,2 Liter-R4 (118-147 kW) Dieselmotoren ausgestattet. 

Informationen zum Mitsubishi Pajero

Der Mitsubishi Pajero ist ein Geländewagen der japanischen Mitsubishi Motors. Er war erstmals im Jahr 1983 weltweit erhältlich. Seither wurde der Wagen in vier Generationen gebaut (L040, V20, V60, V80). Sein Namensgeber ist der Leopardus pajeros, der in unwegsamen Gebirgszügen Südamerikas lebt. Zu öffentlicher Berühmtheit kam der Pajero durch seine zahlreichen Erfolge bei der härtesten Motorsport-Rallye der Welt, der Rallye Paris-Dakar.


In spanischsprachigen Ländern sowie in Nordamerika hat der Pajero den Namen Montero, weil das spanische Wort pajero in der Vulgärsprache „Wichser“ bedeutet. Im Vereinigten Königreich heißt das Modell Shogun.
Die erste Generation hatte das gleiche Chassis wie der Pickup L200 und der Kleinbus L300 und wurde später von Hyundai als Hyundai Galloper mit leichtem Facelift neu aufgelegt.

Schon in den 1980er Jahren arbeiteten Mitsubishi und Chrysler zusammen. In Amerika war der Pajero auch von Dodge erhältlich und hieß dann Dodge Raider.

Erste Generation des Mitsubishi Pajero L040 (1982–1990)

Der Pajero ist serienmäßig mit zuschaltbarem Allradantrieb ausgerüstet. Dazu gibt es noch eine Geländeuntersetzung und gegen Aufpreis eine Differenzialsperre. Die Vorderräder sind einzeln an Doppelquerlenkern aufgehängt, hinten an einer Starrachse mit halbelliptischen Blattfedern. Der Pajero ist der erste Geländewagen, der vorne mit innenbelüfteten Scheibenbremsen ausgestattet ist.
Für Freiluftliebhaber wurde die kurze Ausführung des Pajero auch unter dem Namen Canvas-Top auch offen zum gleichen Verkaufspreis wie die geschlossene Version angeboten. Das originale Fetzendach mit drei Kunststofffenstern hat vielfältige Öffnungsmöglichkeiten. So kann man beide Seiten und das Heckfenster unabhängig voneinander hochrollen. Einige Hersteller boten darüber hinaus Hardtops in verschiedenen Ausführungen an. Mit dem Pajero wurde erfolgreich an der Rallye Dakar teilgenommen.

Heute sind die Pajeros der ersten Generation insbesondere wegen Rostproblemen fast völlig aus dem Straßenbild verschwunden.
Der Pajero wurde mit folgenden Motorisierungen angeboten:

  • 2600, Vierzylinder mit 2555 cm³ Hubraum in Reihenbauart und 76 kW (103 PS), 1982−1989
  • 3000 V6, Sechszylinder mit 2972 cm³ Hubraum 104 kW (141 PS), 1988−1991
  • 2300 TD, Vierzylinder-Turbodiesel mit 2346 cm³ Hubraum in Reihenbauart und 62 kW (84 PS), 1983−1986
  • 2500 TD, Vierzylinder-Turbodiesel mit 2477 cm³ Hubraum in Reihenbauart und 62 kW (84 PS), 1986−1989
  • 2500 TD, Vierzylinder-Turbodiesel mit 2477 cm³ Hubraum in Reihenbauart und 70 kW (95 PS), 1988−1991

Zweite Generation des Mitsubishi Pajero

Den zweiten Pajero gibt es in drei Karosserievarianten: als Dreitürer, Fünftürer und als dreitüriges Cabrio. Das Highlight des Modells mit dem Konzernkürzel V20 ist allerdings der flexible Super-Select-4-WD-Antrieb. Dieser zuschaltbare Allradantrieb (Basis Heckantrieb) mit Geländeuntersetzung (1,9:1) verfügt über ein Zentraldifferential mit Viskobremse, welches zusätzlich zu 100% gesperrt werden kann. Optional war auch eine Hinterachs-Differentialsperre verfügbar. V20 (1990–2000)

Pajero Classic

Gedacht als günstige Alternative zum im Jahr 2000 eingeführten Pajero V60 brachte Mitsubishi den Pajero V20 als Pajero Classic 2002 wieder auf den Markt. Das Fahrzeug war nach wie vor als Drei- und Fünftürer erhältlich, der Einstiegspreis lag mit 25.950 Euro für den Dreitürer bzw. 29.990 Euro für den Fünftürer signifikant unter dem des V60.

Einzige Motorvariante war ein 2,5-l Vierzylinder-Turbodiesel mit 85 kW/115 PS, schadstoffarm nach Euro 3. Der Classic wurde im Gegensatz zur ursprünglichen Baureihe V20 lediglich mit zuschaltbarem Allradantrieb produziert, der Super-Select-Allrad ist nicht verfügbar.

Dritte Generation des Mitsubishi Pajero V60 (2000–2006)

Die dritte Generation des Pajero kam im Jahr 2000 auf den deutschen Markt.

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger war dieses Modell mit Einzelradaufhängung an Vorder- und Hinterachse ausgestattet und ausschließlich mit dem Allradantrieb Super Select 4WD II erhältlich. Die Kugelumlauf- wurde gegen eine Zahnstangenlenkung ersetzt.

2002 wurde der Dieselmotor aufgrund geänderter Abgasvorschriften überarbeitet, was zu einem Leistungsverlust von fünf PS führte.
Im Jahr 2003 unterzog Mitsubishi dem V60 ein Facelift, erkennbar an runden anstelle von eckigen Nebelscheinwerfern.

Mitsubishi Pajero - Vierte Generation V80 (seit 2006)

Der aktuelle Pajero, der seit Februar 2007 wiederum als Dreitürer mit kurzem Radstand oder Fünftürer mit langem Radstand auf dem Markt ist, wurde technisch verbessert und optisch nur leicht verändert. Er verfügt über 3,3 Tonnen Anhängelast, einer selbsttragenden Karosserie mit integriertem Hilfsrahmen und wurde zusätzlich versteift.

Die Motoren wurden überarbeitet: Der Diesel wurde mit der Common-Rail-Einspritzung versehen (118 kW für Schaltgetriebe bzw. 125 kW für Automatikgetriebe); zudem haben die Diesel jetzt serienmäßig einen Partikelfilter an Bord. Der 3,5-l-V6-GDI-Benziner aus dem Vorgängermodell wurde gegen den 3,8-l-MPI-Benziner (bekannt aus dem Endeavor und Eclipse) getauscht. Die Motorleistung stieg von 149 auf 182 kW für den Dreitürer bzw. auf 184 kW für den Fünftürer.

Normverbrauch kombiniert ab 9,2 Liter (Dreitürer, CO2-Ausstoß ab 244 g/km) bzw. ab 9,3 Liter (Fünftürer, CO2-Ausstoß ab 246 g/km).
Im Jahr 2009 wurde der 3.2 DI-D-Motor überarbeitet und hat fortan eine Leistung von 147 kW/200 PS sowie ein maximales Drehmoment von 441 Nm. Außerdem sank der Normverbrauch auf 7,8 [8,2] Liter (Dreitürer, Schaltgetriebe [Automatik]) bzw. 7,9 [8,3] Liter (Fünftürer). Damit ergibt sich ein CO2-Ausstoß von 207 [216] g/km bzw. 209 [221] g/km. Die kurze Version erfüllt nun die Euro-5-Abgasnorm. Der V6-Benzinmotor wurde in Deutschland ab diesem Zeitpunkt nicht mehr angeboten.

2012 bekam der Pajero ein leichtes Facelift. Dabei wurde die Front mittels neuer Stoßfänger und überarbeitetem Kühlergrill modernisiert.

 

 

 

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