Mini

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Alle Fahr- und Testberichte der Automarke Mini auf einen Blick bei Motorvision. Alles was Sie schon immer über Mini wissen wollten. News, Bilder & Videos.

Ein Auto mit Kultstatus

Beim Kultauto mit der Bezeichnung Mini handelt es sich um einen PKW, der erstmalig von 1959 bis 2000 von den Autoherstellern Morris Motor Company und Austin Motors Company (später von Rover, British Leyland und British Motor Corporation, sowie Lizenzpartnern) produziert wurde. Seit 2001 tragen jedoch auch die Fahrzeuge der Marke MINI von BMW den Namen und die stilistischen Merkmale des ursprünglichen Modells. Der Original-Mini wurde zuerst mit dem Namen "Austin Seven" bzw. "Austin Se7en" und "Morris Mini Minor" vermarktet, da das neue Fahrzeug dem Austin 7 nachfolgte.

Der Mini war für damalige Zeiten, Mitte des 20. Jahrhunderts, ein revolutionäres, aber auch höchst skurriles Gefährt, das die Meinungen der Autoliebhaber spaltete, was sich bis heute nicht geändert hat - entweder man liebt das kleine Fahrzeug, oder man findet es peinlich und aufgrund eben der geringen Größe zu unsicher im Straßenverkehr, weil man als Insasse bei einem Zusammenstoß kaum geschützt ist.

Schon bald nach dem Produktionsstart hatte der Mini bereits Kultstatus erreicht und war stets auch ein gerne verwendetes Filmauto - so fuhren damit zum Beispiel Peter Sellers im Streifen "Ein Schuss im Dunkeln", die Beatles in der "Magical Mystery Tour", Michael Caine in "Charlie staubt Millionen ab", Bill Murray in "Agent Null Null Nix" und Ben Stiller in "Nach sieben Tagen ausgeflittert", außerdem Rowan Atkinson in "Mr. Bean", im Film wie auch in der Serie. Es haben auch viele Prominente privat einen Mini besessen, beispielsweise Twiggy, Peter Sellers, Marius Müller Westernhagen, Enzo Ferrari und auch die Beatles (jeder von ihnen fuhr einen eigenen Mini).

Der dreifache Formel 1-Weltmeister Niki Lauda hat 1968 als 18 Jahre alter Bursche bereits Bergrennen mit einem 1300er Mini Cooper S gefahren, mit diesem Auto begann allerdings auch für viele andere Sportler die Karriere in der Rennszene. Dieser Mini Cooper S hatte bei fast allen Modellen zwei einzelne Benzintanks im Heck des Wagens, um die zu jener Zeit geltenden Hubraumklassen optimal ausnutzen. Von 1964 bis 1967 gewann der Mini vier Mal in Folge die legendäre Rallye von Monte Carlo, wurde allerdings im Jahr 1966 wegen falscher Lampen in den Scheinwerfern disqualifiziert - weshalb genau in diesem Jahr die Verkaufszahlen des Autos, nicht nur in Frankreich, in die Höhe kletterten. Der Mini wird bis heute oft im Motorsport eingesetzt, aufgrund seines geringen Leistungsgewichts häufig bei Bergrennen.

Die Entwicklung des Mini

Entworfen wurde der originelle Kleinwagen für die British Motor Corporation, die im Jahr 1952 aus den beiden Autoherstellern Morris Motor Company und Austin Motor Company entstanden war, von einem britischen Ingenieur griechischer Herkunft namens Sir Alec Issigonis. Seine ersten Entwürfe des Mini zeichnete der Ingenieur auf eine Serviette bzw. Tischdecke - niemand ahnte damals, welcher Erfolg diesem kleinen Fahrzeug beschert sein sollte.
Die Besonderheit der Konstruktion dieses PKW bestand hauptsächlich in der Tatsache, dass der Frontmotor quer eingebaut wurde, das Getriebe unterhalb angeflascht war, welches mit dem Motorblock eine Einheit bildete und sich auch den Schmierstoff mit ihm teilte - das bedeutet, dass das Auto keine richtige Ölwanne besitzt. Aufgrund dessen, und auch weil die Räder von 1959 bis 1984 nur 10 Zoll klein gewesen sind, konnte die Fahrzeuglänge auf etwa drei Meter und einer geringen Grundfläche gehalten werden. Dieses System des gemeinsamen Ölkreislaufs hat sich allerdings nicht weiter durchgesetzt.
Auslöser für den Bau eines kleinen, sparsamen Autos war die Suezkrise im Jahr 1956, es handelte sich dabei um die erste Energiekrise, die sich auch deutlich auf die westliche Welt ausgewirkt hat.

Die ersten Mini, die in Birmingham hergestellt wurden, kamen Mitte August 1959 auf den Automarkt. Das letzte dieser Fahrzeuge lief Anfang Oktober 2000 vom Band, das Auto war in den 41 Jahren seines Bestehens nur in Details geringfügig verändert worden. Insgesamt wurden vom Mini, dem meistverkauften PKW Großbritanniens, fast fünfeinhalb Millionen Stück produziert.

Der Mini überlebte sogar seinen Nachfolger, den Mini Metro, von dem er die modifizierte Antriebstechnick übernahm. Cheftuner des Automobilwerks war John Cooper, der seine Erfahrungen mit dem A-Serien-Motor dann auch beim Mini anwandte. Nicht selten wird der Mini mit dem Mini Cooper gleichgestellt - dabei hat nur der Cooper, zumindest in den letzten Baujahren, weiße Streifen auf der Motorhaube und meist ein andersfarbiges Dach, außerdem gegenüber dem "einfachen" Mini eine deutliche Mehrleistung und auch eine andere Endübersetzung, beispielsweise beim SPi-Modell.

Der Mini und seine Modellvarianten

In die normalen Mini-Modelle wurden Motoren mit einem Hubraum von 848, 998, 1098 und 1275 cm³ eingebaut, die Cooper S-Version waren mit 970, 1071 und 1275 cm³ erhältlich. Allerdings haben selbst die beiden Modelle mit demselben Hubraum ansonsten nur wenige Gemeinsamkeiten.

Es existiert neben dem "normalen" Mini auch der Clubman mit einer eher eckigen Front. Außerdem ist das Auto als Limousine mit einem kurzen Radstand, als Pickup mit einem langen Radstand und als Kombi bzw. Van gebaut worden, der Clubman war nur als Limousine und Kombi erhältlich. Als Limousine mit geändertem Frontgrill und angehängtem Kofferraum wurde der Wolseley Hornet und der Riley Elf verkauft, des Weiteren ist ein Fun Mobil/Geländewagen namens Moke produziert worden. Der Mokie ist ursprünglich als Armeewagen konzipiert worden, wurde dann jedoch mangels Zuladung, Bodenfreiheit und Leistung nicht fürs Militär gebaut. Der Moke entwickelte sich dann zum Kultauto der 60er-Jahre, was unter Anderem daran lag, dass er im James Bond-Film "Man lebt nur zwei Mal" und in ein paar Folgen der TV-Serie "Nummer 6" zu sehen gewesen ist.

Die Modelle mit dem langen Radstand und den außen liegenden Türscharniren, also der Pickup, der zweisitzige Mini Van ohne Seitenfenster hinten und der Kombi mit einer Sitzbank hinten und Seitenscheiben, sind bis 1981 hergestellt worden. Der Mini Clubman Estate, ein Kombi mit eckiger Front und hinteren Seitenscheiben, hatte zeitglich mit den Limousinen innen angebrachte Türscharniere und Kurbelfenster. Der Clubman Estate hat eine andere Frontmaske als der Kombi und unterscheidet sich in einigen Details vom Van und Pickup.

Die beiden Kombis Traveller und Countryman sind baugleich mit dem Morris und dem Austin. Der Moris Traveller und der Austin Countryman mit Holzbeplankung wurden "Woody" genannt.

Eine relativ große Anzahl an Sondermodellen erweiterte die Mini-Palette, beispielsweise der Innocenti Cooper 1300, das Mini Cabrio, der Monte Carlo, der Special und einige den Jubliläums-Minis.

Im Typenschein wird bei allen Minis nur zwischen den Bezeichnungen MK I und MK II unterschieden, da sämtliche Modelle nie einer neuen Typenprüfung unterzogen worden sind.

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