Michael Schumacher

Michael Schumacher

Alle Informationen zu Michael Schumacher: Lebenslauf, Biografie, aktuelle News, persönliches, Privatleben, Bilder und Video von Michael Schumacher.

Der in der nordrhein-westfälischen Stadt Kerpen aufgewachsene Rennfahrer Michael Schumacher hält in der Formel 1 alle wichtigen Rekorde. Insgesamt sieben Mal wurde er in der bedeutendsten Rennserie Europas, in der er 91 Rennen gewann, Weltmeister. Deswegen zählt Schumacher für die Fachpresse und die Bevölkerung zu den größten deutschen Sportlern aller Zeiten. Darüber hinaus ist er auch für sein großes soziales Engagement bekannt. Nach seinem endgültigen Karriereende im Jahr 2012 geriet Schumacher im Dezember 2013 durch seinen tragischen Skiunfall weltweit in die Schlagzeilen.

  • Geboren: 3. Januar 1969 (Alter 46), Hürth
  • Größe: 1,74 m
  • Ehefrau: Corinna Schumacher (verh. 1995)
  • Geschwister: Ralf Schumacher, Sebastian Stahl
  • Kinder: Mick Schumacher, Gina-Maria Schumacher

Michael Schumacher Lebenslauf: Karriere und Erfolge

Bereits im Alter von vier Jahren begann Michael Schumacher mit dem Kartsport. In Kartrennen begegnete er späteren Formel-1-Kollegen und feierte viele Erfolge. Er fuhr erfolgreich in der Formel Ford und der Formel 3. Ab 1990 bestritt Schumacher für das Mercedes-Junior-Team mehrere Langstreckenrennen. Er nahm 1991 an einigen Rennen der japanischen Rennserie Formel 3000 teil und erreichte bei einem Rennen in Fugo den zweiten Platz.

Im August 1991 benötigte das Formel-1-Team Jordan einen Ersatzfahrer. Deswegen gab Michael Schumacher beim Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps sein Debüt in der Formel 1. Trotz seinem unterlegenen Wagen, der durch einen technischen Defekt in der ersten Runde ausfiel, empfahl sich Schumacher bei diesem Auftritt nachhaltig. Bereits nach Schumachers erstem Rennen kam ein Wechsel von Jordan zu Benetton-Ford zustande. Von Anfang an war er seinem Teamkollegen Nelson Piquet, der drei Mal die Weltmeisterschaft gewonnen hatte, überlegen. 1992 erreichte Michael Schumacher als Dritter der Fahrerwertung mehrere Podiumsplatzierungen und gewann den Großen Preis von Belgien. In der folgenden Saison siegte Schumacher beim Großen Preis von Portugal und belegte in der WM-Wertung den vierten Platz.

Nach zwei überlegenen Siegen zu Beginn der Saison 1994 galt Michael Schumacher als der große Favorit auf den WM-Titel. Während Schumacher auch beim anschließenden Großen Preis von San Marino überlegen siegte, starb sein größter Konkurrent Ayrton Senna an den Folgen eines schweren Unfalls. Durch mehrere Disqualifikationen wegen Regelverstößen von Benetton wurde die Saison wieder spannend. Dennoch rettete Michael Schumacher einen Punkt Vorsprung ins Ziel und wurde schließlich der erste deutsche Formel-1-Weltmeister. Die anschließende Saison dominierte Schumacher mit seinem Benetton-Renault fast durchgehend. Beim Großen Preis des Pazifik am 22. Oktober 1995 in Aida wurde er trotz zwei ausstehender Rennen vorzeitig Weltmeister.

Zur Saison 1996 wechselte Michael Schumacher zu Ferrari. In seinem ersten Jahr bei Ferrari gewann Schumacher mit einem hoffnungslos unterlegenen Ferrari drei Rennen und holte mehr als fünf Mal so viel Punkte wie sein Teamkollege Eddie Irvine. Obwohl sein Ferrari gegenüber dem Williams weit unterlegen blieb, lag Michael Schumacher 1997 vor dem letzten Saisonrennen in Führung. Durch die Folgen einer von Schumacher verursachten Kollision wurde jedoch Jacques Villeneuve Weltmeister. 1998 kämpfte Michael Schumacher mit dem im überlegenen McLaren-Mercedes fahrenden Mika Häkkinen ebenfalls bis zum letzten Saisonrennen um den WM-Titel. Im folgenden Jahr brach sich Schumacher beim Großen Preis von Großbritannien den Unterschenkel. Nachdem er sechs Rennen aussetzen musste, sicherte er im letzten Saisonrennen die erste Konstrukteursmeisterschaft von Ferrari nach 16 Jahren.

Die Saison 2000 wurde von Schumacher dominiert. Bereits im vorletzten Rennen in Japan wurde durch Michael Schumacher nach 21 Jahren wieder ein Ferrari-Fahrer Formel-1-Weltmeister. Im folgenden Jahr wurde er in Ungarn bereits vier Rennen vor Saisonende Weltmeister. 2002 wurde Schumachers Dominanz noch größer. Er gewann elf von 17 Rennen und stand bereits im Juli trotz sechs ausstehenden Rennen als Weltmeister fest. In der Saison 2003 wurde er erst im letzten Saisonrennen vor dem Finnen Kimi Räikkönen erneut Weltmeister. 2004 brach Michael Schumacher mit 13 Siegen nahezu alle Saisonrekorde der Formel 1 und sicherte sich im August in Belgien vorzeitig seinen siebten WM-Titel. In der folgenden Saison war Schumachers Ferrari durch Regeländerungen gegenüber Renault und McLaren unterlegen. 2006 hatte Michael Schumacher gute Chancen auf den Gewinn des WM-Titels, ehe sein Konkurrent Fernando Alonso im vorletzten Rennen von einem technischen Defekt Schumachers profitierte. Zuvor hatte Schumacher bereits seinen Rücktritt zum Saisonende erklärt.

2010 gab Michael Schumacher für das neue Mercedes-Werksteam ein überraschendes Comeback und unterzeichnete einen Dreijahresvertrag. In dem unterlegenen Wagen erreichte Schumacher nur ein Mal das Podium. Am Ende der Saison 2012 gab er seinen endgültigen Rücktritt bekannt.

Formel 1 Statistik 

Formel 1 Saison Team Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schnellste Rennrunden Punkte WM-Pos.
1991 Team 7UP Jordan 1 14.
Camel Benetton Ford 5 4
1992 Camel Benetton Ford 16 1 3 4 2 53 3.
1993 Camel Benetton Ford 16 1 5 3 5 52 4.
1994 Mild Seven Benetton Ford 14 8 2 6 8 92 1.
1995 Mild Seven Benetton Renault 17 9 1 1 4 8 102 1.
1996 Scuderia Ferrari 15 3 3 2 4 2 59 3.
1997 Scuderia Ferrari Marlboro 17 5 3 3 3 78 -
1998 Scuderia Ferrari Marlboro 16 6 2 3 3 6 86 2.
1999 Scuderia Ferrari Marlboro 10 2 3 1 3 5 44 5.
2000 Scuderia Ferrari Marlboro 17 9 2 1 9 2 108 1.
2001 Scuderia Ferrari Marlboro 17 9 5 11 3 123 1.
2002 Scuderia Ferrari Marlboro 17 11 5 1 7 7 144 1.
2003 Scuderia Ferrari Marlboro 16 6 2 5 5 93 1.
2004 Scuderia Ferrari Marlboro 18 13 2 8 10 148 1.
2005 Scuderia Ferrari Marlboro 19 1 3 1 1 3 62 3.
2006 Scuderia Ferrari Marlboro 18 7 4 1 4 7 121 2.
2010 Mercedes GP Petronas 19 72 9.
2011 Mercedes GP Petronas F1 Team 19 76 8.
2012 Mercedes AMG Petronas F1 Team 20 1 1 49 13.
Gesamt 307 91 43 21 68 77 1566  

Michael Schumacher im Interview - Video

Persönliches und Privatleben

Michael Schumacher beendete im Jahr 1989 eine erfolgreiche Ausbildung zum Kfz-Mechaniker. 1995 heiratete er seine Frau Corinna. Ein Jahr später zog er in die Schweiz um und gründete eine Familie mit zwei Kindern. Für den FC Echichens war Schumacher auch während seiner Rennfahrerkarriere als Amateurfußballer aktiv. Nach einem schweren Sturz auf der Skipiste des französischen Wintersportorts Méribel im Dezember 2013 befand sich Michael Schumacher für mehrere Wochen in Lebensgefahr. Erst nach rund sechs Monaten erwachte er aus dem Koma.

Soziales Engagement

Schumacher unterstützte die Kampagne "Keine Macht den Drogen" durch Werbung im Fernsehen und auf Plakaten. Er wurde im April 2002 zum UNESCO-Sonderbotschafter ernannt, weil er sich für viele Hilfsprojekte der internationalen Organisation engagierte. 2004 spendete Michael Schumacher nach dem Erdbeben im Indischen Ozean 10 Millionen Dollar, um den von dieser Katastrophe betroffenen Menschen zu helfen. Auch im Rahmen von Benefiz-Fußballspielen hat sich Schumacher oft für soziale Projekte engagiert.

Rekorde in der Formel 1

  • Die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit in einem Grand Prix: 247,586 km/h in Monza (2003)
  • Die meisten angeführten Rennen: 142
  • Die meisten Doppelsiege von Teamkollegen: 24 (mit Rubens Barrichello)
  • Die meisten Führungskilometer: 24.110
  • Die meisten Führungsrunden: 5.111
  • Die meisten gefahrenen Kilometer (absolut): 81.188
  • Die meisten Grand-Prix-Siege in einer Saison: 13 (2004)
  • Die meisten Grand-Prix-Siege: 91
  • Die meisten Hattricks: 22
  • Die meisten Podestplätze: 155
  • Die meisten Podestplatzierungen in einer Saison: 17 in 17 Rennen (2002)[# 4]
  • Die meisten Podestplatzierungen in Folge: 19 (2001/2002)
  • Die meisten Pole-Positions: 68
  • Die meisten Punkte nach dem 2010er-System: 3890
  • Die meisten Punkteplatzierungen (absolut): 190
  • Die meisten schnellsten Runden in einer Saison: 10 bei 18 Starts (55,6 %) im Jahr 2004
  • Die meisten schnellsten Runden: 77
  • Die meisten Siege bei einem Grand Prix (absolut): 8 beim GP Frankreich
  • Die meisten Siege von der Pole-Position: 40
  • Die meisten Startplätze in der ersten Reihe: 115
  • Die meisten Tage als amtierender Weltmeister: 1814 (8. Oktober 2000 bis 25. September 2005)
  • Die meisten WM-Punkte bei einem Grand Prix (absolut): 106 beim GP Kanada
  • Die meisten WM-Titel in Folge: 5 (2000–2004)
  • Die meisten WM-Titel: 7 (1994, 1995, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004)
  • Die meisten Zielankünfte pro Rennen in einer Saison: 100 % (17 in 17 Rennen) im Jahr 2002
  • Die meisten zweiten Plätze: 43
  • Die schnellste WM-Entscheidung: nach 11 von 17 Rennen (64,7 %) im Jahr 2002

Ehrungen

Die europäischen Sportjournalisten wählten Schumacher 1994 erstmals zu Europas Sportler des Jahres. 1995 wurde Michael Schumacher als Deutschlands Sportler des Jahres und mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Das Silberne Lorbeerblatt und den Goldenen Löwen erhielt er im Jahr 1997. Zwischen 2001 und 2003 gewann Schumacher drei Mal erneut die Wahl zu Europas Sportler des Jahres. 2001 wurde in Kerpen die Michael Schumacher-Straße eingeweiht. In diesem Jahr wählten außerdem die Leser der französischen Sportzeitung L'Équipe den deutschen Rennfahrer zum Weltsportler des Jahres. Die italienische Stadt Modena ernannte Schumacher 2001 zum Ehrenbürger.

In den Jahren 2002 und 2004 erhielt er bei den Laureus World Sports Awards die Auszeichnung für den besten Sportler der Welt. Außerdem wurde er 2004 erneut Deutschlands Sportler des Jahres und durch das ZDF als Sportler des Jahrhunderts ausgezeichnet. In Maranello erfolgte 2006 Schumachers Ernennung zum Ehrenbürger. Das Michael-Schumacher-S auf dem Nürburgring wurde 2007 eingeweiht. 2012 wurde er von der belgischen Stadt Spa zum Ehrenbürger ernannt. Die Einweihung der Michael-Schumacher-Kurve auf dem Bahrain International Circuit erfolgte 2014. Im selben Jahr erhielt er den Bambi Milleniumpreis.

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