McLaren MP4-12C

McLaren 12C

McLaren MP4-12C - Alle Testberichte auf einen Blick bei Motorvision. Alles was Sie schon immer über den McLaren MP4-12C wissen wollten. News, Bilder & Videos.

Der McLaren 12C, zu Beginn auch MP4-12C genannt, ist ein von McLaren Automotive entworfener und gebauter Sportwagen mit einer Karbon-Chassis-Struktur und 3,8-l-V8-Mittelmotor, der im Herbst 2009 erstmals gezeigt wurde und seit 2011 an die Kunden ausgeliefert wird. Im November 2012 erhielt der Sportwagen den Titel Car of the Year sowie den Award als Best Supercar im Rahmen den Middle East Auto Awards verliehen.

McLaren 12C
Hersteller: McLaren Automotive
Produktionszeitraum: seit 2011
Klasse: Sportwagen
Karosserieversionen: Coupé, Roadster
Motoren: Ottomotor:
3,8 Liter (460 kW)
Länge: 4507 mm
Breite: 1909 mm
Höhe: 1199 mm
Radstand: 2670 mm
Leergewicht: 1302 kg

Namensgebung des McLaren 12C

MP4 steht für „McLaren Project 4“. Der Name schlägt eine Brücke zum Formel-1-Team McLaren Racing, welches seit 1981 (Fusion von McLaren Racing mit Project 4) sämtliche Rennautos mit dem Präfix MP4 bezeichnet. Die Ziffer 12 ist eine Zahl auf dem internen Leistungindex von McLaren, welcher sowohl die eigenen Fahrzeuge als auch diejenigen der Konkurrenz miteinbezieht. C steht für „Carbonfibre MonoCell“. Ende 2012 wurde die Bezeichnung von McLaren MP4-12C auf McLaren 12C verkürzt.

Produktion

Der MP4-12C bzw. 12C ist eine komplette Eigenentwicklung von McLaren. Gefertigt werden die meisten Komponenten allerdings bei Zulieferern außer Haus. Im hauseigenen MPC (McLaren Production Center) erfolgt nur noch die Endmontage. So entsteht das Kohlefaser-Monocoque bei der österreichischen Firma CarboTech, das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kommt von der italienischen Firma OC Oerlikon Graziano und der Motor vom britischen Hersteller Ricardo.

Design des McLaren 12C

Das finale Design des Wagens wurde am 8. September 2009 präsentiert, wobei die Karosserie des Zweisitzers aerodynamischen Anforderungen folgt. Im Gegensatz zum dreisitzigen Supersportwagen McLaren F1 hat der 12C eine gewöhnliche Zweisitzer-Anordnung.

Gewicht

Das Hauptaugenmerk bei der Konstruktion des Fahrzeuges wurde auf Gewichtsersparnis gelegt. Als Basis dient das sehr stabile und sehr leichte Kohlefaserchassis Monocell. Die kompakte Bauweise, Karosseriepaneele aus ultradünnem Sheet molding compound, ein faserverstärktes Leichtbaumaterial, eine Leichtbauverbundbremsanlage mit hohem Aluminiumanteil – optional ist auch eine Keramikbremsanlage erhältlich – und eine Verlegung der Kühler ins Heck (längs eingebaut, damit kürzer und leichter) helfen das Gewicht gering zu halten.

Auch auf einen CD-Player wurde verzichtet, weil dieser zu schwer sei, so McLaren, und ein leichter MP3-Player dieselben Dienste verrichten könne. Selbst im Gramm-Bereich wurde Gewicht gespart. Das Fahrzeuglogo wurde auf dem Motorblock nicht als Emblem sondern als Gravur (in das sowieso vorhandene Aluminium) eingearbeitet.

McLaren 12C MonoCell

Als weltweit erstes und bisher einziges Serien-Fahrzeug bietet McLaren seinen Kunden im 12C ein extrem verwindungssteifes, weniger als 80 kg schweres Kohlefaser-Monocoque mit separater Karosserie, bei McLaren für Straßenfahrzeuge „MonoCell“ genannt. CarboTech, ein rennsportorientierter Hersteller von Verbundwerkstoff-Bauteilen, hat mit McLaren eine Technologie entwickelt, mit der auch komplexe Kohlefaser-Strukturen (z. B. Hohlräume), in einem Stück gefertigt werden können. Die MonoCell besitzt eine Fertigungstoleranz von unter 0,5 Millimetern. Diese Sicherheitszelle bildet das Rückgrat des Sportwagens. CarboTech erhielt in diesem Zusammenhang den bisher weltgrößten Fertigungsauftrag für Monocoques. Jährlich sollen ca. 4.000 Stück produziert werden, bei einem Gesamtproduktionsvolumen von ca 25.000 (für 12C und seine Derivate).

An diese Zelle wird im Heck ein Rahmen angeschraubt, der den kompakten 3,8-l-V8-Biturbomotor aufnimmt. Eine Crashbox bildet den Heckabschluss. Vorn sind die Windschutzscheibe und ebenfalls eine Crashbox angefügt. Alle Rahmenbauteile bestehen aus leichtem und sehr verwindungssteifem stranggepresstem Aluminium. Sogar die Anbauteile wie Deckel und das Dach sind aus Alu, nur die Türen bestehen aus Glasfaserverstärktem Kunststoff. Der neue 12C bringt damit weniger als 1.400 Kilo auf die Waage.

Motor des McLaren 12C

Der 3,8-Liter-V8-Biturbo-Mittelmotor ist gut sichtbar unter einer Glashaube eingebaut. Der 12C wird von einem von McLaren entwickelten und bei Ricardo produzierten Doppelturbo-V8-Motor mit 3,8 Litern Hubraum angetrieben, der eine Leistung von maximal etwa 447 kW (608 PS) und ein maximales Drehmoment von 572 Nm erzeugt. Mit dem Modelljahr 2013 wurde die Leistung über eine neu programmierte Motorsteuerung auf 460 kW (626 PS) erhöht. Besitzer bereits ausgelieferter Modelle können die Leistung ihrer Fahrzeuge kostenlos von McLaren anheben lassen. 80 % des Drehmoments sollen schon ab einer Drehzahl von 2.000/min anliegen und die Maximaldrehzahl soll etwa 8.500/min betragen. Die Motoraufladung erfolgt über je einen Turbolader pro Zylinderbank. Die Kurbelwelle wurde nicht wie beim typischen „amerikanischen“ V8-Motor in Cross-plane-Auslegung, sondern – wie zum Beispiel bei Ferrari – als Flat-plane-Kurbelwelle ausgeführt, wodurch der Motor mit weniger Ausgleichsgewichten und damit weniger Gesamtmasse gebaut werden kann. McLaren gibt an, dass der Motor ein besseres Verhältnis von Leistung zu CO2-Emission haben würde als alle anderen zu dem Zeitpunkt verfügbaren Verbrennungsmotoren. Der Motorcode lautet M838T.

Getriebe des McLaren MP4-12C

Die Kraftübertragung erfolgt über ein von OC Oerlikon Graziano geliefertes Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen. Das Getriebe nutzt eine „Pre-Cog“ genannte Technik, bei der der Fahrer den nächsten Gang vorwählen kann. Die Schaltwippen lassen sich hierzu mit geringer Kraft vorspannen. Dies ermöglicht schnellere Gangwechsel.

McLaren MP4-12C - Bremsen und Reifen

Der McLaren 12C nutzt Technologien aus der Formel 1, zum Beispiel das sogenannte „brake steer“, bei der das kurveninnere Hinterrad bei hohen Kurvengeschwindigkeiten abgebremst wird, um das Untersteuern des Fahrzeugs zu reduzieren. Die Aerodynamik optimieren aktive Karosserieelemente, zusätzliche Verzögerungsarbeit leistet eine Luftbremse. Die Schmiedefelgen messen 19 Zoll an der Vorderachse und 20 Zoll hinten.

Versionen des McLaren:

McLaren MP4-12C Spider

Neben einem zweitürigigem Coupé wird der12C auch als Spider-Version mit elektrisch versenkbarem Hardtop aus Kohlefasern angeboten.[9] Bei geschlossenem Dach kann der Verdeckkasten als zusätzlicher Stauraum mit 52 Liter Volumen genutzt werden. Ein passendes Taschenset wird von McLaren mitgeliefert.

McLaren Can Am

Der McLaren 12C Can Am ist eine auf 30 Stück limitierte Sonderserie. Der Can Am verfügt über keine Straßenzulassung. Die Leistung des Motors wurde auf 470 kW (639 PS) angehoben und das Gewicht des Fahrzeugs im Vergleich zum Serienmodell um ca. 100 kg gesenkt. Die Ausstattung des Can Am umfasst unter anderem ein Lenkrad im Formel 1-Stil sowie einen Überrollkäfig und zwei Rennschalensitze mit Vierpunktgurten. Der Preis des Can Am liegt bei ca. 470.000 Euro.

Wie ist der McLaren MP4-12C am Markt positioniert?

Der Verkaufspreis in Deutschland beträgt für das Coupé ca. 200.000 Euro und für den Spider ca. 230.000 Euro. Dementsprechend sind die direkten Konkurrenten des 12C der Aston Martin DB9, Ferrari 458 Italia, Lamborghini Gallardo und der Porsche 911 GT3. Selbst mit wesentlich teureren Supersportwagen sollen die Fahrleistungen des 12C mithalten können. Die ersten Sportwagen wurden im August 2011 an Kunden ausgeliefert. Der Mittelmotor-Sportwagen ist das erste von vorläufig vier geplanten Serienmodellen, die jährlich 4.000 Einheiten ausmachen sollen. Die Technologie des 12C, von dem jährlich maximal 1.500 Einheiten geplant sind, soll auch bei den geplanten Modellen verwendet werden.

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