Google Unternehmen - Historie der Suchmaschine

Google

Google ist eine Suchmaschine des US-amerikanischen Unternehmens Google Inc. Alle zur Historie von Google und die Produkte: Maps, News, Chrome & viele mehr.

Google ist eine Suchmaschine des US-amerikanischen Unternehmens Google Inc. Übereinstimmende Statistiken zeigen bei weltweiten Suchanfragen Google als Marktführer unter den Internet-Suchmaschinen. Der Vorläufer BackRub startete 1996, seit 27. September 1998 ist die Suchmaschine unter dem Namen Google online. Seitdem hat sich ihre Oberfläche nur geringfügig verändert. Durch den Erfolg der Suchmaschine in Kombination mit kontextsensitiver Werbung aus dem AdSense-Programm konnte das Unternehmen Google Inc. eine Reihe weiterer Software-Lösungen finanzieren, die über die Google-Seite zu erreichen sind.

Die Suche ist allerdings nach wie vor das Kern-Geschäftsfeld von Google. Zeitweise verwendete der Konkurrent Yahoo gegen Bezahlung die Datenbanken von Google für die eigene Suche.

 

Der Name „Google“

Etymologie

Die Bezeichnung Google basiert auf einem Wortspiel, manche Quellen sprechen auch von einem Rechtschreibfehler, mit der US-amerikanischen Aussprache des Wortes googol. Milton Sirotta, der Neffe des US-Mathematikers Edward Kasner, hatte den Ausdruck im Jahr 1938 geprägt, um der Zahl mit einer Eins und hundert Nullen (10100) einen Namen zu geben. Die Google-Gründer wiederum suchten eine treffende Bezeichnung für die Fülle an Informationen, die ihre Suchmaschine im Web finden sollte.

Das Verb „googeln“

Der Rechtschreib-Duden nahm das Verb googeln (sprich: [ˈɡuːgl̩n] „guhg(e)ln“) 2004 in die 23. Auflage auf.

 

2006 forderte Google Zeitungs- und Wörterbuchredaktionen auf, „to google“ oder „googeln“ nicht allgemein als die „Suche im Internet“ zu bezeichnen, um einer Gattungsbegriffbildung und damit dem Verlust des Markenschutzes vorzubeugen. Auf eine Bitte von Google wurde der Eintrag in der 24. Auflage des Dudens als „mit Google im Internet suchen“ genauer definiert.

Arbeitsweise der Google-Suche

Indexierung von Internetseiten

Die Google-Suchmaschine folgt mit Hilfe von Webcrawlern den gefundenen Links und versucht so, viele publizierte Seiten in ihren Suchindex aufzunehmen. Zum Umfang dieser Datenbank siehe Indexgröße. Dabei werden die Seiten nach Suchbegriffen und Schlüsselworten aufgegliedert.

Sortierung der Suchergebnisse

Google zielt darauf ab, den Nutzern die Suchergebnisse nach Relevanz sortiert zu liefern. Der Sortieralgorithmus der Suchergebnisse stützt sich unter anderem auf ein patentiertes Verfahren, das den sogenannten PageRank-Wert errechnet. Dieser repräsentiert die Linkpopularität, d. h. er gibt an, wie gut und von wem ein Dokument verlinkt ist. Neben dem PageRank werden weitere Faktoren in die Sortierung einbezogen, so wird z. B. das Auftreten der Suchbegriffe im Dokumententitel oder in Überschriften gewertet. Des Weiteren spielt die Verwendung der Begriffe als Ankertext in verweisenden Dokumenten eine große Rolle. Letzteres wird bei Google-Bomben missbraucht. Google gibt an, mehr als 200 Faktoren in die Berechnung einfließen zu lassen. Google passt seine Algorithmen laufend an, um auf neue Trends zu reagieren. Aber auch gleichzeitig durchgeführte Suchen mit dem gleichen Suchbegriff führen nicht zur gleichen Reihenfolge der Ergebnisse auf Google. So bezieht Google etwa auch den Standort des Benutzers und die von ihm ausgewählte Sprache in die Sortierung ein. Auch werden die Suchergebnisse immer mehr personalisiert. In dem sogenannten Webprotokoll speichert Google u. a. die durchgeführten Suchen sowie die daraufhin besuchten Seiten. Damit soll es für den jeweiligen Benutzer relevantere Ergebnisse liefern, in dem es annimmt, dass etwa jemand, der sich in der Vergangenheit für die Sportart Golf und damit verwandte Begriffe interessiert hat, bei einer Suche nach „Golf“ eher wieder die Sportart meint und nicht etwa das Auto VW Golf. Im Dezember 2012 führt Google den Knowledge Graph ein, welcher bei bestimmten Suchbegriffen wie Tiere, Orte, Bauwerke und Menschen der Historie auf der rechten Seite eine Detailansicht mit Daten anzeigt. Ebenfalls werden ähnliche Suchbegriffe/Objekte angezeigt. Auch beantwortet Google nun selber einfache Fragen. So wird z. B. bei der Frage: "Wie hoch ist der Eiffelturm?" noch über dem ersten Ergebnis die Antwort (324 m) eingeblendet. Die gewichtigste Modifikation des Suchalgorithmus war der 2013 neu eingeführte Algorithmus Hummingbird, der zum Zeitpunkt der Einführung rund 90 % aller Suchanfragen beeinflusste. Hummingbird bewertet neben der Linkpopularität auch die Verbindung zwischen den einzelnen Worten einer Suchanfrage. Dies ist von Bedeutung, weil Suchen zunehmend über die Spracheingabe von Smartphones stattfinden. Die Wochenzeitung Die Zeit kritisierte im Juni 2011: „Wenn wir mit Google suchen oder Neuigkeiten bei Facebook lesen, passt das Netz sich unmerklich unseren Vorlieben an. Was bedeutet diese Verengung der Welt?“ Die exakte Funktionsweise der Ergebnissortierung ist Googles Betriebsgeheimnis. Google möchte damit auch verhindern, dass nicht relevante Seiten durch Manipulationen der Anbieter unangemessen hoch in den Ergebnissen präsentiert werden. Diese Anbieter wenden dazu Methoden der Suchmaschinenoptimierung an. Eine solche Optimierung ist in bestimmtem Maße von Google erwünscht, etwa um die Seite für Googles Algorithmen verständlicher zu gestalten. Beispielsweise kann Text, wenn er nur in einer Grafik enthalten in die Website eingebunden wurde, nicht von Google erkannt werden.

Gesetzliche Einschränkungen

Das politische Umfeld erlaubt teilweise nicht, dass alle Suchergebnisse angezeigt werden. Beispielsweise können in der Schweiz private Personen eine Löschung eines Links fordern, sofern ein Link im Zusammenhang mit der eigenen Person im Suchergebnis von Google erscheint. Diesbezüglich muss sich Google Inc. an das Bundesgesetz über den Datenschutz halten. Auch in Deutschland und anderen Staaten blendet Google mitunter Suchergebnisse aus, die nicht mit den nationalen Gesetzen vereinbar sind. Im August 2012 wurde bekannt, dass Google ab sofort auch Seiten mit urheberrechtsverletzenden Inhalten aus den Suchergebnisse entfernen oder deren Bewertung entsprechend herabsetzen will. Ausdrücklich ausgenommen davon ist die Google-Tochterfirma YouTube.

Verschlüsselte Suchanfragen

Im Oktober 2011 hat Google angekündigt, Suchanfragen auf eine verschlüsselte Verbindung umzustellen, damit Angreifer im gleichen Netzwerk keine persönlichen Daten der Anwender mitlesen können. Im ersten Schritt soll die Google-Suche über HTTPS für alle Personen mit Google-Konto aktiviert werden, nicht angemeldete Nutzer müssen weiterhin direkt die HTTPS-Adresse aufrufen. Google ist eine der wenigen Websites, die für HTTPS-Anfragen Perfect Forward Secrecy bei der Schlüssel-Verhandlung einsetzt (ECDHE-ECDSA).

Google Design

Das Design von Google ist einfach gestaltet und bietet u. a. folgende Funktionen:

  • Bereits während der Eingabe wird das Eingetippte zu möglichen Suchbegriffen vervollständigt. Dieses Verfahren heißt Google Instant.
  • Wenn der Benutzer ein Suchwort eintippt, werden die am häufigsten gesuchten Begriffe unter dem Tippfeld angezeigt. Dieses Verfahren heißt automatische Vervollständigung.
  • Auf der Ergebnisseite wird links eine Leiste angezeigt, mit der man schnell zu Suchdiensten wie der Bildersuche wechseln kann.
  • Wenn der Benutzer nach dem Eintippen des Suchbegriffes auf die Schaltfläche Auf gut Glück klickte, wurde er direkt zum ersten Suchergebnis weitergeleitet. 2013 wurde die Funktion diese Buttons umgewidmet und man landet seitdem auf einer Übersicht der Google Doodles.

Das Logo ist der Firmenname „Google“, geschrieben in vier Farben: blau für die beiden Buchstaben „G“, rot für das „o“ und „e“, gelb für das zweite „o“ und grün für das „l“. Die Schriftart – Catull – wurde 1982 von Gustav Jäger für die H. Berthold AG gestaltet. Das Logo wurde einige Male leicht geändert.

Hintergrundbilder für die Startseite

Seit dem 3. Juni 2010 bot Google für Nutzer mit einem Google-Konto die Möglichkeit, statt des weißen Hintergrundes ein persönliches Hintergrundbild einzufügen, dieses Feature wurde aber mit dem letzten Update des Designs wieder entfernt. Am 10. Juni 2010 experimentierte Google mit stündlich wechselnden Hintergrundbildern auf der Startseite – diese Änderung wurde aber vorzeitig abgebrochen, da die Nutzer durch die Änderung irritiert waren.

Technik

Hardware-Architektur

Google Data Center in The Dalles, Oregon. Im Vordergrund die Hochspannungsanlage zur Stromversorgung

Google Inc. betreibt weltweit eine Reihe von Rechenzentren, die jeweils die komplette Funktionalität der Suchmaschine enthalten. Eine Benutzeranfrage wird, gesteuert durch das Domain Name System, im Idealfall an das netztopologisch nächste Rechenzentrum – nicht immer mit dem geografisch nächstgelegenen identisch – geleitet und von ihm beantwortet. Fällt ein Rechenzentrum komplett aus, übernimmt ein anderes.

Die Standorte sind derzeit:

  • Berkeley County, South Carolina
  • Council Bluffs, Iowa
  • Douglas County, Georgia
  • Mayes County, Oklahoma
  • Lenoir, North Carolina
  • The Dalles, Oregon
  • Hamina, Finnland
  • Saint-Ghislain, Belgien

Im Dezember 2011 begann Google, Rechenzentren in Singapur und Hongkong zu errichten. Ein weiteres soll in Taiwan entstehen. Dies wurde von Beobachtern als Zeichen gewertet, dass Google in Asien ein großes Wachstum erwartet.

Jedes Rechenzentrum besteht aus einem Computercluster. Die verwendeten Rechner sind IBM-kompatible Personal Computer, bestehen also aus preiswerten Standardkomponenten. Hier kommt das selbstentwickelte Google File System zum Einsatz, eine verteilte Architektur, bei der alle Daten mehrfach redundant auf verschiedenen Geräten gespeichert sind. Ist einer der Rechner oder nur eine Festplatte eines Rechners ausgefallen, werden die entsprechenden Daten von einer anderen Stelle im Cluster auf einen Ersatzrechner kopiert und die ausgefallene Hardware-Komponente kann im laufenden Betrieb ausgetauscht werden, ohne dass Ausfälle entstehen. Das Gesamtsystem ist skalierbar, d. h. dass nach Bedarf weitere Rechner und Festplatten hinzugefügt werden können. Durch Ablage der einzelnen Datenstrukturen (Indizes, Dokumentenkopien, Verzeichnisse aller Art) auf verschiedenen Rechnern und die große Anzahl verfügbarer Einzelrechner lassen sich Anfragen sehr schnell beantworten, da durch die Parallelisierung der zu erledigenden Arbeit nur ein Bruchteil der Zeit benötigt wird, die ein einzelner Rechner benötigen würde. Praktisch beschäftigen sich bis zu 1000 Einzelrechner mit jeder Suchanfrage. Eine Antwortzeit von höchstens einer halben Sekunde wird als Richtwert angestrebt. Die schnelle Lieferung von Ergebnissen hatte auch frühzeitig zur Popularität von Google beigetragen. Die Konkurrenz ließ sich mit der Anfragebeantwortung oft mehr Zeit. Insbesondere bei inkrementellen Anfragen, also immer weiter verfeinerten Anfragen des Benutzers, der das jeweils vorherige Suchergebnis berücksichtigt, ist die Zeitersparnis insgesamt deutlich spürbar.

Software

Als Betriebssystem wird eine funktionsreduzierte Variante der Linux-Distribution Red Hat verwendet. Die Programmiersprachen C, C++ und Python sind die wesentliche Basis der Implementierung der proprietären Suchmaschinensoftware.

MapReduce

Der zentrale Aspekt aller verteilten Google-Anwendungen, allen voran die Indexierung des Internets und die Suche darin, ist der von Google entwickelte Algorithmus MapReduce für die automatisierte Parallelisierung von Arbeitsaufträgen in Clustern. Der Entwickler muss bei diesem speziellen Programmierstil nur zwei Hooks implementieren, die, in Anlehnung an entsprechend benannte und ähnlich arbeitende Funktionen der Lisp-Sprachfamilie, map und reduce genannt werden. Die Map-Funktion erzeugt dabei in allen entsprechend entworfenen Anwendungen aus dem gesamten Input (zum Beispiel der Gesamtheit aller betrachteten Webseiten) eine Liste von Zwischenresultaten in Form von Wertepaaren, die einen Schlüssel mit einem symbolischen Wert kombinieren. Zum Beispiel wird so für jedes Vorkommen von „Wert“ in einem Text ein Paar ('Wert','1') erzeugt – jedes Mal, wenn die Funktion auf das Wort trifft. Die Menge der Zwischenresultate wird dann durch die Reduce-Funktion derart reduziert, dass mit jedem Schlüssel nur noch ein symbolischer Wert assoziiert ist, der sich aus der Menge aller symbolischen Werte für diesen Schlüssel in den Zwischenergebnissen ergibt. Eine typische Aufgabe wäre, unter Rückgriff auf das Beispiel weiter oben, alle (beispielsweise 43) Paare ('Wert','1') je Schlüssel zu einem einzigen Paar pro Schlüssel zu kombinieren – etwa ('Wert','43'). Die Leistung von MapReduce ist nun, dass alle anderen Aufgaben, die mit der Parallelisierung dieser Aufgaben zusammenhängen und sich prinzipiell für alle solch parallelisierten Anwendungen wiederholen, vom Framework übernommen werden. Es kümmert sich um die Verteilung der Funktionalitäten, der Daten und Zwischenergebnisse und um das Sammeln der Ergebnisse und beinhaltet zudem Maßnahmen zur Fehlerbehandlung durch redundante oder wiederholte Ausführung,zum Beispiel wenn ein einzelner Rechner ausfällt oder so schlechte Leistungen zeigt, dass er die Fertigstellung des Gesamtergebnisses übermäßig verzögern würde. Google selbst setzt den Algorithmus in steigendem Maße für seine eigene Arbeit ein. Nach Einführung von MapReduce im Jahre 2003 hatte sich die Anzahl der Produktionsanwendungen in der Code-Bibliothek von Google innerhalb von zwei Jahren auf fast 1000 Anwendungen deutlich vervielfacht.] In der zentralen Anwendung, dem Aufbau des Dokumenten-Indexes für die Suchmaschine selbst, sind 24 Instanzen von MapReduce hintereinander geschaltet.

Indexgröße

Die ungefähre Anzahl der Dokumente im Index der Websuche wurde während der ersten sieben Jahre unten auf der Hauptseite eingeblendet.

Zeitpunkt

Ungefähre Anzahl der Dokumente im Index

Januar 1998 (Unternehmensgründung)

25.000.000

August 2000

1.060.000.000

Januar 2002

2.073.000.000

Februar 2003

3.083.000.000

September 2004

4.285.000.000

November 2004

8.058.044.651

 

Außerdem existierte im Juni 2005 nach eigener Aussage ein Index von 1.187.630.000 Bildern, einer Milliarde Usenet-Artikeln, 6600 Katalogen und 4500 Nachrichtenquellen. Seit dem siebten Geburtstag des Unternehmens Google im September 2005 wird die Größe des Index nicht mehr auf der Hauptseite angezeigt, da laut Eric Schmidt keine eindeutige Zählweise existiert. Im Juli 2008 ermittelte Google nach eigenen Angaben das Vorhandensein von mehr als einer Billion URLs im World Wide Web.

Suchdienstleistungen für Portale

Googles Suchtechnik wird auch an Internetportale lizenziert, um dort eine Websuche anbieten zu können, ohne dass die Benutzer das Portal verlassen müssen.

Google Appliance

Mit der Google Appliance verkauft Google seine Suchtechnologie an Unternehmen, die sie in deren Intranet einsetzen können. Bei der Appliance handelt es sich um einen Server mit vorinstallierter Software, der im unternehmenseigenen Netz dieselbe Aufgabe übernimmt, die Google für das World Wide Web leistet. Dokumente werden im Index vorgehalten und Suchanfragen beantwortet.

Gebrauch der Suchmaschine

Zusatzfunktionen

Die Hauptanwendung von Google ist die Suche nach Internetseiten, Google bietet aber auch andere Funktionen:

Google-Taschenrechner

Bei Eingabe einfacher mathematischer Schreibweisen wie z. B. „2+5(4/5)^8“ gibt Google standardmäßig keine Seiten aus, in denen diese Formulierung vorkommt, sondern gibt das Ergebnis der Rechnung (= 2.8388608) zurück.

Google-Einheitenrechner

Man kann auch Einheiten umrechnen lassen: z. B. „inch in cm“, „usd in euro“ oder auch komplizierter „l/100km in miles/gallon

Rechtschreibprüfung

Google liefert bei falsch geschriebenen Wörtern einen Vorschlag zur richtigen Schreibweise („Meinten Sie …“). Die Empfehlung beruht auf einem phonetischen, vollautomatisierten Vergleich, was teilweise zu abwegigen Vorschlägen führen kann.

Google Adressen-Suche

Wer eine Adresse bei der Google-Suche eingibt, bekommt diese auf der Karte gezeigt. Folgende Funktionen stehen nicht in allen landesspezifischen Versionen von Google zur Verfügung. Unter anderem können sie in den Google-Mutationen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz verwendet werden:

Kinopläne

Durch die Eingabe von „Kino“ und dem entsprechenden Ort erhält man aktuelle Kinopläne aller ortsansässigen Kinos. Es werden dabei Angaben zu Film, Uhrzeiten, FSK und Genre gemacht.

Wetter

Durch die Eingabe von „Wetter“ und dem Namen der Stadt erscheint der Wetterbericht für die kommenden sieben Tage.

Google Graph

Durch die Eingabe einer Funktion z. B. „y=x*x“ wird diese in einem Graphen angezeigt, in diesem Beispiel eine Normalparabel.

 

Erweiterte Benutzung

Es kann zusätzlich zur einfachen Such-Syntax eine erweiterte Syntax in die Suchmaske eingegeben bzw. größtenteils auch über die „erweiterte Suche“ zusammengeklickt werden. Folgende teils undokumentierte Schlüsselbegriffe sind derzeit bekannt. Diese Schlüsselbegriffe werden durch einen Doppelpunkt „:“ gekennzeichnet.

Google-Schlüsselbegriffe

Schlüsselbegriff

Funktionsweise

cache: Gibt nur die von Google gespeicherten Seiten aus. Das kann zum Beispiel bei Portalen mit häufig wechselnden Inhalten nützlich sein. Der Link, den man bei Google findet, führt manchmal auf eine Seite, deren Inhalte sich inzwischen geändert haben oder gar gelöscht wurden. Die Inhalte sind aber über einen bestimmten Zeitraum noch bei Google gespeichert und können dort gelesen werden.
define: Durchsucht Internet-Enzyklopädien wie Wikipedia und andere nach einer Definition des Suchbegriffes.
filetype: oder ext: Sucht nach Dokumenten mit bestimmten Dateiendungen. Beispiel: Geschäftsbericht filetype:xls . Möglich sind grundsätzlich alle Dateiendungen. Google kann derzeit aber nur in folgende Formate „reinschauen“: PS, PDF, AI, DOC, PPT, XLS, SWF, sowie alle textbasierten Dateien wie RTF, TXT, ASP, PHP, CGI, HTML, LOG, INI, JS und so weiter.
inanchor: Sucht nach den Begriffen nur in Links. Oftmals führt ein Link mit einer bestimmten Bezeichnung präziser zu einem Ziel, als wenn die Bezeichnung irgendwo im Text vorkommt.
allinanchor: Wie inanchor:, wobei mehrere Begriffe angegeben werden können und diese alle im Text vorkommen müssen.
info: Gibt Informationen zu einer bestimmten Seite zurück. Die Informationen bestehen aus der Google-typischen Darstellung eines Suchergebnisses mit Titellink, Snippet und (Sub-) Domain sowie einer Reihe von Links zu Abfragen mit anderen Schlüsselbegriffen. Beispiel:info:google.com
inurl: Gibt Seiten zurück, bei denen der Suchbegriff in der URL auftaucht. Beispiel: "Max Mustermann" inurl:impressum
intitle: Sucht nach Dokumenten, bei denen der oder die Suchbegriffe nur im Titel der Datei vorkommen. Beispiel: intitle:"Bearbeiten von Google"
intext: Sucht nach Dokumenten, bei denen der oder die Suchbegriffe nur im Text der Datei vorkommen. Beispiel: intext:"Bearbeiten von Google"
link: Gibt alle Seiten aus, die auf eine bestimmte Seite verlinken. Beispiel: link:wikipedia.org Diese Ausgabe kann dazu verwendet werden, um den Page Rank zu optimieren oder verwandte Seiten zu finden.
site: Mit diesem Schlüsselbegriff lässt sich die Suche auf eine bestimmte Domain eingrenzen, zum Beispiel falls eine Website keine eigene Suchfunktion hat (Beispiel: Desoxyribonukleinsäure site:de.wikipedia.org) oder zur Suche innerhalb einer Top-Level-Domain.
related: Sucht nach ähnlichen Seiten (Beispiel: related:de.wikipedia.org)

Die angewendeten Suchformeln lassen sich auch in Form der URL, die Google bei einer Suche ausgibt, speichern bzw. wiederholen und verlinken. Weitere Funktionen bieten die zusätzlichen Google-Funktionen.

Ergebnisse

Google zeigt zehn Suchergebnisse je Seite an. Die Darstellungsform eines Treffers kann sich unterscheiden, normalerweise wird der Titel, die Zusammenfassung und der Link angezeigt. Google schränkt die Anzeige von Treffern auf maximal 1000 ein. Seit dem 11. November 2010 gibt es auch die Möglichkeit, mithilfe der Vorschau-Funktion auf der Suchergebnisseite eine Voransicht einer Website einzusehen, indem man mit dem Cursor über die einzelnen Ergebnisse fährt.

Google +1

Ende März 2011 stellte Google-Mitarbeiter Matt Cutts der Öffentlichkeit den neuen Dienst Google +1 vor. Ähnlich dem Gefällt mir-Button von Facebook können angemeldete Nutzer Suchergebnisse und Anzeigen mit einem Klick auf den +1-Knopf markieren. Daraufhin wird das Suchergebnis in eine Merkliste im eigenen Google-Profil aufgenommen, außerdem werden andere Nutzer mit dem Hinweis informiert, dass dieses Ergebnis jemandem gefällt. Befindet sich der entsprechende andere Nutzer über einen anderen Google-Dienst in Verbindung mit ersterem, so wird ihm zusätzlich der Name und das Profilfoto des Nutzers angezeigt, dem das Suchergebnis gefällt. Dieser Dienst ist auch auf externen Webseiten verfügbar. Google +1 ist unter anderem auch in Deutschland verfügbar.

Einbettungen der Google-Suche

  • Die Google-Suche lässt sich über vorgefertigte Code-Fragmente in eine Webseite einbinden. Diese Möglichkeit nutzen auch alternative Google-Oberflächen von Drittanbietern, z. B. Blackle, das durch seinen schwarzen Seitenhintergrund beim Energiesparen vor allem bei der Nutzung eines CRT-Bildschirms helfen soll.
  • Browser-Erweiterungen (Add-ons):
    • Die Google Toolbar ist für den Webbrowser Internet Explorer verfügbar.
    • Für Mozilla, Opera und Konqueror stehen spezielle search-plugins für die Einbettung in vorhandene Suchleisten zur Verfügung, ebenso für die Kontext-sensitive Verwendung.
    • Einbettungen gibt es auch für Textverarbeitungsprogramme wie StarOffice und LibreOffice.
    • In dem Google-eigenen Browser Google Chrome ist die Suche in die Adressleiste bereits eingebettet.

Easter Eggs

Die Programmierer haben in den Suchalgorithmen Easter Eggs, also scherzhafte Überraschungen, versteckt. Einige Beispiele:

  • Bestimmte textuelle Eingaben werden als Zahlen interpretiert. Dazu gehören “answer to life, the universe and everything”, eine Anspielung auf Douglas Adams’ Werk Per Anhalter durch die Galaxis, in dem 42 die Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ ist, “number of horns on a unicorn” (deutsch: „Anzahl der Hörner eines Einhorns“) mit dem Wert 1 und “once in a blue moon” ist 1.16699016 × 10-8 Hertz. Mit diesen Eingaben lassen sich auch Berechnungen durchführen.
  • Sucht man nach „hex“„binary“ oder „octal“ wird die Anzahl der Suchergebnisse im Hexadezimalsystem, Binärsystem oder im Oktalsystem angezeigt.
  • Sucht man mit Google Chrome, Opera, Safari oder Mozilla Firefox nach „tilt“ oder „askew“ neigt sich die Ergebnisseite nach rechts. Bei der Suche mit Chrome oder Firefox nach “do a barrel roll” (deutsch: „mach eine Fassrolle“) dreht sich die gesamte Ergebnisseite einmal um ihre eigene Achse.
  • Suchte man Ende 2011 nach „let it snow“, so begann es zu schneien und nach und nach beschlug der Bildschirm.Am 24. Dezember 2011 wurde bei einer Suche nach „christmas“ eine Lichterkette vor den Ergebnissen angezeigt.
  • Die Oberfläche von Google wird auch in den Sprachen Klingonisch, Elmer Fudd, Piratisch, Hacker und Bork, bork, bork! angeboten.
  • Die englischsprachige Ausgabe von Google liefert auf bestimmte Anfragen scherzhafte Suchvorschläge. So fragt die Google beim Suchbegriff “anagram” (deutsch: „Anagramm“) zurück: “Did you mean: nag a ram” (deutsch: „Meinten Sie: nag a ram“), und bei der Suche nach “recursion”(deutsch: „Rekursion“) wird der Vorschlag “Did you mean: recursion” angezeigt, obwohl das Wort richtig geschrieben ist. Klickt man nun darauf, bekommt man dieselbe Seite wieder angezeigt, wieder mit demselben Vorschlag.
  • Wer seit dem 27. April 2012 „Zerg Rush“ als Suchbegriff in die Google-Websuche eingibt, wird Zeuge kleiner zerstörender Kreise, welche die Suchergebnisse auf dem Bildschirm von oben nach unten allmählich in Nichts verwandeln. Wenn alle Suchresultate ausgelöscht sind, bilden die Kreise ein großes bildschirmfüllendes „GG“ (für: Good Game). Zwar können die Kreise im Fadenkreuz des Mauszeigers abgeschossen werden, eine realistische Chance hat der Nutzer allerdings nicht. Die Strategie des „Zerg Rush“ stammt aus dem Echtzeit-Strategiespiel StarCraft.
  • Am unteren Rand der internen Suchstatistik Google Zeitgeist 2012 befindet sich ein Balken in den Google-Farben. Wird mit dem Mauscursor darüber gefahren, erscheint der Android-Roboter und tanzt im Gangnam Style.
  • Am 1. April 2013 startete als Aprilscherz der Google Dienst „Google Nose“, mit dem es möglich sein soll, die Suchergebnisse zu riechen.
  • Gibt man bei dem Amerikanischen Google Bilder den begriff Atari Breakout ein, so erscheint das altbekannte Spiel Atari Breakout auf dem Bildschirm. Man versucht dabei alle Bildergebnisse mit Hilfe eines Balls abzuschießen. Falls man dies schafft, beginnt man mit der nächsten Seite aller Bildergebnisse. Verliert man alle Leben, beginnt man wieder von vorne. Dieses Easteregg ist nicht in dem Deutschsprachigen Google Bilder enthalten.

Von den Easter Eggs abzugrenzen sind Google-Bomben Dritter, die in Kombination mit dem „I’m Feeling Lucky“-Button den Eindruck erwecken, Google liefere auf bestimmte Eingaben hin scherzhafte Ergebnisse oder veränderte Oberflächen.

Google Doodle

Ein Google Doodle ist eine Veränderung des normalen Google Logos. Doodle bedeutet auf deutsch soviel, wie Gekritzel oder Kritzelei. Meistens sind Doodles zu Geburtstagen, Wahlen oder Jahrestagen sichtbar. Das erste Doodle erschien im Jahr 1998, damals noch sehr einfach gehalten. Heutzutage werden die Doodles immer aufwändiger, oft sind nicht einmal mehr die Buchstaben erkennbar. Das erste interaktive Doodle gab es 2010 zum Jubiläum des Spieles Pac-Man.Ein Jahr darauf erhielt Google ein Patent auf die Doodles. Das Patent beschreibt ein System, das eine sich regelmäßig ändernde Handlung oder ein Unternehmenslogo für spezielle Ereignisse bereitstellt, um Benutzer auf eine Website zu führen Mittlerwe ile erscheint fast jeden Tag ein neues Doodle, welches nicht unbedingt weltweit sichtbar ist.

Manipulation der Suchergebnisse

Aufgrund seiner bedeutenden Marktposition ist Google ein häufiges Ziel von Suchmaschinen-Spamming. Dabei wird versucht, gute Positionen bei möglichst vielen Suchbegriffen zu erzielen. Diese Suchbegriffe haben oft nichts mit dem eigentlichen Inhalt der Seite zu tun. Manipulationen, die zum Zweck haben, das Ranking von Websites speziell bei Google zu verbessern, werden als Google Spamming bezeichnet. Versuche, konkurrierende Internetseiten aus den Google-Ergebnissen herauszukegeln, bezeichnet man als Google Bowling.

Google-Bombing

Bei einer Google-Bombe werden die Google-Suchergebnisse für eine bestimmte Webseite durch vielfaches Setzen von Links manipuliert. Google-Bomben werden vielfach eingesetzt, um Webseiten bestimmter Personen gezielt mit oft diffamierenden Schlagworten in Verbindung zu bringen. Google änderte 2007 ihren Algorithmus jedoch, um das Google-Bombing zu erschweren. Erstmals im größeren Umfang öffentlich wahrgenommen wurde die Möglichkeit der Suchmaschinenmanipulation im Zusammenhang mit einer Google-Bombe, die sich auf den amerikanischen Präsidenten George W. Bush bezog. Der Suchbegriff „miserable failure“ (zu Deutsch: „klägliches Scheitern“ oder „jämmerlicher Versager“) wurde von Bush-Gegnern mit seiner offiziellen Biografie verknüpft. Im Gegenzug versuchten Bush-Unterstützer dasselbe mit Michael Moore. Durch die Änderung des Algorithmus 2007 erscheint die Biographie nun jedoch nicht mehr in der Suche.

Unlautere Optimierung

Seit Januar 2006 geht Google stärker gegen unseriöse Methoden bei der Optimierung von Webseiten vor. Als erste Konsequenz des von Google-Mitarbeiter Matt Cutts angekündigten verschärften Kampfes gegen Spam in Deutschland und anderen nicht-angelsächsischen Ländern entfernte die Suchmaschine die Online-Fahrzeugbörse Automobile.de und den Fahrzeughersteller BMW aus ihrem Index. Ihnen wurde vorgeworfen, durch massiven Einsatz von Schlüsselwörtern (Spam), Doorway-Pages und JavaScript-Weiterleitungen Suchergebnisse zum eigenen Vorteil unlauter optimiert zu haben. Die Seite von BMW wurde bereits nach wenigen Tagen wieder in den Index aufgenommen, nachdem der Betreiber die strittigen Doorway-Pages entfernt hatte. Google variiert regelmäßig seine Algorithmen zur Bestimmung des Rankings, um den Missbrauch zu verhindern bzw. zumindest zu erschweren.

Ergebnisfilterung in Deutschland

Bereits seit einigen Jahren sind Suchergebnisse der Suchmaschine Google von Websites mit strafbaren oder jugendgefährdenden Inhalten bereinigt. Anfangs wurden wegen Urheberrechtsverletzung auch Seiten der Scientology-Kirche herausgefiltert. Mittlerweile entfernt Google alle Inhalte, für die jemand bei Google eine infringement notification (deutsch: „Rechtsverletzungsbescheid“) gemäß dem US-amerikanischen Digital Millennium Copyright Act einreicht. Um wie viele Seiten es sich handelt und inwieweit derzeit eine Ausweitung auf andere Inhalte wie zum Beispiel kinderpornografische oder politisch extremistische Inhalte stattfindet, ist nicht bekannt. Die Filtertechnik von Google wird auch als SafeSearch-Filtertechnik bezeichnet. Dieser Name wurde erstmals von Google verwendet. Weitere Suchmaschinen bieten heute diese Filtertechnik an, um jugendgefährdende und pornografische Inhalte auszufiltern. Der Benutzer wird über einen Hinweis auf die Filterung der Suchergebnisse „aus Rechtsgründen“ aufmerksam gemacht. Dabei wird auf eine Erläuterung verwiesen, dass Google über unrechtmäßige Inhalte informiert wurde. Einzelheiten darüber sind im Hinweis verlinkt.

Google Person Finder

Google Inc. ermöglicht mit dem Google Person Finder die Suche nach vermissten Verwandten und Bekannten. Das Tool wurde für die Opfer des Erdbebens in Japan angeboten, wurde aber auch schon beim Erdbeben von Neuseeland und dem Erdbeben in Haiti angeboten und benutzt. Der Person Finder ist eine moderne Version des Karteikarten-Suchverfahrens, das im Zweiten Weltkrieg benutzt wurde, in dem direkt an Hausruinen geschrieben wurde, wo man als Flüchtling Zuflucht gesucht hatte. Derzeit (Stand: 15. März 2011) enthält diese Datenbank 202.400 Einträge.

Der Text ist unter der Lizenz " " verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. Einzelheiten sind auf der Seite von beschrieben. .

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis
  1. Der Name „Google“
  2. Etymologie
  3. Das Verb „googeln“
  4. Arbeitsweise der Google-Suche
  5. Indexierung von Internetseiten
  6. Sortierung der Suchergebnisse
  7. Gesetzliche Einschränkungen
  8. Verschlüsselte Suchanfragen
  9. Google Design
  10. Logo
  11. Hintergrundbilder für die Startseite
  12. Technik
  13. Hardware-Architektur
  14. Software
  15. MapReduce
  16. Indexgröße
  17. Suchdienstleistungen für Portale
  18. Google Appliance
  19. Gebrauch der Suchmaschine
  20. Zusatzfunktionen
  21. Google-Taschenrechner
  22. Google-Einheitenrechner
  23. Rechtschreibprüfung
  24. Google Adressen-Suche
  25. Kinopläne
  26. Wetter
  27. Google Graph
  28. Erweiterte Benutzung
  29. Ergebnisse
  30. Google +1
  31. Einbettungen der Google-Suche
  32. Easter Eggs
  33. Google Doodle
  34. Manipulation der Suchergebnisse
  35. Google-Bombing
  36. Unlautere Optimierung
  37. Ergebnisfilterung in Deutschland
  38. Google Person Finder
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