Fechten - Fechtsport: Regeln, Ergebnisse, Infos, Termine, Wettbewerbe, Live-Stream, Weltrekorde..

Fechten - Fechtsport

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Fechten

Das Fechten zählt zu den Kampfsportarten und war früher als Duell weit verbreitet. Der Fechtsport entstand aus einer Verfeinerung der Säbel- und Schwertkämpfe früherer Zeiten. In der heutigen Zeit wird das Fechten überwiegend als Sport betrieben. Als Waffen werden im Wettkampfsport Degen, leichte Säbel und vor allem das Florett genutzt. Während der Wettkämpfe ist Französisch die offizielle Wettkampfsprache. Neben dem heutigen Sportfechten wird noch in historisches Fechten unterschieden, wobei die Fechtstile des Mittelalters sowie der Renaissance genutzt werden.

Geschichte des Fechtens

Die Menschheit hat schon von jeher Zweikämpfe in Wettbewerben ausgetragen. Neben dem Boxen und Ringen gehört das Fechten von Beginn an dazu. Bereits in der Antike im Römischen Reich, in Afrika sowie bei den alten Griechen betrieb man das Sportfechten.

Im Ursprung wurden zum Fechten, also dem bewaffneten Zweikampf zwischen zwei Menschen, Blankwaffen mit einem Handschutz und langer Klinge benutzt.

Als im 17. Jahrhundert die Handfeuerwaffen immer mehr Bedeutung gewannen, waren Blankwaffen für das Militär nicht mehr wichtig. Das Schwert, bis dahin immer noch recht schwer, wurde leichter und war daher schneller zu führen, da es nur noch gegen ungepanzerte oder nur leicht gepanzerte Gegner wie Zivilisten oder in Duellen verwendet wurde. Während dieser Zeit erlebte das Rapierfechten einen Boom, welcher von Spanien und Italien ausging. Im 18. Jahrhundert lösten noch leichtere Degen das Rapierfechten ab.

Französisch als Wettkampfsprache ist auf den Franzosen Henri Saint Didier zurückzuführen, der um 1570 die meisten der heute noch verwendeten Fechtausdrücke prägte. Das Fechten hat in Deutschland seine Tradition durch die Studentenvereinigungen an den Universitäten erhalten, woraus im 19. Jahrhundert die Turnerbewegung das echte Sportfechten entstand. In Hannover entstand 1862 der erste Fechtklub, die ersten deutschen Fechtmeisterschaften fanden 1896 statt.

Schutzkleidung beim Fechten

Die Sportler tragen beim Wettkampf spezielle Schutzanzüge, welche aus Baumwolle, Dyneema und Nylon hergestellt sind. Da diese Anzüge bei Hieb und Stich gewissen Kräften ausgesetzt werden, ist in Newton der Sicherheitsgrad bezeichnet, den die Anzüge mindestens aufweisen müssen.

Zur Ausrüstung gehören:

  • Fechtmaske mit einem aus V4A-Stahl gefertigten Drahtgitter für Geschichts- und Halsschutz mit 1600 N
  • gepolsterter Handschuh
  • Jacke mit eingearbeitetem Klingenfangschutz 800 N
  • Hose 800 N
  • Kniestrümpfe 
  • Unterziehweste 800 N
  • freiwillig Suspensorium als Tiefschutz
  • Brustschutz für Frauen.

Regeln beim Fechtsport

In Turnieren werden die Sportler gesetzt, wobei nach jedem Gefecht eine Direktausscheidung erfolgt. Zuerst wird in Setzrunden gefochten, bei Meisterschaften können später direkt qualifizierte Fechter hinzustoßen.
Die Wettkämpfe werden in vom DFB vorgeschriebenen Altersgruppen ausgetragen.

In Einzelgefechten ist in Vor- und Zwischenrunden die Kampfdauer auf drei Minuten begrenzt. Bei den Direktausscheidungen werden drei Durchgänge mit drei Minuten ausgetragen, zwischen jeder Runde mit einer Minute Pause. Das Ziel ist es, bei normalen Kämpfen 5, bei Direktausscheidungen 15 Treffer zu erzielen.

Im Mannschaftskampf bilden drei Fechter eine Mannschaft. Ihnen steht ein Ersatzfechter zur Verfügung. Hier heißt das Motto jeder gegen jeden. Also besteht ein Mannschaftskampf im Regelfall aus neun Einzelgefechten. Die im Stafettenmodus ausgetragenen Wettkämpfe sagen aus, das jeder Fechter den Trefferstand aus dem vorhergegangenen Gefecht übernimmt. Das erste Gefecht wird auf 5, das Zweite auf 10 Treffer gefochten, im dritten Gefecht wird so lange gefochten, bis eine Mannschaft 45 Treffer verzeichnen kann.

Organisation des Fechtsports

Die deutschen Fechtsportvereine sind im Deutschen Fechter Bund, dem DFB organisiert, welcher wiederum dem internationalen Dachverband Fédération Internationale d'Escrime (FIE) untergeordnet ist.

Der DFB erledigt seine inhaltlichen Aufgaben über verschiedene Ausschüsse:

  • Jugendausschuss
  • Sportausschuss
  • medizinischer Ausschuss
  • Ausschuss für Kampfrichter

Unterstützend kommen Ausschüsse für Trainingswissenschaften und Lehrwesen sowie für die Öffentlichkeitsarbeit hinzu.

Der Fechtsport ist nicht in Ligen eingeteilt wie andere Sportarten. Auf Landes- und Bundesebene werden mittels vom DFB angesetzter Wettkämpfe Ranglisten erstellt. Die deutschen Fechtmeisterschaften werden dann und den Besten der Ranglisten ausgetragen. Die 32 Besten der deutschen Rangliste, sowie die 64 Besten der Landesranglisten sind dazu zugelassen.

Im Bereich Breitensport ist der Deutschlandpokal die größte Veranstaltung. Teilnahmeberechtigt sind alle dem DFB angeschlossenen Fechtabteilungen sowie Fechtvereine. Nach Frauen und Männern geteilt werden die Wettkämpfe in allen Waffen ausgetragen.

Wettbewerbe

Auf Landesebene sind die Deutschen Meisterschaften sowie der Deutschlandpokal die wichtigsten Wettbewerbe.
International stehen die Olympischen Spiele an erster Stelle, die alle vier Jahre ausgetragen werden. Gleich darauf folgen die Fechtweltmeisterschaften. Hierbei werden jährlich die Weltmeister in den Waffengattungen Florett, Säbel und Degen ermittelt.

Fechten Video

Die bekanntesten Vereine und Sportler

Der wohl über viele Jahre bekannteste Verein ist Tauberbischofsheim. Mit Anja Fichtel stellt der Verein eine der bekanntesten deutschen Fechterinnen. Auf ihrer Erfolgsliste stehen mehrfach die Titel einer deutschen Meisterin, Weltmeisterin sowie Olympiasiegerin. Auch Mathias Gey stammt aus diesem Verein. Er wurde 1987 Weltmeister.

Weiterhin bekannt sind der OFC Bonn mit dem Weltmeister Friedrich Wessel, der Fechtklub Offenbach 1863 brachte die Weltmeisterin von 1979 und 1981, Cornelia Hanisch hervor.

Aktuell stellt der Fechtklub aus Tauberbischofsheim im Damenflorettfechten mit Name Carolin GOLUBYTSKYI, Katja Wächter und Sandra Bingenheimer die besten Fechterinnen der laufenden Saison.
Im Bereich Herren Florett führt Peter Joppich vom CTG Koblenz vor Johan Gustinelli aus Tauberbischofsheim.

Weitere Vereine, welche Sportler in den oberen Bereichen der Ranglisten platzieren konnten, sind TSV Dormagen, FC Leipzig, FC Offenbach, Heidenheimer SB, Königsbacher SC und TV Wetzlar.

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