Eisschnelllauf 2015

Eisschnelllauf

Ihr sucht nach News, Ergebnissen oder Regeln beim Eisschnelllauf oder wollt wissen, wo ihr Eisschnelllauf heute live sehen könnt? Dann seid ihr hier richtig! Alles zum Thema Eisschnelllauf.

Entstehung und Geschichte

In den sogenannten Fens, den zugefrorenen Flüssen entstand etwa 1763 der Eisschnelllauf. Dabei traten englische Adelige in der zugefrorenen Moorlandschaft von Ostengland auf Schlittschuhen paarweise gegeneinander an. Die Strecke betrug seinerzeit etwa 24 Kilometer und die Läufer waren ca. eine Dreiviertelstunde unterwegs.

Ablauf und Teilnehmerzahl

Von der Leichtathletik wurde die 400-Meter-Ovalbahn übernommen. Bei den Einzelwettkämpfen starten die Läufer, zumeist paarweise, nach dem Startschuss jeder auf seiner eigenen Bahn, die zuvor ausgelost wurde. Nach dem Absolvieren einer Runde werden die Bahnen auf den sogenannten Wechselgeraden getauscht. Hierzu kreuzt jeder Läufer auf einer Strecke von etwa 100 Metern auf die innere bzw. entsprechend auf die äußere Bahn. Dies dient dem Ausgleich der unterschiedlichen Streckenlänge von Innen- und Außenbahn. Durch die raumgreifenden Bewegungen beim Eisschnellauf hat es sich als empfehlenswert herausgestellt, dass die Läufer paarweise gegeneinander antreten, um sich nicht gegenseitig zu behindern. 2002 wurde bei großen Läufen zum ersten Mal der Quartettstart vorgestellt. Hierbei treten vier Läufer in zwei Teams gegeneinander an. Sie starten entweder eine halbe Runde zeitlich versetzt oder räumlich versetzt, in dem sie auf den gegenüberliegenden Geraden starten. Seit 2011 gibt es den sogenannten Massenstart: hierbei wird in gestaffelter Reihenfolge gestartet, wobei die laufstärksten Teilnehmer an die Feldspitze kommen.

Eisschnelllauf Termine 2014/2015

Datum:  Titel:  Ort Stadt
01.11.2014 - 02.11.2014 DM Einzelstrecken für Damen und Herren Berlin, Hohenschönhausen -
14.11.2014 - 16.11.2014 Eisschnelllauf Weltcup 2014/2015 Obihiro-no-mori Ice Arena Obihiro no Mori
21.11.2014 - 23.11.2014 Eisschnelllauf Weltcup 2014/2015 Seoul/KOR -
22.11.2014 - 23.11.2014 Berlin Classics für Junioren A-C und Damen und Herren Sportforum Berlin Hohenschönhausen Berlin
29.11.2014 - 30.11.2014 Wanderpokal #1 für Junioren E2 bis C1 EnergieVerbund Arena Dresden
29.11.2014 - 30.11.2014 Wanderpokal #1 für Junioren E2 bis C1 EnergieVerbund Arena Dresden
05.12.2014 - 07.12.2014 Eisschnelllauf Weltcup 2014/2015 Sportforum Berlin Hohenschönhausen Berlin
06.12.2014 - 07.12.2014 DM Mehrkampf für Masters Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle Erfurt
13.12.2014 - 14.12.2014 Thüringia Open für Junioren A-C und Damen und Herren Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle Erfurt
29.12.2014 - 30.12.2014 DM Sprint für Damen und Herren Max Aicher Arena Inzell Inzell
17.01.2015 - 17.01.2015 Talentewettbewerb für Junioren F und E1 Crimmitschau -
18.01.2015 - 18.01.2015 Talentetreff für Junioren F und E1 Chemnitz -
24.01.2015 - 25.01.2015 Wanderpokal #2 für Junioren E2 bis C1 Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle Erfurt
31.01.2015 - 01.02.2015 Eisschnelllauf Weltcup 2014/2015 Vikingskipet/The Viking Ship Hamar
31.01.2015 - 01.02.2015 DM Mehrkampf Junioren A/B und Team Pursuit Sportforum Berlin Hohenschönhausen Berlin
07.02.2015 - 08.02.2015 Eisschnelllauf Weltcup 2014/2015 Heerenveen/NED -
21.02.2015 - 22.02.2015 DM Mehrkampf für Junioren C1,C2, D2 und Staffel Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle Erfurt
28.02.2015 - 01.03.2015 German Open der Junioren A-C und Damen und Herren Max Aicher Arena Inzell Inzell
21.03.2015 - 22.03.2015 Eisschnelllauf Weltcup 2014/2015 Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle Erfurt

Eisschnelllauf Weltcup & Weltmeisterschaft live im TV und online im Live-Stream

Das Erste (ARD) und ZDF übertragen den Eisschnelllauf Weltcup & Weltmeisterschaft  live im TV sowie in den beiden Mediatheken (ARD Mediathek & ZDF Mediathek) per Live-Stream. Auch bei Eurosport ist Eisschnelllauf live im TV und im kostenpflichtigen Eurosport Player online zu sehen.

Hier geht's zum kostenlosen ARD & ZDF Live-Stream bei Magine TV *

Längen der Laufstrecken

In den Wettkämpfen beim Einzellauf werden Strecken von 100, 500, 1.000, 1.500, 3.000, 5.000 und 10.000 Metern auf Zeit gelaufen. Bei den Mehrkämpfen im Sprint werden Strecken von 500 und 1.000 Metern gelaufen. Bei den Quartettläufen unterscheidet man den kleinen und großen Vierkampf und es wird geschlechterspezifisch gelaufen auf Strecken bis zu 10.000 Metern. Wegen der Vielseitigkeit dieser Läufe werden diese Wettkämpfe auch Allround-Mehrkämpfe genannt.

Gewinnermittlung:

Am Ende des Einzellaufes wird der Gewinner bzw. die Gewinnerin anhand der schnelleren gelaufenen Zeit ermittelt. Bei den Quartettläufen werden die Zeiten zu einem Durchschnitt umgerechnet und zu einer bestimmten Punktzahl addiert. So gewinnt der Läufer mit der niedrigsten Punktzahl und somit mit der kürzesten Zeit.

Techniken beim Eisschnelllauf:

Beim Wettkampfstart stehen die Läufer nebeneinander, entweder aufgerichtet oder in gebückter Haltung abgestützt mit einer Hand. Der eine Fuß wir zum Abstoßen leicht nach hinten gestellt, während der nach vorne in Gleitrichtung zeigt. In der Startpahse werden kurze schnelle Schritte gemacht, um ein gewisses Grundtempo zu erlangen. Ist dieses Tempo erlangt, werden gleichmäßige ruhige Gleitbewegungen vollzogen. Diese Art der Gleitbewegung wird beim Lauf auf einer Geraden durchgezogen. Geht der Läufer in die Kurve der Ovalbahn werden die Bewegungen kürzer und der Läufer stößt sich von außen in Richtung Bahninneres ab. Durch die generell gebückte Haltung beim Laufen wird der Schwerpunkt nach unten verlagert und somit der hohen Fliehkraft in der Kurve entgegengewirkt. Aus diesen Bewegungen, die man übersetzen nennt, geht der Läufer wieder in die gleichmäßige Gleitbewegung über. Während des Laufes dienen dem Sportler die Arme eher zum Ausbalancieren. In der Schlussphase eines Laufes werden sie zur Hilfe genommen, um noch einmal an Geschwindigkeit zuzulegen. Spitzenläufer erreichen auf der 1.000 Meter Strecke Durchschnittsgeschwindigkeiten von 50 bis 60 Stundenkilometer.

Ausrüstung:

Den Grundstock der Ausrüstung beim Eisschnelllauf bilden selbstredend die Schlittschuhe. Die geschnürten Schuhe reichen bis zum Fußknöchel und sind heutzutage aus Kunststoff, wohingegen sie davor lange aus Ziegenleder hergestellt wurden. Die Stahlkufen, die auch Brotmesser genannt werden, sind bis zu 45 cm lang und etwa 0,9 bis 1,2 mm dick. Die Laufflächen haben werksseitig eine vorgeschliffene Rundung, allerdings mit einer sogenannten Kurvung in Längsrichtung, die das seitliche Wegrutschen in den Kurven verhindert. Der vordere Teil der Kufe, die Spitze ist abgerundet und das Ende der Kufe fällt nach hinten ab. Die Kufen sind durch eine Metallkonstruktion fest mit dem Schuh verbunden. Sie werden stets für den jeweiligen Läufer individuell geschliffen und müssen nach einigen Wettkämpfen wieder neu in die gewünschte Form gebracht werden. Heutzutage gibt es auch sogenannte Klappschlittschuhe; hierbei wird die Kufe beim Anheben des Fusses nach hinten abgeklappt.
Die Bekleidung dient beim Eisschnelllauf nicht nur dem Kälteschutz, sondern auch der Aerodynamik und der Atmungsaktivität. So wurde die Bekleidung im Laufe der Zeit immer enganliegender. Heute ist die standardmäßige Bekleidung der Einteiler.

Wettkämpfe beim Eisschnellauf:

Seit 1924 gehört Eisschnelllauf zu den Olympischen Disziplinen. Der internationale Dachverband der Eis- schnellläufer ISU (International Skating Union) organisiert jährlich Weltmeisterschaften, Europameister-schaften und etwa 12 Weltcups. Ausgetragen werden Einzelstrecken und Mehrkampfwettbewerbe, auch hier wieder geschlechterspezifisch, ausgetragen. In den Niederlanden und in Norwegen werden Langstreckenwettbewerbe, mit Distanzen von 10 bis 100 Kilometern regelmäßig ausgetragen. Die Mannschaftsverfolgung gehört seit 2005 zum Programmpunkt von Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen.

Bekannte Eisschnellläufer und -läuferinnen:

Bei den Männern liegen der Amerikaner Shani Davis und Chad Hedrick auf den Plätzen 1 und 3 des sogenannten Adelskalenders, der Bestenliste von Eisschnellläufern. Platz 2 belegt der Holländer Sven Kramer. Bei den Frauen sind vor allem Gunda Niemann, Anni Friesinger und Claudia Pechstein in Deutschland in diesem Sport bekannt geworden.

Eisschnelllauf Video

Weltrekorde der Frauen

Disziplin Sportler Zeit Datum
 100 m – Verlauf  Jenny Wolf  10,21 07. Mrz 09
500 m – Verlauf  Sang-Hwa Lee  36,36 16. Nov 13
1000 m – Verlauf  Brittany Bowe 01:12,6 17. Nov 13
1500 m – Verlauf  Cindy Klassen 01:51,8 20. Nov 05
3000 m – Verlauf  Cindy Klassen 03:53,3 18. Mrz 06
5000 m – Verlauf  Martina Sáblíková 06:42,7 18. Feb 11
10000 m – Verlauf  Martina Sáblíková 13:48,3 15. Mrz 07
60 min – Verlauf  Maria Sterk 36441,26 m[1] 29. Mrz 05
Teamlauf  Kanada 02:55,8 06. Dez 09
(6 Runden) – Verlauf Brittany Schussler
  Christine Nesbitt
  Kristina Groves
Mehrkämpfe Sportler Punkte Datum
2 × 500 m – Verlauf  Jenny Wolf 74,42 10. Mrz 07
Sprint-MK (500, 1000,  Heather Richardson 147,735 19. - 20. Januar 2013
500, 1000 m) – Verlauf
Mini-MK (500, 1500,  Cindy Klassen 155,576 15. - 17. März 2001
1000, 3000 m) – Verlauf

Weltrekorde der Männer

Disziplin Sportler Zeit Datum
100 m – Verlauf  Yuya Oikawa  9,40 07. Mrz 09
500 m – Verlauf  Jeremy Wotherspoon  34,03 09. Nov 07
1000 m – Verlauf  Shani Davis 01:06,4 07. Mrz 09
1500 m – Verlauf  Shani Davis 01:41,0 11. Dez 09
3000 m – Verlauf  Eskil Ervik 03:37,3 05. Nov 05
5000 m – Verlauf  Sven Kramer 06:03,3 17. Nov 07
10000 m – Verlauf  Sven Kramer 12:41,7 10. Mrz 07
60 min – Verlauf  Casper Helling 41969,10 m[3] 15. Mrz 07
Teamlauf  Niederlande 03:35,6 16. Nov 13
(8 Runden) – Verlauf Jan Blokhuijsen
  Koen Verweij
  Sven Kramer
Mehrkämpfe Sportler Punkte Datum
2 × 500 m – Verlauf  Jeremy Wotherspoon 68,17 9. – 11. November 2007
Sprint-MK (500, 1000,  Michel Mulder 136,79 26. - 27. Januar 2013
500, 1000 m) – Verlauf
Mini-MK (500, 1500,  Martin Hersman 146,862 9. - 11. August 2002
1000, 3000 m)
Kleiner MK (500, 3000,  Erben Wennemars 146,365 12. - 13. August 2005
1500, 5000 m) – Verlauf
Großer MK (500, 5000,  Shani Davis 145,742 18. - 19. März 2006
1500, 10000 m) – Verlauf

Nationale Verbände

  • In Deutschland die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft DESG
  • In Finnland Suomen Luisteluliitto / Finnish Speed Skating Association
  • In den Niederlanden: Koninklijke Nederlandse Schaatsenrijders Bond KNSB
  • In Norwegen: Norges Skøyteforbund
  • In Russland:The Russian Skating Union
  • In Schweden: Svenska Skridskoforbundet
  • In der Schweiz der Schweizer Eislauf-Verband SEV
Bildergallerie

Eisschnelllauf 2015 Artikel

Mehr zum Thema auf www.motorload.de