Battlefield Hardline - Neuer Ego-Shooter im Test - PS4

Battlefield Hardline - Neuer Ego-Shooter im Test - PS4

Battlefield Hardline - der neuste Ego-Shooter der Reihe - ist da, und wir haben ihn für euch schon mal Probe gespielt. Was es zu erleben gibt, erfahrt ihr im Test

Ego-Shooter Test - Battlefield Hardline auf dem Prüfstand

Visceral Games ist ja vor allem durch Dead Space bekannt. Doch noch warten sie mit einem kleinen aber feinen Ego-Shooter Erlebnis auf. Mit Battlefied Hardline wird für ordentlich Action und eine ganz spezielle Note im Gaming-Business gesorgt. Wir haben das Spiel für euch genau unter die Lupe genommen und dabei auch den Multiplayer-Modus nicht außer Acht gelassen. Hier unser Test zum Spiel.

Neue Wege

Battlefield Hardline wurde schon auf der E3 2014 angekündigt. Dabei dachte damals aber noch niemand darüber nach, dass dieses Spiel aus dem Battlefield-Universum eigentlich ganz anders ist, als seine Vorgänger. Schon kurz nach dem EA und Visceral das Game offiziell vorgestellt hatten, konnte es auch schon ans Ballern gehen. Im Herzen von LA lieferten sich die Spieler massive Gefechte. Auch wenn es sich damals noch um die Beta-Phase handelte, zeigt sich der neuste Titel der Serie als sehr beliebt. Innerhalb von Minuten waren die Server von EA vollständig überlastet. Allerdings hatte man schon vor der offiziellen Präsentation erste Details erfahren. So war klar, dass Battlefield Hardline ein völlig neues Setting haben würde, wobei die Spekulation, dass es sich um Polizisten und Verbrecher handeln würde, schon sehr früh aufkam. Was damals nur ein Gerücht war, stellte sich später aber als die Wahrheit heraus und so hatte man mit Battlefield Hardline ein neues und spannendes Szenario entworfen.

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Erste Kritik

Allerdings musste man sich auf Seiten von EA schon in der Betaphase erste Kritik gefallen lassen. An erster Stelle wurde bemängelt, dass es keine neue Engine gab und somit das Spiel nichts anderes sei, als ein überteuertes Add-On. Lediglich die Karten und die Waffen wurden ausgetauscht. Doch mit der zweiten Betaphase änderte sich diese Ansicht schnell, denn hier schafften es die Macher, Battlefield Hardline eine eigene Linie zu geben. Hinzu kamen auch neue Gadgets, welche die Spielerfahrung noch intensiver Gestallteten. Zudem konnten die Spieler bis zum maximalen Level aufsteigen. Nun ist die Endversion da und wir wollen schauen, was wirklich an all den Aussagen über das Spiel dran ist. Lohnt sich der Kauf oder sollte man doch lieber darauf verzichten, weil es sich bei Battlefield Hardline lediglich um ein modifiziertes Militärszenario handelt? Der Test wird es zeigen.

Im Spiel - Das Gameplay

Das Spiel ist groß, wenn man das mal so sagen darf. Neben dem obligatorischen Multiplayermodus - dieser darf bei Battlefield einfach nicht fehlen - gibt es auch eine Singleplayer-Kampagne. In dieser werden 10 Episoden geboten, welche jeweils einen Zeitrahmen von 45 Minuten umspannen. Wer es allerdings gerne schwierig hat, der muss schon mit 10 Stunden rechnen, bevor er das Game dann durchgespielt hat. Irgendwie erinnert die Aufmachung ja an CSI Miami. Im Spiel schlüpft man dann in die Rolle von Nick Mendoza, der für das Drogendezernat arbeitet. Das Spiel beginnt damit, dass ihr eure neue Kollegin Khai Minh Dao vorgestellt bekommt. Mit dieser zusammen kämpft man dann gegen ein Drogenkartell. Auch bei den Figuren fällt unweigerlich eine Ähnlichkeit zu CSI Miami und Criminal Minds auf. Diesist nicht verwunderlich, denn als Pate für Mendoza wurde Nicholoas Rodriguez gescannt. Für Dao gab die Schauspielerin Kelly Hu ihre äußeren Merkmale hin. Auch weitere Figuren haben Entsprechungen in der Realität, wobei man sagen muss, dass das Aussehen der einzelnen Charaktere wirklich gut getroffen wurde. Auch bei der Story hat man nicht gespart. Als Ego-Shooter gehört natürlich die überraschende Wendung zum Spiel dazu. Battlefield Hardline stellt dem Spieler während der Kampagne auch Battlepacks zur Verfügung. In diesen finden sich dann Waffenaufsätze und andere Ausrüstungsgegenstände.

Keine typische Ballerei

Bei Battlefield ist man ja eigentlich massive Schlachten und viel Ballerei gewohnt. Doch bei Battlefield Hardline muss dies nicht immer die beste Lösung sein. So hatt man als Spieler einen Scanner zur Verfügung, der gefahren sichtbar machen kann und diese markiert. Nun kann man sich auch an die Feinde heranschleichen und die lautlos erledigen. Gerät man doch mal in eine brenzlige Situation, so kann man mit der Taste G auch seine Polizeimarke vorzeigen. Dies bewirkt, dass die Gegner für einen Moment nicht ihre Waffen ziehen, sondern warten, bis ein Timer abgelaufen ist. Wer zudem still und heimlich die Gegner eliminiert, der erhält auch mehr Punkte. Allerdings kann man auch, wie gewohnt, die volle Gewalt der Waffen sprechen lassen. Allerdings muss man hier schon sagen, dass die KI ein paar kleine Macken aufweißt, denn es mutet mit Sicherheit etwas seltsam an, dass die Gegner sich beim Zeigen der Marke einfach ergeben. Wie dem auch sei - zumindest kann man sich über eine geniale Optik freuen, denn die Kriminellen erweisen sich nicht als das Klügste, was man in Videospielen gesehen hat.

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Der Multiplayer-Modus

Wie könnte es anders sein, Battlefield Hardline liefert auch einen Multiplayer-Modus ab. Dabei ist dieser Modus auch hier, der wesentliche Bestandteil des Spiels, sodass man die Single-Player-Kampagne eher als eine Erweiterung ansehen kann. Hier können nicht nur verschiedene Klassen gewählt werden, sondern es stehen auch eine Unzahl an Waffen, Karten und diversen Gadgets zur Verfügung. Auch hier findet man ein sehr umfangreiches Spielerlebnis vor. Wer in Battlefield Hardline neue Waffen freischalten will, der muss sich allerdings auch an eine veränderte Freischaltmethode gewöhnen.

Video - Gameplay

Klassen im Online-Modus

Im Online-Modus kann man sich zwischen vier Klassen entscheiden. Hier wurden diesen auch neue Namen verpasst, denn Begriffe wie Sturmsoldat, passen halt nicht zu einem Polizei-Szenario. Daher wurde dieser kurzerhand in Operator umbenannt, während man den Scharfschützen nun als Profi bezeichnet. Einen Ingenieur gibt es auch, welcher hier als Mechaniker bezeichnet wird. Der Versorger hat sich zudem zum Enforcer gewandelt.

Der Operator und der Profi

Wer sich als Operator in das Getümmel wirft, der kann Sturmgewehre wie das M16A3 und das M416 nutzen. Wer einen Kameraden verliert, kann diesen wiederbeleben und man selbst kann sich mit einer Spritze von den Verletzungen heilen. Beim Operator handelt es sich um eine Allround-Einheit, deren Waffen nicht nur stark sind, sondern auch auf vielen Reichweiten eine hervorragende Trefferquote bieten.

Nur der Profi kann die Scharfschützengewehre verwenden, und somit auch auf großen Entfernungen schaden anrichten. Dabei hat man sich hier redlich mühe gegeben, denn diese Gewehre sind absolut tödlich und auch auf enormen Entfernungen extrem genau. Zudem kann ein Profi Laserminen legen, wobei man allerdings beachten sollte, dass die auch entfernt werden können, sofern der Kontrahent diese bemerkt.

Der Mechaniker und der Enforcer

Bei Battlefield Hardline gibt es natürlich auch einen Mechaniker. Dieser wird standardmäßig mit Maschinenpistolen wie der MP5K ausgerüstet. Zudem kann man Fahrzeuge nicht nur wieder in Stand setzen, sonder auch sabotieren, wenn man dem Feind so richtig eins auswischen will. Übrigens kann diese Sabotage-Funktion sehr nützlich im Hotwire-Modus sein. Hier sollte man stets auf diese Zurückgreifen.

Bei Battlefield Hardline sorgt der Enforcer dafür, dass für alle Spieler um ausreichend Munition zur Verfügung steht. Hier gibt es dann Kampfgewehre zu entdecken oder man kann sich mit Schrotflinten den Weg drei schießen. Dabei ist ihre Durchschlagskraft außerordentlich groß und sie sind sehr genau. Leider feuern sie aber nur sehr langsam, sodass man auch schnell selbst am Boden liegen kann.

Karten

Der Spieler kann sich für neun Karten entscheiden, welche alle unterschiedlich sind. Battlefield Hardline bietet dabei eine enorme Bandbreite an Vegetations- und Umgebungsdetails. Wer zum Beispiel die Karte Bank Job spielt, derbefindet sich mitten in der Stadt, wobei das Szenario doch relativ klein gehalten ist. In der Staubwüste - das Szenario spielt in einer Stadt in der Wüste - kommt sich dagegen wirklich vor, wie auf einem endlosen Landstrich. Als Beispiel für die anderen Karten soll Bank Job herhalten. Hier kann man sich für acht verschiedene Spielmodi entscheiden, wobei natürlich alle bekannten Game-Play-Typen wie Deathmatch oder Eroberung auch wieder mit dabei sind. Hinzugefügt wurden noch Blood Money, Hotwire, Überfall, Rettung und Fadenkreuz. Die letzten beiden genannten Modi, sollen vor allem für den ESports-Bereich interessant sein. Bei der Rettung spielt man jeweils 5 gegen 5, wobei es darum geht, Geiseln aus deren Gewahrsam zu befreien. Beim Fadenkreuz muss ein VIP davor bewahrt werden, dem Kugelhalgel zum Opfer zu fallen. Bei Hotwire geht es darum, Fahrzeuge so lange wie möglich in Bewegung zu halten. Je länger die Fahrzeuge der eigenen Seite fahren, umso mehr Tickets verliert die andere Seite. Wer Überfall spielt, der muss zwei Geldpakete davor schützen, gestohlen zu werden. Bei Blood Money schließlich, muss man einen Tresor mit Geld füllen. Die Seite, die als erste die geforderte Summe zusammen hat, hat gewonnen.

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Der Kauf von Waffen

In Battlefield Hardline müssen natürlich auch wieder Waffen gekauft werden. Allerdings gestaltet sich dieser Prozess hier etwas anders. So hat man bei den Sturmgewehren sehr viel weniger Rückstoß - Zielen wird dadurch also einfacher. Panzerfäuste und andere schwere Waffen können entweder per Perk gekauft oder aber auf der Karte gefunden werden. Um Ausrüstungsgegenstände und Zubehör zu erhalten, muss man nicht mehr ein bestimmtes Level erreichen, sondern in den Spielen vielmehr Geld verdienen. Mit diesen kann man sich die begehrten Gegenstände dann sofort kaufen. Dieses Geld wird bei Battlefield Hardline in verschiedenen Matches verdient. Das Prinzip ist nicht neu, denn bereits Spiele wie Counterstrike warten mit einem solchen Feature auf. Für Battlefield Hardline bedeutet diese Möglichkeit, vor allem wesentlich mehr Spannung. Allerdings erweisen sich viele Waffen im Gegenzug zu anderen, als viel zu stark, da man hier kaum noch eine Chance hat. In zukünftigen Updates wird dieses Problem aber behoben werden.

Grafik und Sound im Test

Auch hier soll beim Ego-Shooter wieder die Karte Bank Job als Musterbeispiel gelten. Die Texturen sind absolut scharf. Dies hat man der Frostbite 3-Engine zu verdanken, welche die Karten und Umgebungen sehr realitisch darstellt. Wer die Möglichkeit hat, Battlefield Hardline auf maximaler Einstellung laufen zu lassen, der erlebt eine wahre Pracht. Auch die Charaktere können durch eine realistische Mimik und Muskelbewegungen überzeugen.

Auch beim Sound von Battlefield Hardline muss man keine Abstriche in Kauf nehmen. Alles ist 3D, sodass es auch jeder knallt. Die Geräusche der Fahrzeuge und der Waffen können es mit der Realität aufnehmen und auch die Stimmen in der deutschen Version sind sehr gut abgestimmt und synchron. Lediglich im Mehrspielermodus wurde an den Stimmen etwas gespart, denn hier wurden viele Stimmen einfach doppelt verwendet. Im Englischen klingt Battlefield Hardline allerdings noch realistischer.

Bildergallerie
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