Basketball

Basketball

Motorvision.de liefert euch News und Hintergrundinfos zum Thema Basketball. Welche Geschichte hat die Sportart, nach welchen Regeln wird gespielt und welche Wettbewerbe finden statt?

Basketball - Ein Spiel zwischen zwei Körben

Zwei Mannschaften, ein jeweils an beiden Seiten des Spielfeldes, exakt 3,05 Meter hoch, angebrachter Korb und ein Ball den es gilt durch verschiedene Variationen des Dribbelns und Wurfes in den Korb der gegnerischen Mannschaft zu befördern. Das ist Basketball. Ein Basketballspiel benötigt dabei lediglich 5 Feldspieler in jeder Mannschaft. Zusätzlich besitzt jede Mannschaft maximal sieben Auswechselspieler. Die erzielten Treffer der Bälle in die Körbe werden in Punkte unterteilt. So können je nach Distanz ein, zwei oder drei Punkte für solch einen Wurf erzielt werden. Natürlich ist es wie in fast jeder Sportart. Der stärkste gewinnt und in diesem Falle wäre das die Mannschaft mit der höheren Punktzahl. Bei einem Gleichstand wird eine Verlängerung von fünf Minuten hinzugezogen. Das Spielfeld selber muss eine Größe von 28 Meter mal 15 Meter aufweisen. Der aktuelle Basketball besteht vorwiegend aus synthetischen Materialien und besitzt einen Umfang von 749 bis 780 Millimetern bei einem Gewicht von 567 bis 650 Gramm. Die Spielerkleidung besteht in heutigen Tagen aus bequemen, ärmellosen Trikots und Shorts sowie Sportschuhen namhafter Markenhersteller.

Geschichte: Vor über 100 Jahren erfunden

1891 wurde die Sportart von James Naismith, einem Trainer aus Kanada, erfunden. Ab dem Jahre 1936 wurde das Spiel mit dem berühmten Korbball schließlich sogar olympisch. Heutzutage bietet Basketball hoch dotierte Mannschaften und weit über 450 Millionen Menschen die sich global am Phänomen Basketball spielerisch und aktiv, laut dem Weltbastekballverband FIBA, beteiligen. Aber bevor es dazu kam war es noch ein weiter Weg.

Von Pfirsichkörben und Brettern zu einer der erfolgreichsten Sportarten der Welt

James Naismith war vorrangig Pädagoge und Arzt. Um den Mannschaftsgeist seiner Studenten in Springfield(USA) zu stärken tüftelte er im Jahre 1891 an einem Ballspiel, das die Welt verändern sollte. Es war Winter und seine Studenten benötigten eine gelungene Ablenkung. Sein Ziel war die Entwicklung einer Hallensportart, die gegenüber anderen Sportarten zudem kein hohes Verletzungsrisiko beherbergen sollte. Ein Ball und zwei Tore waren das, was er für die perfekte Basis einer neuen Sportart empfand. Um die Tore nicht in das Spielfeld zu platzieren und aufgrund der Verletzungsgefahr seiner Studenten entschloss er sich dazu sie erstens in ungewöhnliche Körbe umzuwandeln und sie zweitens hoch über den Köpfen der Spieler zu befestigten, so das diesen nichts anderes übrig blieb als die Bälle zu werfen.

James Naismith beauftragte den damaligen Hausmeister Pop Stabbins die Körbe, welche aus Pfirsichkörben bestanden, an den Emporen der YMCA Training School zu befestigen. Unabsichtlich legte Naismith dadurch den Grundstein für die bis zum heutigen Tag im Basketball gültige Korbhöhe von 3,05 Metern. Nun hatte Naismith ein Spielfeld, das außer den in luftiger Höhe gelegenen Körben, keine Unfallrisiken für die Spieler darstellen sollte. Doch Naismith hatte noch ein anderes Problem. Er befürchtete das die Fairness der Tore darunter leiden könnte, das Besucher des Spiels die Emporen dazu nutzen würden an den Körben zu rütteln oder Dinge hineinzuwerfen. Schließlich ließ Naismith hinter jedem der Körbe ein großes Brett montieren. Anschließend stellte er zusammen mit der Schulsekretärin Lyons 13 Grundregeln für das Spiel auf die bis heute ihre Gültigkeit bewahrt haben. Am 20. Januar im Jahre 1892 war es dann endlich so weit. In Springfield prallte der Weltweit erste Basketball auf den Boden der Halle und eröffnete ein Spiel das die Welt verändern und sich vor allem in seiner Anfangszeit schnell in den USA durchsetzen sollte.

Basketball setzt sich durch

Ein Jahr später entschloss man sich Basketball auch für Frauen einzuführen. Geprägt wurde Basketball für Frauen vor allem durch Senda Berenson Abbott die sogar die von Naismith aufgestellten Regeln veränderte und an weibliche Spiele anpasste. Nachdem sich Basketball in nur kürzester Zeit an den Colleges der USA durchsetzte, fand 1893 bereits das erste Spiel zwischen zwei verschiedenen College Mannschaften statt. Mitten im Herzen von Pennsylvania schlug das Geneva College das Team von New Brighton YMCA. In dieser Zeit besaßen die Mannschaften noch nicht ihre heutige Anzahl von fünf Spielern auf dem Spielfeld, sondern oftmals bis zu neun Spieler. Im selben Jahr erhielt Basketball auch im Ausland Einzug. So fand 1893 das allererste Basketballspiel in Frankreich statt.

Es dauerte bis 1896 das sich die heutige Zahl der Feldspieler etablierte. Basketball gewann dadurch zunehmend an Popularität. Die Colleges und Universitäten gingen schnell dazu über die Spiele zu fördern und sie durch Sponsoring zusätzlich zu unterstützen. Vor allem berühmte Mannschaften wie die Buffalo Germans, trugen zur langfristigen Popularität der Sportart bei, die es im Jahre 1904 schafften Basketball, auch bei den olympischen Spielen durchzusetzen und dadurch offiziell vom IOC anerkannt wurden. Auch die Original Celtics verhalfen dem Basketball zu internationaler Bekanntheit.

Im Jahre 1906 entschied man sich dann dazu in Chicago den NCAA, National Collegiate Athletic Association, zu gründen da die Zahl der College Mannschaften fast unüberschaubar wurde. Ebenfalls im selben Jahr kam Italien in den Genuss der Sportart und fand schnell Gefallen am amerikanischen Basketball. 1913 tauchte Basketball zum ersten Mal in Puerto Rico auf, ein Jahr später in Bulgarien so wie Griechenland. In den Jahren um 1920 herum entstanden neue berühmte Mannschaften wie die Cleveland Rosenblums oder aber auch die New York Renaissance. 1923 lernte die Sowjet Union zum ersten Mal Basketball kennen und schätzen. 1925 führte man die ABL ein, die American Baskettball League, die dafür sorgen tragen sollte das gesamte Baskettballspiel professioneller zu strukturieren. Das Brett hinter den Basketballkörben erhielt durch die ABL seinen festen Platz im Regelwerk nachfolgender Spiele.

Der Frauen Basketball entwickelte sich in den nachfolgenden Jahren ebenfalls weiter und konnte im Jahr 1926 die erste Meisterschaft im Basketball für Frauen durchführen die seit diesem Jahr jährlich durch den NAIA abgehalten wird aber die Regeln des Basketballspiels für Männer nutzt. Der Freiwilligenverband der Männer trug seine erste NCAA Landesmeisterschaft im Jahr 1939 aus und konnte vor einer enormen Anzahl von Zuschauern erfolge feiern. Kurz zuvor gründeten acht Nationalverbände in Genf, den FIBB der sich drei Jahre später in den FIBA umtaufte. Dieser legte die internationalen Regeln für Basketball fest und kontrollierte zudem die internationalen Meisterschaften der Basketball Mannschaften.

Ab 1932 wollten dann auch die Deutschen endlich wissen was es bedeutet Basketball zu spielen. Erst zwischen 1948 und 1951 musste der amerikanische College-Basketball den professionellen Mannschaften weichen. In der Öffentlichkeit verflog das Interesse da die College Mannschaften in Manipulationsskandale verwickelt wurden. In folge dessen entwickelte sich bereits 1946 die BAA, die Basketball Association of Amerca durch Edward Gottlieb und Walter Brown. Brown war gleichzeitig auch Präsident der erfolgreichen Boston Bruins. Heute ist diese Liga eher unter ihrem Namen NBA bekannt. Diesen erhielt sie allerdings erst drei Jahre später.

Ungebremste Popularität der beliebten Ballsportart Basketball

Einen enormen Aufwind bekam die Sportart auch durch den Unternehmer Fred Zollner der die späteren Detroit Pistons kaufte und für einige Abänderungen im Basketballsport sorgte. Da er sowohl der NBA als auch der BAA finanziell sichtlich unter die Arme griff, war er auch an kleineren Regeländerungen des Spiels beteiligt. Seit 1999 besitzt Fred Zollner einen festen Platz in der Hall of Fame des Basketball. Trotz des hohen Bekanntheitsgrades von Basketball sollte es bis 1992 dauern das die ganze Welt ihre Augen auf den beliebten Sport richtete. Damals traten zu den olympischen Spielen in Barcelona erstmals Profis im Basketball an und verhalfen dem Spiel zu einem weiteren Popularitätssprung der bis heute andauert und sich in Filmen, Magazinen, Sportartikeln oder Videospielen niederschlägt. Heutzutage hat sich Basketball auf der ganzen Welt ausgebreitet und fast alle europäischen Länder sind im Besitz einer eigenen Basketball-Liga. Es existieren nicht nur Meisterschaften, sondern auch viele durch Unternehmen gesponserte Spiele die medienwirksam einen großen Fankreis nach sich ziehen.

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