Donnerstag, 19.09.13 Wagner, Christian

Wahlprognose Bundestagswahl 2013 - 19. September : Bundestagswahl 2013: Wahlprognose bei Google und Twitter

Angela Merkel - Wahlprognose Bundestagswahl 2013

Je näher wir der Bundestagswahl 2013 am 22. September kommen, desto mehr Wähler interessieren sich für die Frage: "Wer gewinnt die Wahl 2013?" Eine verlässliche Antwort kann derzeit keiner geben, doch Forscher, Umfrageinstitute und auch Google und Twitter wagen sich an eine Wahlprognose für die Bundestagswahl 2013.

Wahlprognose für die Bundestagswahl 2013: Die Umfragewerte vom 19. September

Wer nach einer Wahlprognose für die Bundestagswahl 2013 sucht, interessiert sich meist für die aktuellen Umfragewerte der Parteien. Ermittelt werden diese wöchentlich in der Sonntagsfrage, die gleich mehrere Meinungsforschungsinstitute durchführen. Wer einen kompakten Überblick über diese Daten haben möchte, sollte die Seite wahlrecht.de aufrufen. Dort sind unter anderem die aktuellen und vergangene Umfragen vom Allensbach Institut für Demoskopie (im Auftrag der FAZ), Emnid (im Auftrag der Bild am Sonntag), der Forschungsgruppe Wahlen (im Auftrag des ZDF) und Infratest Dimap (im Auftrag der ARD) gelistet. Die aktuellste Wahlprognose für die Bundestagswahl 2013 stammt allerdings von der Insa Consulere GmbH im Auftrag der Bild-Zeitung. Sie prognostiziert am 19. September für die Bundestagswahl am Sonntag 38% für die CDU/CSU, 28% für SPD, 8% für die Grünen, 6% für die FDP, 9% für die Linken, 2% für die Piraten und 5% für die AfD. Die schwarz-gelbe Regierung unter Angela Merkel käme damit auf 44% der Wählerstimmen, die rot-rot-grüne Opposition würde in diesem Fall zusammen 45% der Stimmen erreichen. Eine Mehrheit hätte allerdings keine der beiden Bündnisse. Der Weg für eine große Koalition wäre hingegen frei.

Wahlvorhersagen ohne Umfragewerte

Dass man nicht unbedingt die Wähler nach ihrer aktuellen Meinung befragen muss, um eine Wahlprognose für die Bundestagswahl 2013 zu erstellen, zeigen drei Forscherteams. Thomas Gschwend (Universität Mannheim) und Helmut Norpoth (Stony Brook University) haben das sogenannte Chancellor-Modell entwickelt, das weniger Wert auf die aktuelle Stimmung legt, dafür aber die Kanzleruntersützung und den langfristigen Wählerrückhalt in den Mittelpunkt stellt. Nach ihrer Wahlprognose für die Bundestagswahl 2013 sollen CDU/CSU und FDP 51,7% der Stimmen bekommen. Das "Benmarking-Modell" der Hertie School of Governance, bei dem auch ein wirtschaftlicher Vergleich einbezogen wird, sieht dagegen nur 47,05 Prozent der Stimmen für die aktuelle Regierung. Das würde jedoch ausreichen, um die Koalition weitere vier Jahre fortzusetzen. Die Wahlprognose für die Bundestagswahl 2013 mit dem Poltical Economy Model führt dagegen zum Ergebnis, dass es für Schwarz-Gelb nicht reichen wird, auch wenn Angela Merkel wieder die Wahl gewinnen dürfte. Mehr Informationen zu dieser Art von Wahlvorhersage findet ihr übrigens in unserem ersten Artikel zur Bundestags-Wahlprognose 2013.

Social Media-Wahlprognose für die Bundestagswahl 2013

Auch Google und Twitter liefern viele interessante Statistiken zur Bundestasgwahl 2013, auch wenn diese nur bedingt für eine seriöse Wahlvorhersage genutzt werden können. Der Suchmaschinen-Riese Google hat ein eigenes Wahlportal online gestellt, auf dem nicht nur Nachrichten und Social Media-Profile der Parteien gesammelt werden. Bei den Trends kann man verfolgen, wie oft die Spitzenkandidaten der Parteien in Google News-Beiträgen erwähnt werden und wie oft die Google Nutzer nach ihnen suchen. Hier zeigt sich beispielsweise, dass Peer Steinbrück nicht nur bei der Beliebtheit der Wähler zulegen konnte. Ein ähnliche Angebot wie Google bietet auch das Twitterbarometer 2013. Es ist jedoch ganz auf den Kurznachrichtendienst Twitter zugeschnitten. Die Wahlprognose für die Bundestagswahl 2013 baut auf dieser Seite auf den Twitter-Hashtags auf und listet derzeit die Piratenpartei als jene Partei, die die meiste Zustimmung erfährt.