Montag, 15.03.10 Schwarz, Robert, powered by Speed Heads

Veritas RS III Roadster : Veritas RS III Roadster: Der Brutalo-Sportler geht in Serie

Veritas RS III Roadster Front

Mit Spannung hat die Automobil-Welt die Serienproduktion des neuen deutschen Supersportwagens Veritas RS III Roadster erwartet. Endlich ist es soweit, das erste Modell wird Anfang 2010 ausgeliefert.

Veritas - nur Fachleute kennen die kleine deutsche Sport- und Rennwagenschmiede, die in der Nachkriegszeit durchaus für Furore gesorgt hat. Immerhin gilt die Firma als erster deutscher Automobilhersteller, der in der Formel 1 aktiv war. Nun lebt der legendäre Name wieder auf, den Anfang 2010 rollt das erste Exemplar einer modernen, straßenzugelassenen Version des Rennsportklassikers aus der Werkshalle in Gelsdorf nahe des Nürburgrings.

Neben brachialen technischen Daten und Performance-Werten macht die ungeheure Exklusivität den Veritas RS III Roadster so begehrenswert. Zum einen entsteht jedes Auto aufwändig in Handarbeit, andererseits beträgt die streng limitierte Auflage nur 30 Exemplare. Noch vor dem eigentlichen Produktionsbeginn konnte die Vermot AG als Hersteller des Veritas fünf Automobile verkaufen. Acht weitere Exemplare sind reserviert. Außerdem liegen über 100 Anfragen vor. In Gelsdorf rechnet man deshalb damit, dass vor Jahresende die komplette Edition ausverkauft ist.

Zukunft und Moderne markant kombiniert

Schon auf den ersten Blick überzeugt der Veritas RS III mit einem Design, das futuristische und klassische Elemente verbindet und so zu einem unverwechselbaren Gesamtbild führt. Das typische Haifischmaul und die aggressiv blickenden Xenon-Doppelscheinwerfer prägen das Gesicht des offenen Supersportlers. Taillierte, nach innen geschwungene Seitenschweller und das flache Heck mit den mittig nach oben gerichteten Edelstahl-Auspuffrohren kontrastieren mit dem asymmetrisch in die Karosserie integrierten Überrollbügel auf der Fahrerseite.Die komplette Karosserie besteht aus einer superleichten Carbon-Haut. Ein Gitterrohrrahmen bietet den Insassen auf ihren modifizierten Recaro-Vollschalen-Sitzen neben den Vier-Punkt-H-Gurten ein Höchstmaß an passiver Sicherheit. Ein in der Fahrzeugmitte aufragender Rückspiegel, genietete oder verchromte Karosserie-Elemente sowie die markant gezackten Rückleuchten runden das außergewöhnliche Design-Konzept ab. Weitere Akzente setzen die fünfstrahlig verzierten 22-Zoll-Tiefbettfelgen, die bei der extrem niedrigen Fahrzeughöhe von nur 97 Zentimetern gut zur Geltung kommen. Für eine sichere Bodenhaftung sorgen Pneus im Format 255/30 und hinten Pendants der Größe 325/25.

Antriebstechnik von BMW

Die technischen Daten zeugen vom hohen Anspruch der Macher: Angetrieben wird der 4,68 Meter lange, 2,02 Meter breite und 1.080 Kilogramm leichte Roadster von einem fünf Liter großen V10-Motor aus dem Hause BMW. Bei einer Drehzahl von 7.500 U/min und einem Leistungsgewicht von nur 2,13 kg/PS ruft der Veritas RS III seine Höchstleistung von 507 PS ab. Das maximale Drehmoment von 520 Nm liegt bei 6.100 U/min an.Der neue Veritas RS III Roadster beschleunigt von 0 auf Tempo 100 in weniger als 3,2 Sekunden und beendet seinen Vortrieb erst bei 347 km/h. Die Kraftübertragung erfolgt über das Sieben-Gang-SMG von BMW oder optional mit einer manuellen Sechs-Gang-Box.

Die Elektronik hilft - aber nur, wenn sie darf

Das Handling unterstützt ein höhenverstellbares, auf der Nordschleife des Nürburgringes getestetes Spezial-Sportfahrwerk. Da die Liebhaber dieses ungezähmten Boliden im Allgemeinen das "True Race Feeling" wünschen, lässt sich der Veritas RS III ohne ABS und ASR fahren. Vorsichtigere Fahrer können die elektronischen Helferlein aber zuschalten.Für die Verzögerung ist eine Bremsanlage von Brabham Racing zuständig: Sechs Kolben mit 380 Millimeter großen Keramik-Scheiben vorne und vier Kolben mit 355-Millimeter-Pendants hinten dürften den Ein-Tonnen-Sportler abrupt zum Stillstand bringen. Doch der nächste Kickstart kommt bestimmt…

Acht Wochen für ein Auto

Die 15 Mitarbeiter der Manufaktur montieren an drei Arbeitsstationen Chassis, Karosserie und Interieur. Die Fertigstellung eines der klassischen 1+1-Sitzer mit verdecktem Beifahrersitz, der sich bei Bedarf öffnen lässt, dauert acht Wochen, wobei jeweils drei Wagen parallel gebaut werden. Selbstverständlich sind die Fahrzeuge nach EU-Standard voll homologiert.

  • Robert Schwarz

    Robert ist seit 2009 bei Motorvision, er ist einer unserer Online-Redakteure. Seine Vorlieben liegen bei schnellen Sportwägen mit viel Leistung. Wenn Robert nicht gerade mit einem schnellen Wagen unterwegs ist, schraubt er auch gerne mal selbst an seinem BMW M3 E30.

Mehr zum Thema auf www.motorload.de

Inhaltsverzeichnis
  1. Zukunft und Moderne markant kombiniert
  2. Antriebstechnik von BMW
  3. Die Elektronik hilft - aber nur, wenn sie darf
  4. Acht Wochen für ein Auto
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