Freitag, 09.12.11 Harloff, Thomas

Roding Roadster : Tiefflieger mit BMW-Power: Roding Roadster

Roding Roadster

In fünf Jahren kann viel passieren. Zum Beispiel kann aus einer ambitionierten Idee ein knackiger Power-Roadster entstehen. Als lebender Beweis rollt in nicht mehr allzu langer Zeit der Roding Roadster auf die Straßen, der mit geringem Gewicht und saftiger BMW-Power zu überzeugen weiß.

Ein halbes Jahrzehnt Entwicklungsarbeit

Jetzt ist es fast soweit: Was vor fünf Jahren als Idee aus den Köpfen einiger autoverrückter Studenten den Weg auf diverse Blätter Papier findet, ist nun so gut wie serienreif. Der Roding Roadster, ein kompakter und leichter, offener Zweisitzer, steht in den Startlöchern und ist bereit, so etwas wie das Oberpfälzer Pendant zur Lotus Elise zu werden. Nun ist eine der letzten Hürden genommen, die Entscheidung über den Antrieb ist gefallen. Die Motoren wird BMW liefern, der Dreiliter-Sechszylinder-Turbo aus 135i, 335i und Co. wird den Kurvenfloh zu Höchstleistungen treiben.

Viel Leistung, wenig Gewicht

Im Roding Roadster, der im gleichnamigen bayerischen Städtchen nahe der tschechischen Grenze gefertigt werden wird, wird das Triebwerk jedoch 320 statt 306 PS leisten und über 450 statt 400 Nm verfügen. Wie es sich gehört, thront das Aggregat vor der Hinterachse und treibt die hinteren Räder an. Es findet sein Zuhause in einem Heck, das wie der Vorderwagen aus einer Aluminium-CfK-Struktur besteht. Die Fahrgastzelle ist sogar ausschließlich aus dem carbonfaserverstärkten Kunststoff gefertigt. Die Verwendung des ebenso teuren wie leichten Materials sorgt für eine exzellente Verwindungssteifigkeit und drückt das Gewicht. Die Macher des Roding Roadsters gehen von einem Leergewicht von unter 950 kg aus.

Im Fitnessstudio gestählter (Blech-)Körper

Allein die Zahlen versprechen Fahrspaß pur, und die weiteren Zutaten unterstreichen diese Prognose. Stoßdämpfer, Einzelradaufhängung und Doppeldreieckslenker sollen für den jeweiligen Einsatzzweck - Straße oder Rennstrecke - anpassbar und vom Fahrer individuell einstellbar sein. Der Pilot sortiert die Gänge in einer manuellen Sechsgang-Box, ein mechanisches Sperrdifferential mit maximal 40 Prozent Sperrwirkung kümmert sich um die Traktion der Hinterachse. Dass Roding optional Semi-Slick-Reifen für den Roadster anbietet, verdeutlicht den Anspruch der Oberpfälzer, eine absolute Fahrmaschine auf die Räder zu stellen.

Anfangs wird der Roding Roadster in einer auf 23 Exemplare limitierten
Sonderedition auf den Markt kommen. Der Startschuss fällt im Frühjahr
2012, wenn die Serienversion erstmals enthüllt und damit auch das
endgültige Design vorgestellt wird. Gleichzeitig startet die Fertigung -
womit die fünfjährige Entwicklungsphase endlich ihren Höhepunkt erlebt.

  • Thomas Harloff

    Thomas ist von 2004 - 2013 bei Motorvision und als Chefredakteur für das Printmagazin und den Onlineauftritt zuständig. Nach dem erfolgreichen Studium der Medienkommunikation an der TU Chemnitz wollte er unbedingt journalistisch tätig sein. Am besten in den Themenbereichen „Auto“ oder „Sport“. Ziemlich schnell ist der Erzgebirgler bei Motorvision gelandet, wo er als Praktikant, Volontär und schließlich als Redakteur stets beide Leidenschaften miteinander verbinden konnte. Privat ist Thomas eher ein gemütlicher Typ, den man entweder auf seiner Couch, auf dem Fußballplatz, im Stadion oder an/auf der Rennstrecke findet.

Mehr zum Thema auf www.motorload.de

Inhaltsverzeichnis
  1. Ein halbes Jahrzehnt Entwicklungsarbeit
  2. Viel Leistung, wenig Gewicht
  3. Im Fitnessstudio gestählter (Blech-)Körper
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