Mittwoch, 12.02.14 Maier, Florian, Döhmann, Lars

Reifentest 2014 | ACE & GTÜ | Sommerreifen im Test : Sommerreifen 2014: Elf Modelle im Reifentest

Reifentest 2014 ACE GTÜ Sommerreifen Test

Im ersten Reifentest des Jahres hat der Auto Club Europa (ACE) zusammen mit der Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ) elf Sommerreifen-Modelle der Größe 225/45 R 17 - vorwiegend für die Kompakt-Klasse - im auf die Probe gestellt. Die Ergebnisse des ersten Sommerreifentests 2014 lest Ihr hier bei uns.

Reifentest 2014: Alle Sommerreifen überzeugen im Test

Wer im April auf fabrikneue Sommerreifen umrüstet, kann sich ruhigen Gewissens auch für eine etwas größere Dimension entscheiden. Das gilt jedenfalls für die elf handelsüblichen Sommerreifen der Größe 225/45 R 17, die der ACE im Fahrbetrieb praktisch getestet hat. Diese Sommerreifen sind ohne Ausnahme entweder empfehlenswert (7 Mal) oder sehr empfehlenswert (4 Mal). Dabei haben die Tester gemeinsam mit den Fachleuten der GTÜ die Eigenschaften der Reifen auf nasser wie trockener Fahrbahn, sowie in den Bereichen Umwelt und Wirtschaftlichkeit begutachtet. Die Sommerreifen im Test konnten fast durch die Bank mit hohen Sicherheitsreserven - selbst auf nasser Straße - überzeugen. Bewertet haben die Tester die Fabrikate im Sommerreifentest in insgesamt zwölf Kategorien.

Continental: Sieg beim ersten Sommerreifentest 2014

Als Sieger ging der sehr empfehlenswerte ContiSportContact 5 von Continental beim ersten großen Reifentest 2014 hervor. Der Preis für einen Vierer-Satz dieser Reifen ist mit einem vom Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V ermittelten Durchschnittspreis von 556 Euro von allen getesteten Mitbewerbern allerdings auch der höchste. Beim Einkauf schnitt der empfehlenswerte Apollo Aspire 4GXL am günstigsten ab, bei dem der Satz lediglich um die 400 Euro kostet.

Breite Sommerreifen: Das ist zu beachten

Und noch etwas ist mit Blick auf die Reifendimension zu bedenken: Gegenüber der für die Kompakt-Klasse noch gängigen Standardgröße 205/55 R 16 müssen Käufer von Sommerreifen der getesteten, größeren Dimension 225/45 R 17 generell mit rund 100 Euro mehr beim Einkauf rechnen, wobei die Kosten für Felgen dann noch dazukommen. Außerdem sollte jedem Liebhaber sportlicher Optik klar sein, dass der verringerte Querschnitt auch Einbußen beim Abrollkomfort nach sich ziehen kann. Denn die Reifenflanke ist zu einem großen Teil an der Federung und Dämpfung kleiner Fahrbahnunebenheiten beteiligt. Stöße von Kanaldeckeln und Fugen können daher stärker in den Innenraum durchdringen. Die flache, steife Reifenflanke sorgt andererseits aber auch für eine direktere Übertragung der Lenkbewegungen zur Straße hin. Der Reifen walkt und arbeitet weniger auf dem kurzen Weg zwischen Straße und Felge, was in der Summe ein direkteres Fahrgefühl vermittelt. Nicht zuletzt haben breitere Reifen auch einen höheren Luftwiderstand.

Noch eine weitere Empfehlung: Die regelmäßige Kontrolle des Luftdrucks – unter anderem aus Gründen der Sicherheit und der Wirtschaftlichkeit. Auch ein Check der Profiltiefe ist außerordentlich wichtig und sollte keinesfalls vernachlässigt werden. Der Reifen ist und bleibt nun einmal das einzige Bindeglied zwischen Straße und Fahrzeug. Auch die Misshandlung des Reifens durch das Anfahren scharfer Bordsteinkanten sollte tunlichst vermieden werden. Letzteres nehmen Niederquerschnittsreifen noch schneller übel als normale Reifen.