Montag, 15.03.10 Schwarz, Robert, T. Harloff

Ps Opel Liter Mini Iaa-übersicht Teil 7 : IAA-Übersicht, Teil 7: Von Mini bis Opel

Mini Clubman

Seit 13. September haben die Tore der Frankfurter IAA für das breite Publikum geöffnet. Motorvision führt Sie virtuell von Stand zu Stand. Im siebten Teil unseres Überblicks: Die Neuheiten von Mini bis Opel.

Mini:

Lifestyle-Kombi statt Lasttier will der neue Mini Clubman sein, der seine Weltpremiere feiert. Der Kombi auf Basis des Mini Cooper ist mit 3,95 Metern 24 Zentimeter länger als die Steilhecklimousine, das Volumen des Laderaums beträgt bis zu 930 Liter. Bis zur B-Säule gleicht der Kombi der konventionellen Limousine. An der rechten Fahrzeugseite sorgt nun eine gegenläufig öffnende Tür zum Fond für einen bequemeren Einstieg. Statt einer Heckklappe besitzt der Kleinwagen zwei zur Seite öffnende Türen, ein Anklang an das 60er-Jahre-Modell Morris Mini Traveller. Auch in der zurzeit zweiten Modellvariante der neuen Mini-Generation kommt ein Bremsenergie-Rückgewinnungssystem, eine Start-Stopp-Automatik und die Schaltpunktanzeige zum Einsatz, um den Verbrauch zu drücken. Das Einstiegsmodell Cooper Clubman mit 88 kW/120 PS verbraucht laut Hersteller 5,5 Liter Superplus auf 100 Kilometer. Der turbogeladene Cooper S Clubman mit 128 kW/175 PS benötigt 6,3 Liter Superplus, sein Preis beträgt 23.900 Euro. Für 21.600 Euro ist das 80 kW/110 PS starke Dieselmodell Cooper D Clubman erhältlich, das 4,1 Liter Diesel benötigt. Daneben sind auch die verschiedenen Limousinen-Versionen des Kleinwagens vertreten.

Mitsubishi:

Erstmals mit Dieselmotor ist die Mittelklasselimousine Mitsubishi Lancer in der neuesten Generation erhältlich. Der Viertürer erhält einen von Volkswagen zugekauften 103 kW/140 starken Selbstzünder. Ebenfalls zur Wahl steht ein 106 kW/144 PS starker 1,8-Liter-Benziner mit manuellem Fünf-Gang- oder CVT-Getriebe. Eine fünftürige Fließhecklimousine soll das Karosserie-Angebot im kommenden Jahr erweitern. Optisch hat der Japaner an Dynamik gewonnen, der tief nach unten gezogene Kühlergrill wird von zwei schräg stehenden, bis in die Kotflügel reichenden Scheinwerfern eingerahmt. Für die zukünftige Dieselmotoren-Generation der Japaner wirbt schon heute die fünftürige Kompaktwagen-Designstudie Concept cX. Mit dem aggressiven, schräg stehenden Kühlergrill und der nach hinten abfallenden Dachlinie nimmt das Showcar Designmerkmale der Marke auf. Blickfang von hinten ist die große gläserne Heckpartie. Für den Antrieb sorgt ein neu entwickelter 1,8-Liter-Dieselmotor mit variabler Turbo-Turbinengeometrie und Partikelfilter. Trotz des elektrisch gesteuerten Allradantriebs hegt der 4,10 Meter lange Japaner keine Offroad-Ambitionen. Ein richtiger Geländegänger ist hingegen der Mitsubishi Pajero, der seit Jahresanfang in seiner neuesten Generation erhältlich ist. Als Drei- oder Fünftürer verfügt er nun für eine bessere Offroad-Tauglichkeit über ein sperrbares Ausgleichsgetriebe an der Hinterachse. Ebenfalls seit Anfang 2007 gibt es das SUV Outlander, auf dessen Plattform auch die SUVs des PSA-Konzerns, Citroen C-Crosser und Peugeot 4007, stehen. Außerdem zu sehen: der Kleinwagen Colt, der Van Grandis sowie der Pick-up L200.

Nissan:

Als Ergänzung seiner Modellpalette in der Kompakt-Klasse bringt Nissan im Januar den Tiida nach Deutschland. Der Fünfsitzer mit den großen mandelförmigen Scheinwerfern und der runden Front ist als Stufen- oder Steilheckversion erhältlich. Drei Motoren mit Leistungswerten zwischen 78 kW/105 PS und 93 kW/126 PS stehen bei Markteinführung zur Wahl. Der bereits seit 2004 auf anderen Märkten erhältliche Tiida tritt mit einem eher klassischen Konzept gegen Toyota Auris, Kia Ceed und VW Golf an, während der seit Jahresanfang erhältliche Kompakt-Crossover Qashqai mit seiner Offroad-Optik eher im Revier der SUV-Fahrer wildern soll. Die Studie eines Dreisitzers Mixim präsentiert sich bei ihrer Weltpremiere in ständiger Bewegung: Über eine Rampe wechselt das Elektroauto während der Öffnungszeiten automatisch zwischen zwei Bühnen auf dem Stand. Der Kleinwagen soll vor allem junge Computerfans begeistern. Der Fahrer nimmt auf einem zentralen Sitz Platz, zwei weitere Plätze flankieren ihn leicht nach hinten versetzt. Das Design des Cockpits orientiert sich an Computerspielen. Für den Antrieb sorgt ein Elektromotor. Eine Serienproduktion ist aber eher unwahrscheinlich. Auf den ersten Blick gaukelt der neue Nissan X-Trail dem flüchtigen Betrachter vor, ganz der Alte zu sein. Keine Experimente, hieß wohl die Devise. Dabei ist in Wahrheit an der zweiten Generation wirklich alles neu. Mehr Platz für Passagiere und Gepäck, der hochwertigere Innenraum sowie neue Motoren und Ausstattungsmerkmale werten die Neuauflage auf, ein serienmäßiges ESP und sechs Airbags sorgen für Sicherheit. Ansonsten bleibt er, was er war: Ein SUV, das ordentliche Offroad-Eigenschaften mit guter Straßentauglichkeit verbindet. Als Antrieb stehen vier Motoren - zwei Diesel und zwei Benziner - mit Leistungswerten zwischen 104 kW/141 PS und 127 kW/173 PS zur Wahl. Die Preisliste beginnt bei 26.990 Euro. Mit einem dezenten Facelift präsentiert sich der Kleinwagen Nissan Micra. Zusätzliches Chrom an der Karosserie, blau eingefärbte Blinkergläser und neue Innenraummaterialien sollen die Verkaufszahlen nach der Messe ankurbeln. Zu sehen ist auch der überarbeitete Sportwagen Nissan 350Z. Sein 3,5-Liter-Triebwerk leistet nun mit 230 kW/313 PS zwölf PS mehr als bislang. Auch die Modelle Note, Murano, Pathfinder, Patrol und Navara können bestaunt werden.

Opel:

Allein durch seine geringe Größe ist der neue Opel Agila ein sparsames Auto. Die Weltpremiere feiert er in Frankfurt. Der Hochdach-Kleinwagen entstammt wie sein Vorgänger aus der Kooperation mit Suzuki, ist allerdings in der zweiten Auflage deutlich rundlicher und gefälliger geworden. Zudem ist er um 20 Zentimeter auf rund 3,70 Meter gewachsen. Und das kommt vor allem dem Kofferraum zugute, der bei voller Bestuhlung rund 220 Liter und mit umgeklappten Rücksitzen rund 1.000 Liter fasst. Als Motorisierung stehen zwei neue Benzin-Aggregate vom Kooperationspartner Suzuki und eine Diesel-Variante mit einem Leistungsspektrum von 48 kW/65 PS bis 63 kW/86 PS zur Verfügung. Ein 55 kW/75 PS starker 1,3-Liter-Common-Rail-Turbodiesel, der auch im Opel Corsa und Opel Astra zum Einsatz kommt, komplettiert das Angebot. Ab Werk verfügt der Fünfsitzer in der Basisversion serienmäßig unter anderem über vier Airbags und die Kindersitzbefestigung Isofix. Außerdem ist eine geschwindigkeitsabhängige Servolenkung an Bord. Preise hat der Hersteller noch nicht bekannt gegeben. Die Einstiegsversion des aktuellen Modells kostet derzeit rund 10.500 Euro.Allgemein fahren die Rüsselsheimer beim Umweltschutz dreigleisig. Verbrauchsoptimierte Dieselmotoren, Bioethanol-Modelle und ein eigenes Hybridkonzept sollen den Flottenverbrauch senken und das Markenimage stärken. Bereits kurz nach der Messe sollen die so genannten "Eco Flex"-Modelle erhältlich sein. Den Start machen die ausgestellten Corsa, Astra und Meriva. Für den Antrieb sorgt jeweils ein 1,3-Liter-Selbstzünder, laut Opel der "kleinste Common-Rail-Turbodiesel der Welt". Im Kleinwagen Corsa soll er 4,5 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern verbrauchen. Ebenfalls zu sehen ist der Opel Vectra Flexpower. Unter der Haube der Mittelklasselimousine arbeitet ein 129 kW/175 PS starker Ottomotor, der wahlweise mit E85-Ethanol, Benzin oder einer Mischung aus beidem betrieben werden kann. Technisches Highlight ist die Studie einer Hybrid-Version des Kleinwagens Corsa. Mit Start-Stopp-Automatik, Bremskraft-Rückgewinnung und Unterstützung durch einen Elektromotor soll sein 55 kW/75 PS starkes Dieselaggregat nur 3,75 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern benötigen. Der CO2-Ausstoß liegt damit unter 100 Gramm pro Kilometer. Kernstück des Hybrid-Systems ist ein Starter/Generator-Elektromotor. Wenn sich der Motor per Start-Stopp-Automatik an der Ampel abgeschaltet hat, wirft ihn die Starter-Funktion des Elektromotors über einen Riemen sekundenschnell wieder an. Während des Bremsens arbeitet das E-Aggregat als Generator und speist die gewonnene Energie in eine Lithium-Ionen-Batterie ein. Zusätzlich kann er das Dieseltriebwerk beim Beschleunigen unterstützen. Als Termin für den Marktstart gibt der Hersteller die "nahe Zukunft" an. Das limitierte Sondermodell Opel Astra OPC "Nürburgring-Edition" hebt sich optisch durch sein weißes Blechkleid und die weißen Felgen von dem Serienmodell ab. Ein großer Spoiler ziert das Heck, die Außenspiegel und die mittlere Dachsäule sind in Karbon-Optik gestaltet. Unter der Motorhaube wirkt der 177 kW/240 PS starke 2,0-Liter-Turbo-Ottomotor aus dem serienmäßigen OPC-Modell. Das Sondermodell soll im ersten Quartal 2008 auf den Markt rollen. Auf dem Stand finden sich zudem der Roadster Opel GT und der im Februar modellgepflegte Kompakte Astra als Limousine, Kombi und Cabrio. Der Mittelklässler Vectra, sein großer Bruder Signum und die Vans Meriva und Zafira runden das Angebot ab.

  • Robert Schwarz

    Robert ist seit 2009 bei Motorvision, er ist einer unserer Online-Redakteure. Seine Vorlieben liegen bei schnellen Sportwägen mit viel Leistung. Wenn Robert nicht gerade mit einem schnellen Wagen unterwegs ist, schraubt er auch gerne mal selbst an seinem BMW M3 E30.

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Inhaltsverzeichnis
  1. Mini:
  2. Mitsubishi:
  3. Nissan:
  4. Opel:
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