Montag, 06.09.10 Wagner, Stefan

Pirelli Tuning Award 2010 : Pirelli Tuning Award 2010: Der Rekord macht sie alle nass

Am Ende war es eine klare Angelegenheit: Dirk Hattenhauer holt sich mit seinem wunderbaren Opel Rekord C Fastback Coupé völlig zu Recht den Pirelli Tuning Award 2010. Darüber hinaus sorgt eine Disqualifizierung für einen Eklat.

Zum Jubiläum etwas Besonderes

Die Jubiläumsveranstaltung sollte natürlich etwas ganz besonderes werden. Daher wählte man als Location für den zehnten Pirelli Tuning Award die bayerische Landeshauptstadt München, genauer gesagt den Münchner Olympiapark, aus.

Zwei Tage Zeit hatten die 42 Finalisten, um die Fach-Jury vom eigenen, mit Blut, Schweiß, Tränen und jeder Menge Geld aufgebauten Boliden zu überzeugen. Nach der Anreise am Samstagmorgen war dann trotz ungemütlichen Münchner Nieselwetters erst einmal putzen angesagt, denn die Juroren sind sehr penibel und knallhart. Schließlich ist der Pirelli Tuning Award so etwas wie die höchste Auszeichnung der europäischen Tuningszene. Der Nachmittag gehörte den Fahrzeugbewertungen. Neben der Bewertung der Finalisten vor dem Pirelli-Truck wurde in der Parkharfe des Olympiastadions auch die öffentliche „Parkplatzwertung“ durchgeführt. Jeder, der wollte, konnte mit seinem Auto zum Olympiazentrum kommen und im Optimalfall 1.000 Euro Siegprämie einstreichen. Leider war der Andrang bei der freien Wertung überschaubar, am Ende setzte sich völlig verdient Stefan Zoch mit seinem VW Passat 35i durch.

Show&Shine durchs strahlende München

Vor der entscheidenden Frage, wer im Jubiläumsjahr den Pirelli Award mit nach Hause nehmen darf, stand am Sonntagmorgen noch die Show&Shine-Rallye. Hier müssen die Award-Finalisten unter Beweis stellen, dass Ihre bis zur absoluten Extreme getunten Fahrzeuge auch tatsächlich fahrtüchtig sind. Landschaftlich wertvoll ging es zunächst zum Starnberger See, wo in einer ersten Prüfung verschiedene Automodelle lediglich anhand ihrer Scheinwerfer erkannt werden mussten. Über Grünwald zog die Karawane bei strahlendem Sonnenschein weiter in die Münchner Innenstadt. Auf dem Parkplatz der berühmt-berüchtigten Disco P1 galt es in der zweiten Prüfung des Tages einen überdimensionalen Fußball mit Hilfe eines Smart ins Tor zu befördern. Anschließend führte der Weg am Siegestor vorbei über die Leopoldstraße zurück zum Olympiapark. Den besten Eindruck bei der Rallye hinterließ Nico Heiner mit seinem VW Bora. Er holte sich hier den Sieg und einen Satz Pirelli-Reifen.

Disqualifikation sorgt für Eklat

Bevor die Sieger bekanntgegeben wurden, kam es dann zum Eklat. Einer der Topfavoriten, Alexander Wöhr mit seinem Fiat Punto, wurde disqualifiziert, weil er mit demselben Auto bereits vor zwei Jahren unter den Top 3 war. Das Reglement verbietet in diesem Fall eine erneute Teilnahme, es folgte die Disqualifikation. Ein klarer Fehler seitens der Organisation. Die sofortige Abreise von Wöhr ist da - auch wenn es beileibe nicht alle so sahen - nur zu gut verständlich.

Der Schönste macht das Rennen

Nichtsdestotrotz mussten die Pokale von der amtierenden Miss Tuning Kristin Zippel an den Mann/die Frau gebracht werden und die Jury bewies mit ihrer Entscheidung Mut und einen hervorragenden Geschmack. Das mit Abstand coolste Auto am Platz, der 1970er Opel Rekord C Fastback Coupé von Dirk Hattenhauer, nahm beim Jubiläum neben allen Sympathien auch den 1. Platz und 2.500 Euro Preisgeld mit nach Gütersloh. Über die Vizemeisterschaft und 2.000 Euro freut sich Robert Klinger mit seinem im Detail fast schon unglaublichen Opel Astra Caravan. Den dritten Platz sowie 1.500 Euro sicherte sich Thomas Matalla mit seinem fantastisch gearbeiteten Golf IV V6.Das Motorvision.de-Team sagt Herzlichen Glückwunsch.

Dieser gilt auch unseren Usern: Mit gutem Stil und traumwandlerischer Sicherheit habt Ihr auch in unserem Voting den Opel Rekord C auf den ersten Platz gewählt. Nächstes Jahr kann die Profi-Jury also zuhause bleiben, die Motorvision.de-User wissen es eh viel besser.

  • Stefan Wagner

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