Montag, 15.10.12 Wagner, Christian, Wolfgang Gomoll

Opel Mokka : Fahrbericht Opel Mokka: Kompakt-SUV aus Rüsselsheim

Opel Mokka

Ein guter Mokka ist, wenn er in der richtigen Mixtur zubereitet wird, ein unvergleichbarer Genuss. Dieses Erlebnis will Opel auf die Automobiöwelt übertragen und mit dem gleichnamigen Kompakt-SUV Opel Mokka ein automobiles Erlebnis schaffen. Die Konkurrenz ist mit dem Skoda Yeti, dem Misubishi ASX und dem Nissan Juke jedenfalls groß. Wir haben anhand des Opel Mokka 1.4 Turbo ecoFlex getestet, ob der Rüsselsheimer das Zeug zum Bestseller hat.

Opel Mokka mit bulligem Auftreten

Schauen wir uns dazu die Zutaten des Opel Mokka genauer an und beginnen bei der Optik. Der Rüsselsheimer misst 4,28 Meter in der Länge und zeigt damit direkt beim ersten Anblick seine Präsenz. Beim zweiten Blick zeigt sich schließlich kurze bullige Front und das kantige Heck im Zusammenspiel mit der stark ansteigenden Fensterlinie auch die brachial-maskuline Attitüde des Kompakt-SUVs. Die Materialien im Interieur wurden solide verarbeitet und das obere Armaturenbrett unterschäumt. Bei dem fairen Preis für das 18.990 Euro teure Basismodell des Opel Mokka mit 115 PS Leistung ist es auch verschmerzbar, dass man an einigen kleinen Stellen den harten Untergrund fühlen kann.

Übersichtliches Cockpit

Die Instrumente sind im Cockpit übersichtlich angeordnet und lassen sich, sobald man sich an die Logik der Rüsselsheimer gewöhnt hat, eingängig bedienen. Die Mittelkonsole des neuen Opel Mokka ist jedoch immer noch etwas zu überladen und die Knöpfe etwas fummelig, die grundlegenden Funktionen lassen sich allerdings schnell anwählen. Ein weiterer Kritikpunkt beim Opel Mokka Innenraum ist, dass die einfarbigen Anzeigen der Assistenzsysteme und des Bordcomputers im zentralen Display zwischen den sportlichen Rundinstrumenten ziemlich pixelig sind. Andere Hersteller haben hier schon bessere Leistungen erzielt. Wichtiger als die Darstellung ist aber ohnehin, dass sie Fahrassistenten auch zuverlässig arbeiten - und das tun sie. Die Verkehrsschilderkennung im Opel Mokka funktioniert beispielsweise bereits ganz gut. Die Modelle, die über ein Start-Stopp-System verfügen, haben etwas versteckt im Menü zudem ein Schaubild, das die Top-Verbraucher im Rüsselsheimer anzeigt. So gehen beispielsweise für die Klimaanlage je nach Betriebszustand 0,1 bis 0,2 Liter auf 100 Kilometer drauf.

Opel Mokka mit Kopf- und Kniefreiheit

Die Sitzposition im Opel Mokka ist SUV typisch hoch. Gegen einen Aufpreis von 390 Euro sind AGR-Sitze verfügbar, in denen man sehr gut sitzt, ähnlich wie in einem PKW und nicht wie auf einem altertümlichen Kutschbock. Trotz der Sitzposition hat man im Kompakt-SUV von Opel eine gute Übersicht nach vorne. Der Blick nach hinten wird allerdings durch die stark ansteigende Fensterlinie und die breiten C-Säulen etwas behindert. Das Platzangebot des neuen Opel Mokka ist indes recht ordentlich. Auch auf den Rücksitzen können selbst groß gewachsenen Passagiere bequem sitzen und genug Knie- und vor allem auch Kopffreiheit genießen. Der Kofferraum ist mit einem Ladevolumen von 356 Litern keine Raum-Offenbarung, allerdings lässt sich der Stauraum durch das Umlegen der Rücksitze auf ausreichende 1.372 Liter erweitern.

140 PS starker Benziner

Unter der Motorhaube des Opel Mokka steckt der bekannte 1,4-Liter-Turbo-Benziner, der mit seinen 140 PS und 200 Newtonmetern Drehmoment dafür sorgen soll, dass der Mokka nicht zu einem lauwarmen Latte Macchiato mutiert. Allerdings schafft es das Triebwerk damit nicht, aus dem Mokka ein Espresso-Doppio zu machen. Für ein entspanntes bis zügiges Mitschwimmen im Verkehr, sei es auf der Autobahn oder der Stadt, reicht die Kraft des Benziners aber allemal. Nur wenn es im Opel Mokka etwas forscher vorangehen soll, giert der Motor nach Drehzahlen und reagiert brummig. Der Durchschnittsverbrauch ist mit 6,4 Liter pro 100 Kilometer angegeben, ein akzeptabler Wert für einen Kompakt-SUV wie den Opel Mokka.

Direkte Lenkung und gutmütiges Fahrwerk

Das Fahrwerk haben die Opel-Ingenieure ganz auf den Geschmack der deutschen Autofahrer getrimmt und schafft einen ausgewogenen Spagat zwischen Komfort und Agilität. Erreicht wird dieser Kompromiss durch einen etwas tieferen Schwerpunkt, für den die Rüsselsheimer die Bodenfreiheit des Opel Mokka etwas verringert haben. Das Resultat kann sich sehen lassen: Auch auf holprigen Straßen lässt sich der 1,4 Tonnen schwere Kompakt-SUV nicht aus der Ruhe bringen. Dank der Hinterachse, die gutmütig auf Unebenheiten reagiert, bekommen auch die Mitfahrer auf den Rücksitzen von schlechten Straßeneigenschaften nichts mit. Die elektrische Lenkung des Opel Mokka reagiert ausreichend direkt, der Allradantrieb sorgt indes dafür, dass sich der Rüsselsheimer auch bei schnellen Kurven gutmütig verhält. Dass er dazu neigt, leicht zu untersteuern, ist dabei normal. Das liegt unter anderem auch darum, dass im Normalfall nur die Vorderräder angetrieben werden. Die Hinterräder werden dagegen nur bei Bedarf über ein elektronisch gesteuertes Mittendifferenzial zugeschaltet.

Opel Mokka Preise und Ausstattung

Der Preis des günstigen Opel Mokka mit 1.6-Liter-Motor und reinem Frontantrieb liegt bei 18.990 Euro. Das lässt sich durchaus als Kampfansage an die Mitbewerber wie dem Skoda Yeti verstanden werden, zumal das Rüsselsheimer Kompakt-SUV bereits in der Basisversion mit Klimaanlage, CD-Radio und Start-Stopp-System bereits einige nette Features bietet. Das von uns getestete Topmodell Opel Mokka 1.4 Turbo ecoFlex bietet darüber hinaus für 25.930 Euro ein adaptives Fahrlicht, Zwei-Zonen-Klimaanlage, Regensensor und Parkpiepser vorne und hinten. Schmeckt also, der deutsche Mokka.

  • Michael Gabrielides

Mehr zum Thema auf www.motorload.de

Inhaltsverzeichnis
  1. Opel Mokka mit bulligem Auftreten
  2. Übersichtliches Cockpit
  3. Opel Mokka mit Kopf- und Kniefreiheit
  4. 140 PS starker Benziner
  5. Direkte Lenkung und gutmütiges Fahrwerk
  6. Opel Mokka Preise und Ausstattung
Themen
Empfehlung der Redaktion
Facebook
Google+
Twitter
YouTube
Pinterest
Ticker