Freitag, 05.03.10 Schwarz, Robert, Florian Bauer

Opel Meriva : Autosalon Genf 2010: Der neue Opel Meriva öffnet seine Pforten

Opel Meriva

Dank konkurrenzfähiger Modelle wie Insignia und Astra ist Opel wieder auf der Überholspur. Mit dem Mini-Van Meriva wollen die Rüsselsheimer jetzt an die jüngsten Erfolge anknüpfen.

Innovatives Türenkonzept

Schon der Vorgänger war ein großer Erfolg. Und auch dem Nachfolger hat Opel alle Grundlagen zum Verkaufsschlager mitgegeben. Blickfang Nummer 1 ist das in dieser Preisklasse einmalige Zugangskonzept. Gegenläufig öffnende Türen sind sonst nur bei Rolls Royce erhältlich. Allenfalls der Mini Clubman und der Mazda RX8 können noch ähnliche Varianten aufweisen. Diese sind aber mehr als spaßiges Gimmick zu sehen und weniger als praktische und sinnvolle Einstiegshilfe. Opel hat hier deutlich mehr Aufwand betrieben. Gerade Familien sollen von den "FlexDoors" profitieren, die das An- und Abschnallen ungeduldiger Kleinkinder deutlich erleichtern dürften. Wie schon beim Vorgänger werden sich aber auch viele Senioren für den Meriva begeistern können. Kompakte Ausmaße (4,28 Meter) und eine leicht erhöhte Sitzposition sind eben auch bei der Generation 50+ beliebt.

Verwandlungskünstler

Im Innenraum glänzt der Meriva mit Flexibilität. Das bekannte Sitzsystem des Vorgängers wurde weiter optimiert und soll jetzt noch einfacher und intuitiver zu bedienen sein. Damit lässt sich der Opel vom Fünfsitzer zum generösen Viersitzer mit viel Bein- und Schulterfreiheit umwandeln. Werden alle drei Sitze weggeklappt, steht eine ebene Ladefläche zur Verfügung, die so manche Transportherausforderung meistern dürfte. Optional kann auch das im Heckstoßfänger integrierte FlexFix-Fahrradträgersystem geordert werden. Dieses verschwindet nach Gebrauch wie eine Schublade fast unsichtbar unter der Ladefläche.

Komplizierte Handhabung

Eine wahre Knöpfchenarmada erwartet den Fahrer im Cockpit. Die unübersichtliche Anordnung der Bedienelemente wurde bereits bei Insignia und Astra kritisiert - leider hat Opel diese Klagen nicht ernstgenommen. Gerade die ältere Kundschaft dürfte bei der Bedienung unnötigerweise Probleme haben. Entschädigt werden die Kunden dafür mit einem Ergonomiesitz mit Gütesiegel AGR (Aktion Gesunder Rücken e.V.), der allerdings nur als Zubehör erhältlich ist. Für mehr Komfort sorgen zudem Komponenten, die sonst eher in höheren Fahrzeugklassen zu finden sind, etwa das Halogen-Kurven- und Abbiegelicht sowie das beheizbare Lenkrad.

Nicht alle Motoren zu Beginn lieferbar

Bei den Benzinmotoren setzt Opel zum Marktstart im Juni durchgängig auf 1,4-Liter-Triebwerke. Diese liefern 100, 120 oder 140 PS. Als Diesel ist der 1,7 CDTI mit 100 PS im Angebot. Weitere Dieselvarianten mit einem Leistungsspektrum von 95 bis 130 PS sind erst ab Juli erhältlich. Die günstigste Einstiegsvariante "Selection" startet bei 15.900 Euro. Wirklich komfortabel wird der Meriva ab der Ausstattungslinie "Edition" mit Klimaanlage, Bordcomputer, Geschwindigkeitsregler sowie CD-Radio für knapp 18.000 Euro. Ein durchaus attraktives Angebot, mit dem Opel bei den Mini-Vans wieder kräftig mitmischen dürfte.

  • Robert Schwarz

    Robert ist seit 2009 bei Motorvision, er ist einer unserer Online-Redakteure. Seine Vorlieben liegen bei schnellen Sportwägen mit viel Leistung. Wenn Robert nicht gerade mit einem schnellen Wagen unterwegs ist, schraubt er auch gerne mal selbst an seinem BMW M3 E30.

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Inhaltsverzeichnis
  1. Innovatives Türenkonzept
  2. Verwandlungskünstler
  3. Komplizierte Handhabung
  4. Nicht alle Motoren zu Beginn lieferbar
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