Mittwoch, 07.04.10 Fischer, Jessica

Neuzulassungen Deutschland : Dramatischer Rückgang bei den Neuzulassungen

Neuzulassungen Deutschland

Die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland ist im März um 26,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. Nur vier Marken konnten ihre Absatzzahlen im März steigern.

Einbruch bei den Verkaufszahlen

Im März ist die Zahl der Neuwagenverkäufe im Vergleich zum Vorjahresmonat um 26,5 Prozent auf 295.000 Autos zurückgegangen, wie der Verband der Importeure in Deutschland VDIK mitteilte. Im März 2009 waren die Verkäufe wegen der Abwrackprämie um rund 40 Prozent gewachsen, sagte ein Verbandssprecher. Der Rückgang sei in der Form erwartet worden. "Wir halten derzeit an der gegebenen Prognose fest", sagte der Sprecher. Der VDIK rechnet für das laufende Jahr je nach wirtschaftlicher Entwicklung mit 2,8 Millionen bis 2,9 Millionen Neuzulassungen in Deutschland. Im Februar befand sich der deutsche Neuwagenmarkt mit knapp 30 Prozent im Minus.

Nach dem ersten Quartal liegt der deutsche Pkw-Markt nun um 23 Prozent unter dem Vorjahresniveau, aber nur um knapp neun Prozent unter dem Ergebnis des entsprechenden Zeitraums 2008. Rund 670.000 Neuwagen wurden laut der vorläufigen Statistik des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) neu zugelassen, hieß es in der Verbandsmitteilung. Der Anteil an Fahrzeugen mit Diesel-Antrieb habe im Vergleich zum Vorjahr wieder zugenommen. Der Trend zu kleineren Autos halte weiter an, so der Verband. Das Fahrzeugsegment der Kleinstwagen habe im Vergleich zum März 2008 - dem Jahr vor der Prämie - zweistellige Zuwachsraten verzeichnet.

Nur vier Hersteller im Plus

Aus der Monatsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamts geht hervor, dass nur vier Marken im März mehr Autos verkauften als im März 2009. Dies waren Audi (plus 7,8 Prozent), BMW/ Mini (plus 9 Prozent), Land Rover (plus 43,2 Prozent) und Jaguar (plus 34,4 Prozent). Alle anderen Automarken lagen im Minus.

Zu den größten Verlierern im März zählten nicht unerwartet einige die zuerst von der Abwrackprämie profitierten. Fiat (minus 72,9 Prozent), Suzuki (minus 53 Prozent) und Kia (minus 56,1 Prozent) etwa schlugen sich deutlich schwächer als der Gesamtmarkt. Unter den deutschen Marken schnitten neben BMW und Audi auch VW (minus 9 Prozent), Mercedes-Benz (minus 6,1 Prozent) und Porsche (minus 6 Prozent) recht gut ab. Tiefer im Minus lagen Opel (minus 30,9 Prozent), Ford (minus 29,8 Prozent) und Smart (minus 24,9 Prozent).

Export wieder im Aufwind

Im Gegensatz zum deutschen Markt befinden sich viele internationale Märkte im Aufwind, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) bekanntgab. Demnach wurden 419.400 Pkw aus Deutschland exportiert, ein Plus von 51 Prozent. "Damit setzt sich die Belebung der Exportmärkte vor allem außerhalb Europas im sechsten Monat in Folge fort. Die Auftragseingänge aus dem Ausland sind bereits seit August auf Wachstumskurs. Alleine im März haben die deutschen Hersteller knapp 28 Prozent mehr Bestellungen aus dem Ausland verbuchen können", sagt VDA-Chef Matthias Wissmann. Im Zuge der starken Exportentwicklung hat auch die Fertigung in Deutschland im März erneut zulegen können. Insgesamt rollten 555.300 Pkw von den heimischen Bändern, das ist ein Zuwachs von 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.