Mittwoch, 17.04.13 Maier, Florian, Stefan Grundhoff

Mercedes GLA : Mercedes GLA Concept: Wundpflaster

Mercedes GLA Concept

Auf der Shanghai Autoshow zeigt Mercedes erstmals seinen neuen kleinen Crossover GLA. Mit ihm wollen die Schwaben im Segment der Mini-SUV gegenüber BMW, Audi und Volkswagen Boden gut machen.

Trend-Schläfer

Dass Audi und BMW an Mercedes in Sachen Absatz vorbeigezogen sind, muss schmerzen. Eines der größten Probleme der Stuttgarter: der Trend zu kleinen Offroadern wurde schlicht und einfach verschlafen. Gerade bei Betrachtung der Verkaufszahlen von VW Tiguan, Audi Q3, BMW X1, Mini Countryman und der asiatischen Konkurrenz, kann man über diese Fehleinschätzung nur den Kopf schütteln. Allerdings holen die Stuttgarter jetzt auf der Shanghai Autoshow zum werbeträchtigen Gegenschlag aus und zeigen einen realitätsnahen Vorgeschmack auf den kommenden Mercedes GLA.

Mit dem Laser-Schwert

Der neue Hoffnungsträger GLA basiert technisch auf der Frontantriebs-Plattform von A-, B- und CLA-Klasse und soll im Frühjahr 2014 auf den Markt kommen. Weil ein hauseigener Vorgänger fehlt und man der immer weiter enteilenden SUV-Konkurrenz nur allzu gerne in die Suppe spucken will, darf sich das Concept GLA in der chinesischen Szenestadt Shanghai schon einmal ordentlich im breiten Scheinwerferlicht aalen. Doch nicht nur das gleißend helle Licht auf dem Messestand der Stuttgarter soll für Erleuchtung im Mini-SUV-Segment sorgen: Das Mercedes GLA Concept ist nämlich mit neu entwickelten Laser-Scheinwerfern ausgestattet - so wie sie bei Audi und BMW noch in der Erprobung sind.

Abenteuerlicher Geist

Optisch orientiert sich der kommende Mercedes GLA augenscheinlich am gelungenen Design der noch jungen, dynamisierten A-Klasse: Wuchtige Schürzen nebst Unterfahrschutz, der große Kühlergrill und ausgestellte Radhäuser sollen einen Hauch von Offroad verbreiten. Daimler-Vertriebsvorstand Dr. Joachim Schmidt erklärt: "Der Concept GLA ist ein kompakter SUV, der den sportlichen Spirit mit den Allroundqualitäten eines robusten Freizeitbegleiters kombiniert. Raus aus dem Alltag ist die Botschaft, die dieses Auto seinem Fahrer verspricht."

Der Innenraum des in Shanghai gezeigten GLA Concept wird nicht dem des Serienmodells entsprechen. Die GLA-Klasse soll sich vielmehr als kleiner Bruder des Mercedes GLK zwischen B-Klasse und der Stufenheckversion CLA einordnen. Der fünfsitzige Crossover wird über ein ähnliches Cockpit mit übersichtlichen Bedienelementen und dem wenig schmuck integrierten Zentralbildschirm verfügen.

Gewohntes Portfolio

Das 4,38 Meter lange Mercedes GLA Concept wird vom bekannten Zweiliter-Turbo-Vierzylinder mit 211 PS angetrieben. Via siebenstufigem Doppelkupplungs-Getriebe wird diese Motorleistung sowohl auf die Vorder-, als auch auf die Hinterachse übertragen. Das Motorenspektrum des späteren GLA-Serienmodells wird wohl weitgehend dem von A- und CLA-Klasse entsprechen: Benzinmotoren mit 1,6 und 2,0 Litern Hubraum leisten 122 PS im GLA 180, 156 PS im GLA 200 und 211 PS im GLA 250. Verzichtet wird dagegen aller Voraussicht nach auf den schwächelnden Renault-Diesel, der im A 180 CDI brummt. Das erwartete Volumenmodell GLA 200 CDI leistet 136 PS und 300 Newtonmeter und der GLA 220 CDI holt aus 2,2 Liter Hubraum 170 PS sowie ein Drehmoment von 350 Newtonmetern. Über eine Start-Stopp-Funktion verfügen alle diese Triebwerke. Als Topmodell wird der Mercedes GLA 45 AMG mit serienmäßigem Allradantrieb und über 300 PS fungieren.

"Mit dem Concept GLA beschreiten wir einen neuen Weg im kompakten SUV-Segment – er ist die sportliche und coupéhafte Evolution dieser Fahrzeugklasse", so Dr. Joachim Schmidt. Für Sicherheit stehen übrigens radargestützte Kollisionswarnung mit adaptivem Bremsassistenten, das Insassenschutzsystem Pre-Safe sowie zahlreiche weitere Assistenten und elektronischen Helfer zur Verfügung. Für einen Mercedes GLA dürfte man beim Marktstart dann knapp unter 30.000 Euro bezahlen.

  • Florian Maier

    Florian ist seit 2011 bei Motorvision, er ist Redakteur in den Bereichen Print und Online. Nach dem erfolgreichen Abschluss seines Studiums im Fach „Medien und Kommunikation“ an der Universität Passau hat er durch verschiedene Praktika und ein anschließendes Volontariat seine Leidenschaft für das Redakteurswesen entdeckt.

    Wenn er nicht gerade damit beschäftigt ist, fieberhaft am nächsten Game Review oder Autotest zu schreiben, holt er sich meist auf schlecht besuchten Konzerten einen gepflegten Nackenmuskelkater, ist in dunklen Rocker-Spelunken anzutreffen oder tief versunken in die heimische Film- und Game-Kollektion.

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Inhaltsverzeichnis
  1. Trend-Schläfer
  2. Mit dem Laser-Schwert
  3. Abenteuerlicher Geist
  4. Gewohntes Portfolio
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