Montag, 15.03.10 Schwarz, Robert, F. Bauer

Maserati Quattroporte : Mehr Komfort für den Wolf im Nadelstreifen

Maserati Quattroporte Front

Mit einer optionalen Sechsgang-Automatik gewinnt der Maserati Quattroporte nun an Komfort, ohne an Dynamik einzubüßen. Der 294 kW/400 PS starke Hecktriebler bleibt dennoch ein rassiger Sportwagen unter dem Kleid einer viertürigen Stufenhecklimousine. Als Getriebealternative ist ein automatisiertes Schaltgetriebe im Programm. Der Wagen kostet mit beiden Varianten ab 112 000 Euro.

Optisch bleibt in der Automatikausführung alles beim Alten. An die extra lange Motorhaube mit dem Haifischmaul-Grill schließt sich die Passagierkabine mit ihrer nahezu waagerechten Dachlinie an, die dann hinter der Rückbank im leichten Schwung Richtung Kofferraum abfällt. Dieser bietet immerhin ordentliche 450 Liter Volumen. Im von edlen und gut verarbeiteten

Dabei lässt sich die 5,05 Meter lange Sportlimousine durchaus auch komfortabel bewegen. Die Automatik arbeitet deutlich unauffälliger und zurückhaltender als das oft kritisierte automatisierte Getriebe. Dieses litt besonders zu Marktstart unter recht ruppigen Gangwechseln. KeineAuf Wunsch kann der Fahrer auch bei der Automatik selbst den Gang wählen. Serienmäßig läuft das über den Wählhebel in der Mittelkonsole, optional sind Schaltpaddeln für das Lenkrad erhältlich. Eine elektronische Sicherung verhindert untertouriges Fahren oder das Überdrehen des Motors. Und das könnte schnell gehen. Zur Anpassung des V8-Triebwerks an die neue Kraftübertragung mussten Mechanik und Motorsteuerung überarbeitet werden. Dabei ist das maximale Drehmoment um 10 Nm auf 460 Nm gestiegen, die bei 4500 Umdrehungen anliegen.Das 294 kW/400 PS starke Achtzylinderaggregat sorgtet schon bei sanftem Gasfuß für ein flottes Vorwärtskommen. Ganze 5,6 Sekunden dauert nun der Sprint auf 100 km/h, mit dem automatisierten Getriebe geht es nur 0,4 Sekunden schneller. Neben der souveränen Kraftentfaltung beeindruckt die Klangfülle des 4,2-Liter-Motors: Bei kleiner Drehzahl schnurrt er sonor vor sich hin, was im mittleren Geschwindigkeitsbereich kraftvoll ansteigt, um bei voller Leistungsabfrage in ein heiseres Röhren überzugehen. Nur die recht lauten Wind- und Abrollgeräusche übertönen das Zylinderkonzert.