Dienstag, 08.06.10 Wagner, Stefan

Mansory Porsche Panamera Turbo : Mansory macht blau

Porsche Panamera Turbo Mansory Umbau

Luxus-Tuner Mansory kümmert sich um den Über-Gran Tourismo Porsche Panamera Turbo. Was Leistung und Optik angeht, kann es nur ein Wort geben: Brachial.

Mit purem Luxus zum Erfolg

Mansory macht seit Jahren mit geradezu verschwenderischen Umbauten der exklusivsten Luxus-Karossen auf sich aufmerksam. Egal ob der komplett in Karbon gehaltene Bugatti Veyron "Vincero", der Rolls Royce Phantom "Conquistador" oder diverse Aston Martins, Ferraris und Mercedes, der im Fichtelgebirge beheimatete Veredler kennt keine Grenzen. Der iranische Inhaber Kourosh Mansory gründete die Firma 1989 und kann über Diskussionen zu Stil und Geschmack seiner Kreationen nur lachen. Denn der Erfolg gibt ihm Recht: Mit heute mehr als 100 Mitarbeitern erfüllt er jeden noch so ausgefallenen Wunsch seiner anspruchsvollen Kundschaft. Sei es der europäische Fußballstar, das Königshaus aus dem mittleren Osten oder der russische Geschäftsmann, die Auftragsbücher sind voll. Und lästige Diskussionen übers Geld muss man bei Mansory auch nicht führen.

2008 übernahm man zusätzlich den Geschäftsbereich Porsche-Tuning der Schweizer Rinspeed AG und vertreibt nun vom Zürichsee aus ein exklusives Zubehör-Programm für Porsche-Fahrzeuge. Der jüngste Spross dieser fruchtbaren Zusammenführung ist der brandneue Mansory Panamera Turbo.

PanaMEHRa

Nun ist der Porsche Panamera Turbo wenn er das Werk in Zuffenhausen verlässt ja nicht gerade eine graue Maus und mit 500 PS auch keineswegs untermotorisiert. Über minderwertige Materialien oder ein schwaches Finish im Interieur gab es bisher ebenfalls keine Beschwerden. Mansory sieht dennoch in allen drei Bereichen Verbesserungsbedarf, aber alles der Reihe nach: Schon der faszinierend blau- leuchtende Lack des Vorführers würde jedem noch so biederen Mittelklässler die Langeweile aus dem Blech pusten. In diesem Fall zieht er schon nach Sekundenbruchteilen die volle Aufmerksamkeit auf den großen Schwaben-Sportler. Hat man die Farbe verdaut, fällt sofort der brachiale Bodykit ins Auge. Die Front wird geprägt von einer neuen Frontschürze mit LED-Tagfahrlichtern und einer Motorhaube aus Sicht-Carbon. Die Verbreiterungen für Kotflügel und Türen münden in den neuen Seitenschwellern und machen den voluminösen Panamera noch mächtiger. "Maskulin" nennt das Mansory, so kann man das natürlich auch sagen. Am Heck des Viertürers setzt der gewaltige Carbon-Diffusor zusammen mit den zentralen Endrohren der Sportauspuffanlage Akzente. Passend dazu gibt es Carbon-Applikationen für den originalen hydraulischen Heckflügel oder auf Wunsch einen heroisch anmutenden, statischen Heckflügel komplett aus Carbon.

"Große" Neuigkeiten gibt es auch an der Räder-Front: Speziell für die Zuffenhausener Limousine wurde ein besonders leichtes 22 Zoll-Schmiederad im Turbinendesign entwickelt. 9x22 Zoll mit 265/30er Gummis vorne und 10x22 Zoll mit 295/25er Walzen hinten (jeweils Dunlop SP SportMaxx) lauten die beeindruckenden Maße.

Diese Optik schreit nach Leistung

Wie eingangs erwähnt hat der Panamera Turbo mit 500 PS und 700 Nm bereits serienmäßig den Schalk im Nacken sitzen. Doch der offensive Auftritt des Mansory verlangt auch hier nach mehr. Und der im Fichtelgebirge nahe Bayreuth beheimatete Edel-Tuner kann natürlich aushelfen. Dem 4,8-Liter V8 Turbo wird mittels geänderter Motorelektronik, größerer Turbolader sowie einer Edelstahl-Sportauspuffanlage zu Leibe gerückt. Am Ende stehen brutale 690 PS und 800 Nm zu Buche. Damit wuchtet sich das Schlachtschiff in glatten vier Sekunden auf 100 und stellt seinen Vortrieb erst bei 328 km/h wieder ein. Auch diese Daten beschreibt das Wort "brachial" wohl am treffendsten.

Auch innen ist fast alles möglich

Im Interieur hat der betuchte Kunde nahezu freie Hand. Neben der Auswahl des ausschweifend verwendeten Leders bestimmt er individuell über die Ausstattung mit Edelhölzern, feinsten Lacken oder sportlichen Carbon-Oberflächen. Zusätzlich freut er sich über die Alu-Pedalerie und das neu entwicklete Sportlenkrad. Ob die allzu grelle gelb-blaue Innenausstattung des Vorführwagens dabei die erste Option ist, bleibt seinem eigenen Geschmack überlassen.

  • Stefan Wagner

    Steff ist seit 2009 bei Motorvision, er ist für den Bereich Redaktion Online/ Print zuständig. Nach seinem BWL-Studium an der Universität Regensburg wusste der unheilbar Autoverrückte sofort: "Lasst mich mit Zahlen in Ruhe, ich will über edles Blech berichten." Wenn Steff nicht gerade über Autos schreibt, dann sitzt er meistens in einem drin und versucht es möglichst schnell über Pisten oder leere Landstraßen zu jagen. Ansonsten regt er sich viel und gerne über Politik oder seinen Lieblingsverein, die Münchner Löwen, auf.

Mehr zum Thema auf www.motorload.de

Inhaltsverzeichnis
  1. Mit purem Luxus zum Erfolg
  2. PanaMEHRa
  3. Diese Optik schreit nach Leistung
  4. Auch innen ist fast alles möglich
Themen
Empfehlung der Redaktion
Facebook
Google+
Twitter
YouTube
Pinterest
Ticker