Montag, 15.03.10 Schwarz, Robert, powered by Speed Heads

Manhart M3 Touring : Der Family-Racer: Manhart BMW M3 5.0 V10 Touring

Manhart Tuning BMW M3

Den Audi RS4 gibt es als Kombi. Ebenso den Mercedes C 63 AMG. Dagegen verzichtet BMW auf eine Touring-Version des M3. Ein Unding, denkt sich Tuner Manhart, und passt nicht nur die Optik an, sondern pflanzt den dicken V10-Motor des BMW M5 ein.

Den aktuellen BMW M3 gibt es als Coupé, Cabrio und Limousine. Doch für Familienväter noch immer nicht als Kombi, den man(n) vor der skeptischen Ehefrau mit dem Nutzfaktor verteidigen kann. Ein untragbarer Zustand, dachte man sich bei Manhart Racing, und realisiert jenes Auto, das BMW nicht bauen möchte: einen M3 Touring. Aber nicht mit dem bekannten V8-Motor, sondern mit dem noch größeren und stärkeren V10-Triebwerk aus dem BMW M5. Das Ergebnis nennt sich Manhart BMW M3 5.0 V10 Touring "Family Racer".

Als Basis dient eine herkömmliche Karosserie der BMW 3er-Serie (E91), allerdings verfeinert mit den typischen M3-Merkmalen. Dazu gehören die markante Frontschürze, die vorderen Kotflügel, die Seitenschweller und selbstverständlich die charakteristische Powerdome-Motorhaube. Für das Heck entwarf der Veredeler eine eigene Heckschürze im M3-Design und verbreiterte die hinteren Radhäuser im M3-Look. Die aerodynamisch geformten Außenspiegel runden den angesichts der vorhandenen Power immer noch dezenten Auftritt ab.

Atemberaubende V10-Power im 3er Touring

Doch wer Günter Manhart und sein Team kennt, der weiß, dass dieser nie einen reinen Blender auf die Räder stellen würde. Also tut sich ebenfalls unter dem Blech einiges: Vom BMW M3 stammen die kompletten Achsen, der Tank, die komplette Lenkung und diverse weitere unsichtbare, aber dennoch essenzielle Bauteile.Fehlt also nur noch das, was einen BMW M3 maßgeblich ausmacht: das vier Liter große V8-Triebwek. Doch das ist Manhart nicht genug, so dass das Fünf-Liter-V10-Triebwerk aus dem aktuellen BMW M5 und M6 seine neue Wirkungsstätte in dem umgebauten BMW 3er Touring wiederfindet - mit einer Leistungssteigerung!

Schneller als alle Konkurrenten

Diese resultiert zum einen aus einer Optimierung der Motorelektronik sowie der Verbindung einer aus Edelstahl geschweißten Vierrohr-Auspuffanlage mit 86 Millimeter großen Endrohren und Rennkatalysatoren. Damit generiert das Hochdrehzahl-Aggregat beeindruckende 550 PS. Gewaltige Kräfte, die vom ebenfalls aus dem M5 transplantierten Sieben-Gang-SMG verwaltet und der dazugehörigen Differenzialsperre einigermaßen im Zaum gehalten werden.Von 0 auf Tempo 100 katapultiert sich der Manhart BMW M3 Touring in nur 4,3 Sekunden. Auf der Autobahn dreht er den meisten anderen Performance-Limousinen und -Kombis, inklusive echter BMW M3 und BMW M5, mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 324 km/h genüsslich eine lange Nase.

Fahrwerk, Bremsen, Räder - nur vom Feinsten

Auch in punkto Fahrwerk gibt sich Manhart nicht mit Serienkomponenten zufrieden. Es muss schon ein "Bilstein PSS10"-Gewindefahrwerk sein, um eine der Power angemessene Fahrdynamik zu erreichen. Keine halben Sachen auch bei der Bremsanlage, die vom Spezialisten "Stoptech" stammt. Im Manhart BMW M3 Touring sorgen Sechs-Kolben-Festsättel und genuteten 380 Millimeter-Scheiben vorne sowie Vier-Kolben-Sättel und 355er Scheiben hinten für die nötige Verzögerung. Und da man gerne zeigt, was man hat, geben die filigranen "RÄD Monza"-20-Zoll-Räder mit schwarzem Felgenstern einen ausgiebigen Blick auf die Stopper frei. Reifen im Format 255/30 ZR 20 vorne und 295/25 ZR 20 hinten halten den Kontakt zur Fahrbahn.Einen eingehenden Blick ist auch die Innen-Ausstattung wert: Pilot und Beifahrer nehmen in "BMW Performance"-Sportsitzen Platz, während Manhart die Rücksitzbank optisch im Look des Sportgestühls mit Leder und Alcantara bezieht. Ebenfalls im feinen Racing-Look präsentieren sich die Volllederausstattung mit Alcantara-Dachhimmel und -Türverkleidungen sowie zahlreiche Sichtcarbon-Applikationen und das "BMW Performance"-Sportlenkrad mit beleuchteten Schaltwippen. Den Kaufpreis für ein Komplettfahrzeug setzt Manhart Racing mit rund 120.000 Euro an. Auf Wunsch werden auch vorhandene Basisfahrzeuge umgerüstet.