Donnerstag, 27.05.10 Wagner, Stefan

G-Power M3 GT2 S BMW : Jede Fahrt ein Rennen

BMW M3 GT2 S G-Power Front

G-Power gratuliert dem BMW Werksteam mit einem besonderen Geschenk zum Sieg beim diesjährigen 24-Stunden Rennen. Der M3 GT2 S macht aus jeder Straße eine Rennstrecke.

Rundumbetreuung der Motorsport-Klientel

G-Power kann mittlerweile auf über 25 Jahre Rennsporterfahrung zurückblicken. Los ging's anno 1983 mit der Modifikation von 02er BMWs für den Wettbewerbseinsatz. Diese Tradition wird seit Anfang 2010 mit der neu gegründeten G-Power Motorsport Division fortgeführt. Im Portfolio steht die Rundumbetreuung der Motorsportkunden, genauso wie die Entwicklung entsprechender "Renngeräte".

Das Erstlingswerk der G-Power Motorsport Division feierte seine Premiere beim diesjährigen 24-Stunden Rennen am Nürburgring. Der M3 GT2 S zielt auf Kunden ab, die sich ein Rennauto mit Straßenzulassung - ähnlich einem Porsche GT3 RS- wünschen, im BMW-Programm aber bisher nicht fündig wurden.

Wer also sein Sportgerät lieber selbst zum Ring steuert, als diese Aufgabe dem Anhänger zu übertragen, wird mit dem G-Power M3 GT2 S sicher glücklich werden.

180 PS mehr, 150 Kilo weniger

Die Verwandlung eines herkömmlichen M3 in den M3 GT2 S beginnt mit einer saftigen Leistungssteigerung. Bei G-Power geht das traditionell per Kompressor-Aufladung. In diesem Fall zaubert das SK II CS Kompressorsystem dem Vier-Liter V8 mehr Leben in die Bude. Herzstück des Systems ist ein ASA T1-522 Radialkompressor, der so ähnlich auch im Alpina B6 GT3 Rennwagen zum Einsatz kommt. Ein Dual-Flow Carbon Air Intake, ein voluminöser Ladeluftkühler und eine AlugussAirboxsind mitverantwortlich, dass bei einem Ladedruck von 0,5 bar am Ende stramme 600 PS und 580 Nm zu Buche stehen.

Mehr Leistung: Ja bitte! Mehr Gewicht: Bloß nicht! Um das Zusatzgewicht des Kompressors wieder wettzumachen, setzt G-Power die Auspuffanlage auf Diät. Der sportliche Ersatz ist aus Titan und reduziert mit seinen zwei Fächerkrümmern und den beiden 100-Zeller Metallkats nicht nur den Staudruck, sondern auch das Gewicht in aller Deutlichkeit. 26 Kilo Gewichtsvorteil nur beim Auspuff können sich wahrlich sehen lassen.Doch dabei bleibt es nicht. Das Vollcarbon-Bodykit in Breitbau-Optik ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack, extrem leicht ist es aber allemal. Front-, Heckschürze und alle vier Kotflügel kommen ultraleicht aus dem Carbon-Backofen direkt an den M3. Eine Carbon-Frontlippe und die für echte Racer unverzichtbare Carbon-Theke am Heck vollenden den extrovertierten Auftritt.

Weiteres Sparpotential sieht der bayrische Tuner in den neuen dreiteiligen Schmiederädern Silverstone RS. Trotz der gewaltigen Ausmaßen von 9x20 vorne und 11,5x20 hinten sollen sich die ungefederten Massen signifikant reduzieren. Für astreinen Grip zieht man Michelin Pilot Sport Cup in den Dimensionen 245/30 R20 vorne und 315/25 R20 hinten auf die schmucken Felgen.

Keine Verbesserung des Gewichts, aber deutlich mehr Fahrdynamik liefert das "Clubsport"-Fahrwerkspaket. Ein in Druck- und Zugstufe separat einstellbares Gewindefahrwerk, ein Stabi-Kit für die Vorder- und Hinterachse sowie Stützlager, die eine Korrektur des Sturzes und des Nachlaufes ermöglichen, versprechen ein Fahrverhalten auf Renn-Niveau.

Sein letztes Fett kriegt der GT2 S im Innenraum weg. Carbon-Rennschalen und die Verbannung der Rückbank bringen weitere 50 Kilo. Insgesamt addieren sich die G-Power Maßnahmen auf gute drei Zentner und drücken so das Gesamtgewicht auf unter 1.500 Kilo.

Beeindruckendes Gesamtpaket

Die Daten des GT2 S sind in jeder Hinsicht beeindruckend. Der Sprint von 0-100 ist nach 4,1 Sekunden Geschichte. 7,7 Sekunden später hat man auch die 200er Marke plattgemacht. Die Höchstgeschwindigkeit liegt mit der 6-Gang Schaltbox bei über 320 km/h. Mit dem 7-Gang DKG sind sogar mehr als 330 Sachen drin. Mit einer anderen Getriebeübersetzung ginge laut G-Power sogar noch mehr.

Wer jetzt in Versuchung gekommen istund in Zukunft nur noch in die heimische Garage schreiten will, um sich seine tägliche Dosis Rennsport abzuholen, der nenne besser ein prall gefülltes Bankkonto sein Eigen. 139.495 Euro zuzüglich Steuern kostet das Cockpit. Dann immerhin nicht nur für eine Saison, sondern solange man will.