Montag, 15.03.10 Schwarz, Robert, powered by Speed Heads

Ford Focus RS : Giftige Kampfansage: Ford Focus RS

Ford Focus RS Front

Der neue Ford Focus RS spuckt Gift und Galle - und das nicht nur wegen seiner Lackierung! Mit 300 PS hängt er Astra OPC, Golf R32 und Co. auf dem Papier jedenfalls schon mal deutlich ab.

Ford bringt Anfang 2009 den Focus RS als aggressives High-Performance-Modell auf den Markt. Jetzt gibt es die ersten Daten und Bilder eines wahrlich giftig anmutenden Straßensportlers. Der Bolide tritt damit in die Fußstapfen früherer legendärer RS-Modelle und die Nachfolge des letzten Focus RS an, der zwischen 2002 und 2004 gebaut worden ist.

Schon optisch besticht der neue Ford Focus RS durch Sportlichkeit und einen tiefergelegten, geradezu "bösen" Auftritt. Auf der London Motor Show (23.07.2008 - 03.08.2008) ist das auf den Bildern gezeigte Show Car zu sehen, welches das Design der Serienversion vorgibt. Da im Hintergrund die Entwicklungen und das Feintuning weiter laufen, können sich durchaus noch einzelne Details ändern. Die Produktion wird im deutschen Saarlouis erfolgen.

Reminiszenz an legendäre Vorgänger

Der Durchbruch der RS-Modelle gelang im Jahre 1970 mit dem Escort RS1600. Das große Erbe zahlreicher erfolgreicher RS-Fahrzeuge soll nun der Focus RS als alltagstauglicher Kompaktsportler weiterführen. Die hellgrüne Lackierung des Show Cars mit kleinen Metallic-Anteilen hat einen Grund: Sie stellt eine moderne Interpretation des typischen "Le Mans"-Grüns während der Ära des Escort 1600RS in den 1970er-Jahren dar.Der neue Ford Focus RS soll sein Leistungspotential nach außen zeigen. Dazu entwickelte das Team von Chefentwickler Jost Capito einen Kit, den die Macher vom erfolgreichen Rallye-Boliden ableiteten, und verpassten dem Sportler außerdem eine breitere Spur und große Radhäuser. Kennzeichen der Performance stellen ebenso die Entlüftungskiemen mit RS-Logos hinter den vorderen Kotflügeln sowie Lüftungsschlitzen auf der Motorhaube dar.

Die Optik: Rallye für die Straße

Die komplett neue, tief heruntergezogene Frontschürze besitzt einen großen Kühllufteinlass mit einem Wabengitter, das von zwei in mattschwarzen Gehäusen untergebrachten, verchromten Xenon-Scheinwerfern flankiert wird. Von der auffälligen Außenfarbe setzen sich ferner schwarze Styling-Details deutlich ab, wie zum Beispiel der Streifen an der Vorderkante der Motorhaube, die tiefen Gehäuse der Nebelscheinwerfer und die Seitenspiegel mit integrierten Blinkern.Das markante Heck besticht durch einen mächtigen Diffusor, in den die Macher zwei verchromte Endrohre der Auspuffanlage integrierten. An den Außenseiten der Heckschürze befinden sich darüber hinaus kleine Lüftungsöffnungen. Um bei hohen Geschwindigkeiten mehr Abtrieb zu generieren, brachte Ford einen zweiteiligen Dachkantenspoiler an, der auch bei der Rallye-Version wirksam seine Dienste verrichtet.

Das Herz mit der Kraft von 300 PS

Für den RS hat Ford eine spezielle Version des bekannten turbogeladenen 2,5 Liter-Fünfzylinders entwickelt, die 300 PS und 410 Nm Drehmoment mobilisiert. Die genauen Performance-Werte gibt Ford noch nicht bekannt - jedoch soll der neue Focus RS in unter sechs Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 spurten. Dazu hat man den Zylinderkopf überarbeitet, modifizierte Nockenwellen installiert und die Ansaug- sowie Abgaswege optimiert.Ein Sperrdifferential, das die Antriebskräfte variabel verteilt, stellt sicher, dass die Power auch auf die Straße gebracht werden kann. Das System sorgt auch in scharf durchfahrenen Kurven für passenden Grip an der richtigen Stelle. Ford hat anfangs eine Allradaversion in Erwägung gezogen, die jedoch deutlich schwerer gewesen wäre. Nach zahlreichen Test gab man doch dem "RevoKnuckle" genannten System den Vorrang, das sich ebenfalls durch ein scharfes Handling auszeichnen soll.

Update für Fahrwerk und Bremsen

Die Dynamik profitiert auch von der 40 Millimeter breiteren Spur, einer verstärkten Antriebswelle, einem überarbeiteten Fahrwerk und neue Aufhängungen. Insgesamt soll der Focus RS ein präzises Feedback geben und die Lenkbefehle direkt umsetzen. Um die für den Kompaktwagen gewaltige Kraft zu zügeln, gab es ein Update der Bremsen, die nun vorne 336 Millimeter messen und hinten 300 Millimeter. Den Kontakt zum Asphalt stellen 19 Zöller mit Reifen im Format 235/35 her.Das ESP richtete Ford so ein, dass das System einen sportlichen Fahrstil unterstützt und daher erst spät eingreift. Optional hat der enthusiastische Fahrer die Möglichkeit, das ESP auch komplett abzuschalten. Die Kraftübertragung an die Vorderräder erfolgt über eine manuelle Sechsgang-Schaltung.

Auf High-Performance ausgerichtetes Interieur

Im Innenraum setzt sich die sportliche Linie fort. Beim ersten Blick fallen die für den Focus RS maßgeschneiderten, farblich auf die Lackierung abgestimmten Recaro-Leder-Sportsitze mit gestickten RS-Logos auf. Die Mittelkonsole hat Ford mit gebürstetem Aluminium und Applikationen im Carbon-Look vollendet. Metall dominiert derweil die Einfassungen der Lüftungsdüsen, die Türgriffe, die Griffe von Handschaltung und Handbremse. Die Pedalerie besteht aus Aluminium. Als Kontrast dazu erscheint der schwarze Dachhimmel. Der Fahrer selbst greift über ein Sportlenkrad in das Geschehen ein und blickt auf drei zusätzliche Anzeigen - eine davon informiert über den Turbodruck.

  • Robert Schwarz

    Robert ist seit 2009 bei Motorvision, er ist einer unserer Online-Redakteure. Seine Vorlieben liegen bei schnellen Sportwägen mit viel Leistung. Wenn Robert nicht gerade mit einem schnellen Wagen unterwegs ist, schraubt er auch gerne mal selbst an seinem BMW M3 E30.

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Inhaltsverzeichnis
  1. Reminiszenz an legendäre Vorgänger
  2. Die Optik: Rallye für die Straße
  3. Das Herz mit der Kraft von 300 PS
  4. Update für Fahrwerk und Bremsen
  5. Auf High-Performance ausgerichtetes Interieur
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