Montag, 15.02.10 Schwarz, Robert, D. Maier

Audi Audi Auto Union To The Roots Back : Back to the Roots

Audi Union

Zum 75-jährigen Jubiläum der Auto Union kehrt Audi zu seinen Ursprüngen zurück: Bei der „Sachsen Classic“ sind die Ingolstädter mit sechs wertvollen Oldtimern am Start.

Es ist eine Hochzeit mit vier Ringen: Als sich am 29. Juni 1932 die vier sächsischen Hersteller DKW, Audi, Horch und Wanderer zur Auto Union AG zusammenschließen, beginnt für die deutsche Autoindustrie eine neue Zeitrechnung: Statt miteinander zu konkurrieren, bündelt man die Kräfte, um bessere Karten gegenüber den übermächtig scheinenden amerikanischen Konzernen zu haben. Um die Verbundenheit der ehemals unabhängigen Firmen zu symbolisieren, wählt man vier miteinander verschlungene Ringe als Markenzeichen für das fortan in Chemnitz ansässige Unternehmen.

Die Auto Union existiert längst nicht mehr, aber das inzwischen weltbekannte Logo gibt es weiterhin: Jeder Audi trägt stolz die vier Ringe auf Kühlergrill oder Motorhaube. Auch Chemnitz hat als Firmensitz seit Ende des Zweiten Weltkrieges ausgedient, Audi liefert die meisten seiner Modelle aus Ingolstadt und Neckarsulm in die große weite Autowelt. Doch zum 75-jährigen Jubiläum des Vorgänger-Konzerns kehren die Bayern zu ihren Ursprüngen zurück: Bei der „Sachsen Classic“, die in diesem Jahr vom 16. bis 19. August stattfindet, haben sie gleich sechs Schmuckstücke aus ihrer gut gefüllten historischen Sammlung im Gepäck. Dabei präsentiert Audi Modelle aller Hersteller, die einst zur Auto Union AG gehört haben.Das älteste und spektakulärste Auto, das Audi mit nach Sachsen bringt, ist ein Horch 670 V12 von 1932. Folgerichtig trägt das Auto die Startnummer 1 und wird das Feld bei der Tour durch seine Heimat anführen. Kaum weniger Aufsehen erregend: Die beiden Wanderer W 25 K aus den Jahren 1937/38, beides Stammgäste bei der Mille Miglia. Das Audi 920 Cabriolet von 1939 und das DKW 3=6 F 93 Cabriolet aus dem Jahre 1956 präsentieren sich - sofern es das Wetter zulässt - sogar „Oben ohne“. Zudem präsentiert Audi ein Exemplar des legendären Heckmotor-Flitzers NSU 1200 TT (Baujahr 1971) bei der Gleichmäßigkeits-Rallye durch den Freistaat. Zwar gehört NSU nicht zu den ursprünglichen Gründungsmitgliedern der Auto Union, fusioniert aber 1969 mit der inzwischen zu VW gehörenden Auto Union GmbH zur Audi NSU Auto Union AG mit Sitz in Neckarsulm.Oldtimer- und vor allem Audi-Fans dürfen sich bei der Sachsen Classic auf ein interessantes und mit zahlreichen Highlights gespicktes Teilnehmerfeld freuen.