1937 wurde mit der "Gesellschaft zur Vorbereitung des deutschen Volkswagens mbH" der heutige VW Konzern begründet. Bereits 1938 erfolg die Umbenennung zum Volkswagenwerk. Erst nach dem Krieg beginnt die erste Serienproduktion eines Volkswagens, des Käfers, der inzwischen Kultstatus erreicht hat. Das zweite Fahrzeug, das am 8.3.1950 erstmals im Werk produziert wird, ist "Typ 2", der VW Transporter, der durch seine multiplen Einsatzmöglichkeiten sehr gefragt ist. 1956 wird das Werk in Hannover gebaut, da die große Nachfrage ein eigenes Werk für den Transporter erforderlich macht.
In den 50er Jahren wurden in den VW-Werken intern Plattenwagen zum Transport verwendet, umgebaute VW-Käfer.Modelle, deren Fahrgestelle mit Ladeflächen aus Holzplatten versehen worden waren. Aus diesen Plattenwagen entwickelte ein VW-Mitarbeiter die Idee zu den Kleintransportern.
Der VW Transporter T5 ist unter vielen Namen bekannt. Bei Volkswagen als "VW Typ 2" bekannt, wird er im Volksmund als VW-Bus bezeichnet oder auch als Bulli, aufgrund des bulligen, runden Aussehends der Vorderfront des VW-Busses. Nach dem VW Käfer war er der zweite Volkswagen für den privaten Gebrauch. Bereits im Jahre 1948 entstand der Prototyp dieses Kleintransporters, ab 1950 ging er in die Serienfertigung im Werk ins Wolfsburg. So sind bis heute bereits 5 Generationen dieses Fahrzeugs vom Band gelaufen, vom T1 bis hin zum aktuellen T5.
Charakteristika des ersten Busses sind die geteilte Frontscheibe und die V-förmig aufeinander zu laufenden Sicken der Frontansicht. Fenster waren nur in den beiden Türen zu finden, in der Variante als Schiebefenster, das Knebelrasten besaß sowie jeweils ein kleines Ausstellfenster. Technisch war der erste VW-Bus dem Käfer nachempfunden und verfügte über einen luftgekühlten Boxermotor mit 4 Zylindern und Heckantrieb mit 25 PS. Die Nutzlast betrug 900 Kilo und wurde von der selbsttragenden Karosserie durch die Verstärkung der Längs- und Querprofile möglich. Gelenkt wurde der Bulli mittels eines flachen Vierspeichenlenkrads.
Nach dem Umzug der Produktion nach Hannover entstand dort ab 1967 diie zweite Generation des VW-Kleintransporters. Der Motor wurde bei diesem Modell bereits verstärkt und in Varianten bis zu 70 PS angeboten. Dieses Modell wurde bis zur Einführung des T3 im Jahre 1979 produziert, wobei von 2,5 Millionen verkauften Fahrzeugen nur ein Drittel in Deutschland blieb. Der T3 zeigte deutliche Weiterentwicklungen bei der Karosserie und dem Fahrwerk und bot durch die Vergrößerung des Radstandes um 6 cm und der damit verbundenen Längenvergrößerung deutlich mehr Platz. Hier war erstmals auch eine Dieselvariante im Verkauf.
1990 folgte der T4, der komplett neu konstruiert wurde. Ein neues Konzept für den Antrieb setzte dem Heckantrieb ein Ende, ein Reihenmotor, der quer eingebaut wurde, trieb die Vorderräder an und ermöglichte so eine durchlaufende Ladefläche für den Transporter. Erstmals war ein Modell vom VW-Transporter nun mit zwei unterschiedlich langen Karosserien und verschiedenen Radständen von 29,2 und 33,2 cm zu erwerben. Ab dem Jahr 1995 kam Servolenkung serienmäßig hinzu. Beliebtestes Modell des T4 war der Multivan als Reisevariante des Transporters mit ähnlichen Abmessungen wie ein PKW. Da der Nachfolger T5 nicht mehr in den USA verkauft wird, führte dies dort zu einem vergrößerten Absatz des T4.
Ab dem Jahr 2003 produziert VW den T5 in Hannover und im polnischen Posen als Weiterentwicklung des Vorgängermodells. Antrieb und Motor sind dabei nicht verändert worden, wie generell nur wenige technische Details im Vergleich zum T4 verändert wurden. Die mit Dieselmotor erhätlichen Fahrzeuge verfügen nun über einen Turbolade und eine Einspritzanlage mit Pumpe und Düse. Da sich die Zahnriemen als anfällig erwiesen hatten, entschied man sich, beim T5 einen Stirnradantrieb für die Nockenwellensteuerung bei den Fünfzylinder-Dieselmotoren zu verwenden. Die mit fünf oder sechs Zylindern ausgestatteten Motoren können wahlweise mit einem 4motion Allradantrieb und Automatikgetriebe erworben werden. Die Geräusche durch Rollen und Motor werden mittels Fahrschemel gedrosselt. Im Jahr 2010 wurde der T5 optisch an den Golf, Polo und den Touran angepasst. Zudem verfügt er nun über eine Common-Rail-Einspritzung. Bei den großen Vans unterscheidet sich der T5 von anderen Wagen dieses Segments durch die Tatsache, dass sowohl die Varianten mit Schalt- als auch die mit Automatikgetriebe über 6 Gänge verfügen, was bisher kein anderes Fahrzeug dieses Segments bietet. Zudem ist nun ein Doppelkupplungsgetriebe erhältlich. Im Jahr 2010 lässt sich der VW Transporter T5 auf den Betrieb mit Erdgas (CNG) umrüsten und erfüllt dabei die Vorgaben der EU für das Jahr 2010.
Die Motorisierung des T5 ist als VR6 Motor erhältlich und zudem als Vier- sowie Fünf-Zylinder-Motor. Angeboten wird der VW Transporter T5 in verschiedenen Varianten, als Kastenwagen, Kleinbus und Pritschenwagen. Die Van-Variante gibt es mit verschiedenen Ausstattungen namens BlueMotion, Comfortline, Highline, Startline, PanAmericana und Multivan Edition 25. Einzig die Comfortline Variante bietet einen langen Radstand mit 40 cm mehr Länge, alle anderen Ausstattungen werden mit kurzem Radstand geliefert. Der BlueMotion gilt mit seinem Dieselmotor als sparsamstes Fahrzeug in seiner Klasse durch Nutzung neuester Technologien. Daher kommt er bei kombiniertem Verbrauch auf 6,4 l bei 100 km, benötigt innerorts 7,6 l und außerorts 5,7 l Kraftstoff. Die Co2-Emission liegt bei 169 g/km2 im Vergleich zu vorher 193 g. Der Van gehört zum Transporter Kombi Segment, die es auch als Caravelle und als Shuttle gibt, je nach Art der Nutzung.
Der Doppelkabinen-Transporter T5 mit seinen 5 Sitzplätzen bietet eine Ladenfläche von 2,17 m x 1,94 m an und gilt als universell einsetzbares Fahrzeug. Das zulässige Gesamtgewicht beläuft sich auf bis zu 3 t. Es ist in 4 Diesel-Varianten von 63 bis 128 kw erhältlich, zudem mit 85 kW und 173 KW als Benziner.
Der Kastenwagen des T5 ist in zwei Varianten verfügbar, mit einem kurzen Radstand bei einer Gesamtlänge von 4,89 m und einem langen Radstand mit 5,26 m Fahrzeuglänge. Er ist in den gleichen Motorvarianten lieferbar, wie auch die Doppelkabine. Teilweise kommt er dabei auf 3,2 t zulässiges Gesantgewicht. Auch er kann mit kurzem und langem Radstand geliefert werden und dabei auf Wunsch in flacher, mittelhoher oder hoher Dachauslierung. Der TDI Motor verfügt über 63 kW. Der Kastenwagen bietet drei Personen inklusive des Fahrers Platz. Für die Ladung steht bei der größten Fahrzeugvariante mit hohem Dach aufgrund einer Höhe von 1,94 m und einer Länge von 2,94 m bei einer Breit von 1,69 m viel Platz zur Verfügung.