Der Honda Accord ist ein PKW der Mittelklasse des japanischen Autoherstellers Honda. Er wird seit 1976 produziert und hat damals den Konzern endgültig als Automobilhersteller auf dem Markt bekannt gemacht. Der Name ist englisch und bedeutet "Übereinstimmung", womit Honda seine Absicht deutlich machte, mit diesem Modell Auto, Gesellschaft und Mensch in Übereinstimmung bringen zu wollen. Den Honda Accord gibt es mittlerweile in der achten Generation, er wurde zeitweilig auch mit jeweils leichten Veränderungen unter den Namen Ascot, Vigor, Rafaga und Torneo verkauft.
Honda fährt mit dem Accord eine mehrgleisige Markenstrategie. In Japan etwa wird das Modell mit luxoriösen Sonderausstattungen auch zur Etablierung im Oberklassesegment genutzt, und seit der vierten Generation wurden nur die kleineren Varianten des Accords in Europa verkauft. Auch in Japan sind seit der siebten Generation nur noch diese kleineren Modelle verfügbar, während in Amerika die Langversionen verkauft werden. Das führt zu einer weltwelt unterschiedlichen Klassifizierung des Accords: Als Mittelklassewagen wird er in Europa und Japan angeboten, während er in Amerika als Full Size Car auf dem Markt ist, ein Fahrzeug in der Größe der Oberklasse, jedoch ohne deren luxoriöse Ausstattung.
Die erste Generation des Accord erschien 1976 mit coupéähnlichem Design, das an den VW Scirocco angelehnt war und dem Konzern großen Erfolg in Europa und Amerika sicherte. Erweitert wurde das Sortiment 1977 um eine klassische viertürige Stufenheck-Limousine, die 22 cm länger war als das Ursprungsmodell. Erhältlich waren diese Fahrzeuge zu Beginn nur als 1,6 l Varianten, später kam ein 1,8 l Motor hinzu. Der Accord lieferte zwischen 80 und 90 PS.
Bei der zweiten Generation, die von 1981 bis 1985 produziert wurde, blieb Honda seinem Konzept treu, vergrößerte das Auto und brachte beide Versionen, Fließheck und Limousine, zeitgleich auf den Markt. Das im Vergleich zum Vorgänger komfortablere Auto gab es wiederum in den 1,6 l und 1,8 l Motorisierungen und erstmals auch mit optionaler Automatikschaltung, Hondamatic genannt. Die zweite Generation lieferte zwischen 80 und 101 PS.
Die dritte Generation, von 1985 bis 1989 gebaut, kündigte einen Modellwechsel an, Honda konzentrierte sich nun vornehmlich auf die Limousine. Zudem wurde ein Sport-Kombi eingeführt, später ergänzte sich die Produktpalette um ein Coupé. Auch die Varianten unterschieden sich stärker voneinander: Die Limousine besaß von Beginn an feststehende Scheinwerfer, der Sport-Kombi wurde mit Klappscheinwerfern, sogenannten "Schlafaugen", ausgestattet. In Japan gab es eine weitere Variante, die als Limousine mit Schlafaugen unter dem Namen Vigor vertrieben wurde, während die Fließheckversion lediglich in Nordamerika erhältlich war. Die Motorisierung dieser Accord-Modelle reichte von 1,6 l bis 2,0 l, auch die jetzt vierstufige Automatikschaltung war wieder optional verfügbar. Der Trend zu mehr Leistung zeigte sich auch dadurch, dass der Accord ein Spektrum von 88 bis nunmehr 160 PS bot.
In der vierten Generation, die von 1989 bis 1993 vom Band lief, trieb Honda den Modellwechsel voran und baute die wohl eleganteste Limousine der kompletten Baureihe, die länger und breiter wurde und einen größeren Radstand erhielt. Auch bei diesem Modell gab es wiederum eine Sonderanfertigung für den japanischen Markt, den Ascot. Ein viertüriges Coupé wurde 1990 in den USA und 1992 leicht überarbeitet in Deutschland eingeführt. Ein Kombi vervollständigte die Produktpalette der vierten Accord-Generation, das in Euroap als Accord Aerodeck, im Rest der Welt unter dem Namen Accord Wagon verkauft wurde. Die Motoren waren bis 2,2 l verfügbar und lieferten zwischen 90 und 150 PS.
Die fünfte Generation, die von 1993 bis 1997 gebaut wurde, war in einer noch größeren Produktvielfalt erhältlich als alle Generationen zuvor. Dabei wurden die regionalen Unterschiede zwischen den Modellen sowohl als optisch auch technisch deutlich. Der sportlichere Nachfolger der Limousine erschien in Japan einige Monate später als in Europa, und auch im Rest der Welt war sie die erste Version des neuen Accords. Bis zur Einführung des V6-Motors in den USA 1994 waren die Modelle auch technisch identisch, dieser neue Motor machte jedoch eine Vergrößerung des Motorraums und damit eine Veränderung des Designs notwendig.
Die europäische Variante der Limousine sah von Beginn an anders aus und basierte auf dem Ascot Innova. Auch war sie mit 2,0 l bis 2,3 l stärker motorisiert, ein kleinerer Motor mit 1,8 l war erst ab 1995 verfügbar. Nach der Überarbeitung ab 1996 wurde der 2,3 l durch einen 2,2 l Motor ersetzt und die Frontpartie verändert, der Accord war außerdem erstmals auch als Dieselversion auf dem Markt.
Coupé und Aerodeck wurden von Honda auch in der fünften Generation wieder gebaut, die unterschiedlichen Namen des Aerodeck für Europa und den Rest der Welt blieben bestehen. Mit 115 bis 190 PS wurde auch diesmal wieder die Leistung des Accords gesteigert.
Die sechste Generation, die von 1997 bis 2002 in Produktion war, verfeinerte Hondas Markenstrategie der regionalen Unterschiede, indem aufbauend auf einer Grundplattform für die verschiedenen Märkte jeweils andere Modell entwickelt wurden. Unterscheidbar waren diese Versionen an der Gestaltung der hinteren Seitenfenster.
In Europa wurde anfangs nur die Limousine vertrieben, ein zweitüriges Coupé und eine Fließheck-Variante ergänzten das Angebot später. Der Kombi war ausschließlich in Japan verfügbar. Die Motorisierung reichte von 1,6 l bis 3,0 l, bei einem Leistungsspektrum zwischen 105 und 212 PS.
Die siebte Generation, 2002 bis 2008 gebaut, wurde wieder nach dem bewährten Konzept auf die jeweiligen Märkte zugeschnitten. Die Modelle von Japan und Europa glichen sich, nach der Limousine wurde 2003 wiederum ein Kombi eingeführt. Für bestimmte Märkte waren Allrad-Versionen und besonders sportliche Varianten verfügbar. Das Coupé wurde ausschließlich in Nordamerika und Kanada vertrieben, der neue Kombi mit dem Namen Tourer war in diesen Ländern nicht erhältlich. Die Motoren der Größen 2,0 l bis 2,4 l leisteten zwischen 140 und 240 PS.
Die achte und aktuelle Generation, die seit 2008 auf dem Markt ist, wird mit ähnlichem Design auf den gleichen Märkten angeboten: Limousine und Kombi in Europa und Japan, Coupé in Nordamerika. Wieder wurde der Accord deutlich vergrößert. Honda bietet die selben Motoren wie beim Vorgänger an, allerdings sind sie aufgrund von Optimierungen noch leistungsfähiger. In Deutschland sind zwei Ottomotoren und ein Dieselmotor erhältlich, die achte Generation kann zudem in drei Ausstattungslinien, Comfort, Elegance und Exekutive erworben werden, die mit allen angebenen Motoren kombinierbar sind.