Aston Martin ist eine edle Schmiede und diese geht neue Wege. Solvente Kunden mit Anhang sind das neue Ziel der Briten mit einem Viertürer. Auf perfekte Art und Weise vereint der Rapide Luxus und Kraft und wurde zu Papas Alibi für den Kauf von einem reinrassigen Sportwagen. Vielen gefällt der Maserati Quattroporte nicht so gut, der Mercedes CLS ist oft zu gewöhnlich und ein Porsche Panamera kommt zu pummelig daher, dann ist der Rapide die Alternative aus Großbritannien. Der Rapide geht mit einem Preis von 180.000 Euro an den Start und ist wohl der schönste Sportwagen mit vier Türen auf der ganzen Welt. Er möchte den Spagat zwischen Gleiter und Fighter stehen, hat die Eleganz von mehr als 50 Jahren Karosseriekunst, die Kraft von dem DBS und den Luxus einer feudalen Limousine. Der Firmenchef Namens Ulrich Bez teilte mit, dass sich vier Türen und Sportlichkeit nicht ausschließen. Viele Sportwagenfahrer wollen gerne mal die Kinder und die Frau mitnehmen, mehr Platz haben für Einkäufe oder Enkel und einfach den Aktenkoffer gemütlich auf die Rücksitzbank legen. Die Türen schwenken beim öffnen leicht nach oben, damit der Bordstein nicht getroffen wird und sie öffnen ungewöhnlich weit. Für normalgroße bis größere Personen ist das Ein-und Aussteigen in die hinteren Sitze nicht gerade einfach und dies sollte ohne Publikum erledigt werden. Ohne umklappen der Rücklehnen fasst der Kofferraum 300 Liter und nach dem umklappen sogar 750 Liter. Der Rapide sieht aus jeder Perspektive gut aus, ist auf 5,02 Meter gestreckt und unter 1,40 Meter hoch. Dadurch wirkt dieser Aston Martin breit und satt auf der Straße und sieht sehr durchtrainiert aus. Die Flanke bei dem Rapide ist lang gestreckt, die Front wirkt aggressiv und das Heck ist knackig. Eine Augenweide ist der Rapide auch von innen und deshalb bietet er sehr viel Liebe zum Detail. Beispielsweise ist die Soundanlage serienmäßig von Bang & Olufsen und der Zündschlüssel im Kristallglas-Design. Vorne tief unter der Haube liegt ein V12 von dem DBS und Vantage und auch das Getriebe sind identisch. Für die Insassen ist der Rapide sehr gut gedämmt, doch bei einem Tritt auf das Gaspedal schreit der Rapide auf und es geht sehr schnell nach vorne. Das Spitzentempo liegt bei circa 300 km/h, die Beschleunigung von 0-100 dauert nur 5,2 Sekunden und dies wird durch 477 PS und 600 Nm Drehmoment erreicht. Die Fahrwerksabstimmung ist überraschend komfortabel und die Lenkung ist messerscharf. Sein Revier ist vor allem auf einer kurvigen Landstraße und er wird als Sportwagen mit erweitertem Aktionsradius betrachtet. Wer lange in den Rennschalen im Fond sitzt, vergisst schnell die hinteren Türen und fühlt sich wie am Steuer von einem DBS. Erst bei sehr scharfen Stopps oder spitzen Kehren machen sich die zwei Tonnen Leergewicht und die Länge von fünf Metern bemerkbar. Mit einer etwas verkürzen Version möchte der Firmenchef eventuell auch an dem 24-Stunden-Rennen am Nürburgring teilnehmen. Vielleicht ist dies der neue James-Bond-Wagen, wo er dann mehr wie nur eine Freundin mitnehmen könnte.
Bei Aston Martin handelt es sich um einen britischen Hersteller von Sportwagen und das Unternehmen wurde im Jahr 1913 von Robert Bamford und Lionel Martin gegründet. Von dem Namen Bamford & Martin Ltd. wurde das Unternehmen ein Jahr später im Jahr 1914 in Aston Martin umbenannt. Der erste Aston Martin wurde dann im Jahr 1915 gebaut und es wurden dann Rennwagen für die Straße gebaut. Es entstanden nur wenige Hundert Aston Martin bis zum Zweiten Weltkrieg. David Brown war ein britischer Unternehmer und er übernahm das Unternehmen im Jahr 1947. Durch David Brown fanden sich die Initialen DB als Modellbezeichnungen auf einigen Fahrzeugen. Aus finanziellen Problemen musste er das Unternehmen Im Jahr 1972 verkaufen und Ford übernahm nach und nach bis 1994 das Unternehmen. Nachdem das Unternehmen dann 90 Jahre bestand, wurden circa 16.000 Autos verkauft und bis heute sind diese überwiegend in Handarbeit gefertigt. Im Allgemeinen wurde die Sportwagen-Marke durch die James-Bond-Filme berühmt und im Jahr 2007 verkaufte Ford eine Mehrheit der Anteile. Anfang des Jahres 2006 war der Rapide von Aston Martin auf der Detroit Motor Show als Konzeptauto vorgesellt worden. Seit Oktober 2009 wird die Serienversion in Graz bei Magna Steyr gefertigt und ist knapp über zwei Zentimeter höher als das Konzeptauto. Pro Jahr erwartet Aston Martin mit dem Rapide einen Verkauf von 2.000 Autos. Markentypische Designelemente von erfolgreichen Modellen wie dem Vanquish und dem DB9 wurden übernommen. Damit Platz für vollwertige Rücksitze und zwei weitere Türen entstand, wurde der Radstand im Vergleich zu dem DB9 um 30 Zentimeter gestreckt. Das Konzeptfahrzeug hatte ein Panoramadach, der normale Rapide hat jedoch nur ein normales Dach. Direkt vor dem Rapide gab es im Jahr 2006 den V8 Vantage, im Jahr 2005 den Vanquish S, 2004 den DB9, 2003 bis 2004 den DB7 Zagato, 2001 bis 2004 den V12 Vanquish und davor von 1994 bis 2003 den DB7 und DB7 Vantage.
ModellvariantenSeit dem Jahr 2009 wird der Aston Martin Rapid als Viertürer produziert. Es handelt sich um eine Sportlimousine mit Stufenheck und einem 6 Liter V12 Ottomotor. Das Leergewicht von dem Rapide beträgt 1950 Kilogramm, der Radstand beträgt 2989 Millimeter, die Höhe 1360 Millimeter, die Breite 1900 Millimeter und die Länge 5019 Millimeter. Der Rapide hat 48 Ventile und 4 Nockenwellen. Er benötigt Super Plus und hat einen EU-Normverbrauch von 18,7 Liter auf 100 Kilometer. Das Getriebe ist ein 6-Stufen-Automatik, die Bremsen sind innenbelüftet und die Reifengröße beträgt hinten 295/35 R30 und vorne 245/40 R20.