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Alfa Romeo Spider

Spider
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12 Bewertungen: 4.00 / 5 Punkte

GESCHICHTE

Die Geschichte

Der italienische Autohersteller Alfa Romeo brachte 1966 sein Cabriolet, den Alfa Romeo Spider, auf den Markt. Wann immer es darum ging, das süße Leben zu genießen, war der klassische Spider dafür über viele Jahre hinweg eine Art Symbol. Mit den Worten "Schönster unter der Sonne" bewarb zum Beispiel Deutschland den Spider.

BILDER

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VIDEOS

00:11:01 Report / Test
10.08.2010
00:03:01 Super Cars / Test
19.01.2010
00:06:03 Report / Super Cars
12.10.2010
00:04:32 Test
02.11.2009
00:11:59 Super Cars / Test
15.07.2010
00:03:34 Test / Tuning
28.06.2010
00:05:59 Test
28.06.2010
00:03:01
25.07.2011
00:06:32 Test / Tuning
05.07.2010
GESCHICHTE FORTSETZUNG

Unvergessen bleibt die Szene im Film "Die Reifeprüfung", in der Dustin Hoffman im offenen Duetto Spider nach der großen Liebe suchte. Das machte den Zweisitzer berühmt. Von 1966 bis 1993 wurde er in mehreren Serien hergestellt und gilt bis heute als Cabriolet, das am längsten ohne große bauliche Veränderungen auf den Markt gebracht wurde.

Die Modelle der Generationen fünf und sechs wurden hingegen den Neuerungen und Verbesserungen im Autobau angepasst und komplett neu entwickelt. Damit verprellte Alfa viele Traditionalisten, die sich mit den Änderungen nicht anfreunden konnten. Je mehr sich der Spider von den ursprünglichen Modellen der Serie entfernte, umso begehrter wurden diese. Ihre Besitzer hegen und pflegen sie bis heute.

Alfa Romeo brachte im Laufe der Jahre folgende Modelle auf den Markt:

Spider 105/115 (Produktionszeitraum: 1966-1969)

Die Öffentlichkeit reagierte sehr gespalten, als der Spider im Jahr 1966 vorgestellt wurde. Als Nachfolger für den Guilia Spider schienen sich viele ein anderes Modell gewünscht zu haben. Da der Spider bereits von den Arbeitern am Fließband den wenig schmeichelhaften Spitznamen 'Osso di Seppia' (Rückenschale des Tintenfischs) erhalten hatte, griff das Alfa-Management zu einer recht ungewöhnlichen Methode, um seinen neuen Sportwagen zu vermarkten.

Mit Hilfe eines Preisausschreibens sollte eine Bezeichnung für den Spider ermittelt werden. Es kamen über 120.000 Vorschläge zusammen und am Ende setzte sich 'Duetto' durch. Allerdings nicht für lange, denn als 1967 der 1750 Veloce erschien, verschwand der Name wieder. Noch im gleichen Jahr erschien als Abrundung der Modellreihe der Spider 1300 Junior.

Daher ist die heutige Verwendung des Begriffes Duetto für die Rundheck-Modelle zwar nicht korrekt, aber immer noch sehr populär.

Spider Coda Tronca (Produktionszeitraum: 1969-1983)

Unter der Bezeichnung Fastback wurde ab 1969 die zweite Serie Coda Tronca bekannt. Bei dieser Serie hatte man das Rundheck völlig neu gestaltet. Die Windschutzscheibe war flacher und die Stoßstangen um einiges robuster. Im Gegensatz zur ersten Serie hatte man ein Zweikreis-Bremssystem in den Wagen gebaut und das Brems- und Kupplungspedal hängend angeordnet.

Der Spider 2000 Veloce folgte 1971 und führte mit 132 PS und knappen 200km/h Spitzengeschwindigkeit die Hubraumklasse an.

Nach Produktionsende folgten bis 1977 die Modelle:
  • Spider 1300 Junior
  • Spider 1600 Junior
  • Spider 2000 Veloce

Alfa Romeo Spider (US-Ausführung, 1981)

Für den amerikanischen Markt wurde eine Version mit kleinen Extras gebaut. Unter anderem elektrisch verstellbare Kunststoffaußenspiegel, elektrische Fensterheber und ein Meilen-Tachometer. Er unterschied sich von den europäischen Modellen vor allem aufgrund der Seitenmarkierungsleuchten in den Kotflügeln und der federgelagerten Kunststoffstoßstangen.

Spider Aerodinamica (Produktionszeitraum: 1983-1989)

Der Spider Aerodinamica, der im Jahr 1983 vorgestellt wurde, bekam einen üppigen Front- und Heckspoiler. Die Öffentlichkeit nannte ihn liebevoll: Gummilippe. Diese Generation entwickelte sich zur erfolgreichsten der ganzen Spider-Geschichte, was allerdings weniger mit dem Auto selbst zu tun hatte, als mit der Zeit, in der es gebaut wurde. Viele andere Hersteller hatten offene Autos komplett aus ihrem Programm genommen und so blieb Cabriolet-Fans gar nichts anderes übrig, als zu kaufen, was der Markt noch hergab.

Umbau des Spider Aerodinamica - ATT Spider Classico

Da sich einige Fans mit dem Design nicht anfreunden konnten, existieren einige Umbauvarianten der sogenannten Gummilippe. Es gab schlichte Umbausätze von Zender, aber auch umfangreichere Umbauten mit Blechteilen vom Fastbackmodell.

Die Alfa Romeo Vertretung ATT in Nürnberg nahm die konsequentesten Umbaumaßnahmen vor. Sie ersetzten die Front- und Heckbleche durch Teile vom Modell Fastback und versiegelten und lackierten den Wagen danach komplett neu. Durch eine Anpassung der Sitzschienen im Innenraum, erreichte ATT zusätzlich eine tiefere Sitzposition. Ein solcher Umbau kostete damals ca. 10.000 DM Aufpreis.

Spider (Produktionszeitraum: 1989-1993)

Die letzte Inkarnation des klassischen Spider - die Serie 4 - bot Alfa Romeo von 1989 bis 1993 an. Der Spoiler verschwand, das Alfa-Schild wurde in Wagenfarbe zusammen mit den Stoßfängern lackiert und in die Front integriert. Ein durchgängiges Leuchtband am Heck sorgte für die Familienähnlichkeit zum 164. 1993 wurde das Modell nach 27 Produktionsjahren endgültig eingestellt.

Spider 916 (Produktionszeitraum: 1994-2005)

Die neue Modellreihe, der Spider 916 und das Coupé GTV, wurde im März 1994 vorgestellt. Kleine Frontleuchten, eine ausgeprägte Keilform und eine für die damalige Zeit recht ungewöhnliche Karosseriebreite, gaben dem Spider ein unverwechselbares Erscheinungsbild und zeigten zugleich deutlich einen Bruch zum Vorgängermodell.

Der Wagen bekam einen vorne quer liegenden Motor mit Frontantrieb, wie es seit Beginn der 1990er Jahre bei den Alfa-Modellen üblich war. Pininfarina lieferte dafür das Design. Ein Leuchtenband, welches über das gesamte Fahrzeugheck reichte, zeigte die Ähnlichkeit zu den anderen Modellen an. Die notwendige Sportlichkeit lieferte ein aufwendiges Fahrwerk, gemeinsam mit leistungsstarken Motoren. Zusätzlich kam weitere Ausstattung hinzu, wie zu Beispiel ABS und eine Klimaanlage. Ein elektrohydraulisches Verdeck und ASR folgten später ebenfalls.

Als Maßnahme zur Modellpflege erhielt das Armaturenbrett 1998 einen Alu-Look und das Scudetto eine Chromumrahmung. Im Frühjahr 2003 erhielten beide Modelle ein Facelift. Sie bekamen einen größeren Chromgrill, um sie an das damalige Erscheinungsbild des Alfa Romeo anzupassen. Durch die Anpassung der Sitzschienen wurde eine tiefere Sitzposition ermöglicht.

Spider 939 (Produktionszeitraum: 2006-2010)

Der neue Alfa Romeo Spider wurde im Frühjahr 2006 auf dem Genfer Auto-Salon vorgestellt und dort zum Cabrio of the Year 2006 gewählt. Formal ist dieser Spider die offene Version des Alfa Romeo Brera. Ihm wurde die markentypische Front mit 2x3-Scheinwerfern und dem aggressiven Blick mit auf den Weg gegeben. Kritiker bemängelten, dass dadurch die Unverwechselbarkeit eines echten Spider leide.

Modellvarianten

Alfa Romeo bot den Spider anfangs mit zwei Ausstattungsvarianten und verschiedenen Benzinmotoren an. Jede Variante besaß ein Sechs-Gang-Getriebe, außerdem konnte optional zwischen einer Sechs-Stufen-Automatik und einer automatisierten Selespeed-Sechsgang-Schaltung gewählt werden.

Später wurde der Spider mit einem Vierradantrieb gebaut, der eine Beschleunigung von 0 auf 100 in 7 Sekunden ermöglichte und eine Höchstgeschwindigkeit von 240km/h erreichte.

Produktionsende

Die Produktion des Spider sowie des Coupé-Derivats Brera wurde im Juli 2010 eingestellt. Ein neu entwickelter Nachfolger mit Heckantrieb soll im Jahr 2013 auf den Markt kommen.

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