Die Geschichte der Marke Rover ist von zahlreichen Problemen, Wendepunkten und sich ändernden Besitzverhältnissen geprägt. Der Markenname hat seinen Ursprung in einem ab 1884 produzierten Dreirad, das vom Fahrradhersteller J.K. Starley & Sutton Co. mit Sitz in Coventry auf den Markt gebracht wird. 1896 nennt sich diese Firma in Rover Cycle Company um, 1902 kommt deren erstes Motorrad auf den Markt. Zwei Jahre später entsteht das erste Rover-Automobil, und nach und nach verlagert sich das Hauptgeschäft auf die vierrädrigen Fahrzeuge. Demzufolge stellt die Firma 1923 die Produktion von Fahr- und Motorrädern ein und benennt sich in Rover um. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird der 1947 vorgestellte Land Rover, ein robuster und genügsamer Geländewagen, ein Riesenerfolg in aller Welt. 20 Jahre später fusioniert Rover gemeinsam mit einigen anderen britischen Automarken wie Austin, Jaguar, Morris, MG oder Triumph zur British Leyland Motor Corporation. In dessen Folge erlebt die britische Autoindustrie einen Niedergang, die in einer Insolvenz und folgenden Verstaatlichung des Konzerns gipfelt. In den 80er Jahren geht es mit der nun wieder unabhängigen Firma Rover wieder aufwärts, der Neuanfang gelingt mit einigen Modellen auf Honda-Basis sowie der kompletten Eigenentwicklung Rover 200. 1994 übernimmt der BMW-Konzern die Marke Rover, allerdings ist das Joint Venture von vornherein zum Scheitern verurteilt und endet 2000 wieder. Nach einigem Hin und Her hält inzwischen die indische Tata-Gruppe die Namens-, die Shanghai Automotive Industrial Corporation SAIC die Designrechte. Diese will neue Modelle unter dem Markennamen Roewe auch in Europa auf den Markt bringen.