Suche

Alfa Romeo

Alfa Romeo
Wie findest Du Alfa Romeo ?
rating_image rating_1 rating_2 rating_3 rating_4 rating_5
24 Bewertungen: 4.46 / 5 Punkte

GESCHICHTE

Die Anfänge von Alfa Romeo

Die Geschichte der am 24.Juni 1910 gegründeten Sociéta Anonima Lombarda Fabbrica Automobili (A.L.F.A.) beginnt eigentlich schon 1906, als das Stammwerk von Alfa Romeo im Mailändischen Bezirk Portello als ein weiteres Automobilwerk des französischen Unternehmers Alexandre Darracq entsteht. Weil Darracq die besten Teile aber seiner Produktion in Frankreich vorbehält, kommt es rasch zu großen Problemen und bereits 1909 übernehmen die an der Niederlassung beteiligten lombardischen Geschäftsleute die Aktienmehrheit und veranlassen die Produktion eigener Automobile unter dem neuen Konstrukteur Giuseppe Merosi, der von Bianchi abgeworben wird. Im Gründungsjahr 1910 bringt das Unternehmen mit dem 24 HP die erste Konstruktion von Merosi auf den Markt. Gleich bei der nächsten Targa Florio im Mai 1911 begegnet man der Konkurrenz mit zwei Alfa Romeo 24 HP und stellt so schon frühzeitig die Weichen für zahlreiche Erfolge im Rennsport, die den Mythos der Marke bis heute befeuern.

BILDER

Concorso d´Eleganza Villa d´Este 2010

Alfa Romeo räumt im Jubiläumsjahr ab

Alfa Romeo fasziniert beim Concorso d´Eleganza Villa d´Este am Comer See mit einzigartigen Coupés und einer Sonderausstellung zum 100-jährigen Firmenjubiläum.

Alfa Romeo auf der IAA 2011

Alfa Romeo 4C-Update auf der IAA

Alfa macht tatsächlich ernst und zeigt in Frankfurt eine verbesserte Version seines Sport-Krachers 4C. Daneben gibt es sanfte Upgrades für Mito und Giulietta.

Alfa Romeo 4C Concept

Zurück zu den Wurzeln – endlich! Genf-Premiere Alfa Romeo 4C Concept

Alfa Romeo hat ein Einsehen mit seinen Fans und bringt endlich den heißersehnten Kompaktsportler mit Heckantrieb. Der auf dem Genfer Autosalon gezeigte 4C ist zwar noch eine Konzeptstudie, aber die Serienversion lässt nicht mehr lange auf sich warten.

Spezial: 100 Jahre Alfa Romeo

Teil2: Alfa 1900 C52 Disco Volante

Die Disco Volante (Fliegende Untertasse)ist vielleicht der schönste Spider, den Alfa je gebaut hat. Die aerodynamische Flunder verlangt ihren Insassen allerdings einiges ab.

Alfa Romeo 4C GTA

Alfa 4C GTA: Mittelmotor-Sportler in Genf?

Traut man diversen Online-Berichten der letzten Tage, dann wird Alfa den Genfer Autosalon 2011 mit einem hinterradgetriebenen Mittelmotor-Sportler gehörig aufmischen.

VIDEOS

00:06:03 Report / Super Cars
12.10.2010
00:11:01 Report / Test
10.08.2010
00:03:01 Super Cars / Test
19.01.2010
00:04:32 Test
02.11.2009
00:11:59 Super Cars / Test
15.07.2010
00:03:34 Test / Tuning
28.06.2010
00:05:59 Test
28.06.2010
00:03:01
25.07.2011
00:06:32 Test / Tuning
05.07.2010
GESCHICHTE FORTSETZUNG

Alfa Romeo im und nach dem ersten Weltkrieg

Mit dem Beginn des ersten Weltkriegs 1914 weicht die Auto- der Rüstungsproduktion. Am 28.September 1915 geht das Unternehmen in die Liquidation, nachdem die Banca Italiana di Sconto, nun Halterin der Aktienmehrheit, einen Kapitalschnitt um 95 Prozent beschließt. Am 2. Dezember desselben Jahres übernimmt die Rüstungsgesellschaft Accomandita Ing. Nicola Romeo &Co unter der Leitung des neapolitanischen Ingenieurs Nicola Romeo die Führung des Betriebs und sorgt durch die Produktion von Flugzeugmotoren, Munition etc. für ein kräftiges Wachstum während der Kriegsjahre. Aus 200 werden über 4.000 Mitarbeiter. Nach Kriegsende werden ab 1919 im Werk Portello auch wieder zivile Fahrzeuge produziert. Im Jahr 1920 erhält der Markenname den Zusatz des neuen Eigentümers ? Alfa wird zu Alfa Romeo. Mit einem Doppelsieg bei der 1923er Targa Florio gelingt dem Unternehmen mit seinem Modell RL der erste große Erfolg im Rennsport, der mit dem Gewinn der ersten jemals ausgetragenen Weltmeisterschaft des Automobilrennsports im Jahr 1925 noch getoppt wird. Leider sind die sportlichen Meriten für Alfa Romeo nicht auf die wirtschaftliche Lage übertragbar, so dass 1926 die Zahlungsunfähigkeit und damit die Abhängigkeit von den Bürgschaften der Banca d?Italia (über die Diktator Benito Mussolini verfügt) ins Haus steht. Der bisherige Eigentümer Nicola Romeo wird immer mehr in den Hintergrund gedrängt und scheidet 1928 aus dem Unternehmen aus. 1933 kommt es unter dem Namen S.A. Alfa Romeo zur Eingliederung in die staatliche IRI-Gruppe. Alfas Vorreiterrolle in der technischen Entwicklung bleibt unterdessen auch in diesen wechselhaften Zeiten unangetastet und so baut man in den 1930er Jahren mit dem 205 km/h erreichenden 8C 2900 das schnellste Serienauto der Welt.

Alfa Romeo - Zwischen zweitem Weltkrieg und Fiat

Während des zweiten Weltkriegs nimmt Alfas Stammwerk in Portello erheblichen Schaden. Mit Hilfe der aus dem Krieg heimkehrenden Mitarbeiter beginnt der Wiederaufbau und schon 1946 werden unter dem Namen Alfa Romeo S.p.A. wieder Autos gebaut. Der Markt für die teuren, großvolumigen Vorkriegskonstruktionen ist allerdings sehr überschaubar und so kümmert sich Alfa Romeo ab den 1950er Jahren vornehmlich um kleinere Modelle für Jedermann. Erfolgreich ist man vor allem mit der Giulietta (ab 1954) und der Giulia (ab 1962). In den 60er und 70er Jahren festigt Alfa mit fahraktiven Autos und zahlreichen Rennerfolgen seiner überlegenen GTA-Modelle seinen Ruf als Hersteller von erschwinglichen, aber performanten Sportwagen. Die Serienausstattung mit Scheibenbremsen rundum, Fünfgang-Getriebe und Motoren mit zwei obenliegenden Nockenwellen und Mehrfach-Vergaseranlage setzt zur damaligen Zeit Maßstäbe. Mit dem Image bergab geht es ab den 1970ern vor allem aufgrund des Kompaktwagens Alfasud. Der Alfasud ? der erste Alfa Romeo mit Vorderradantrieb - wird auf Weisung der italienischen Regierung nicht wie die anderen Modelle in Nord-, sondern im stark von Arbeitslosigkeit geplagten Süditalien gefertigt und unterliegt aufgrund der unerfahrenen und streiklustigen Belegschaft extremen Qualitätsschwankungen und starkem Rostbefall. Ein Jahr nach dem Produktionsstart des Alfasud gerät Alfa Romeo in die Verlustzone. Ebenfalls ab 1972 führt Alfa, beginnend mit der Alfetta, die Transaxle-Bauweise in seiner Mittelklasse ein. Der große Erfolg des Antriebskonzepts bleibt allerdings trotz der fahrdynamischen Überlegenheit aus. Einen Tiefpunkt in der Entwicklung von Alfa Romeo markiert 1983 das Modell Arna, ein umgelabelter Nissan Cherry mit der Antriebseinheit des Alfasud. Eine Werksauslastung von weniger als 50 Prozent lässt 1986 die Alarmglocken läuten. Alfa wird in diesem Jahr vom Staatsunternehmen an Fiat veräußert.

Alfa Romeo unter Fiat

Die Überwindung der Qualitätsprobleme ist Fiats Hauptanliegen, was zu vielen Fiat-Teilen in den nächsten Alfa-Modellen führt. Alfisti sprechen vom Alfa 75, der 1985 zum 75-jährigen Firmenjubiläum erscheint, als letztem echten Alfa. Der Alfa Romeo 164 ist zwar auch noch in der Vor-Fiat-Ära fertig geplant, fällt aber als erster großer Alfa mit Vorderradantrieb und aufgrund der gemeinsamen Plattform mit Fiat Croma, Lancia Thema und Saab 9000 in dieser Hinsicht durch. Die enge Verwandschaft zu Fiat zeigt sich bestens am Alfa Romeo155, der nahezu bauglich mit dem Fiat Tempra ist. Seinen Erfolgen im Rennsport tut dies allerdings keinen Abbruch, was 1993 im Gewinn der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft zum Ausdruck kommt. 1997 verschwinden die seit 1972 im Alfasud eingesetzten Boxer-Motoren und werden in den Kompaktmodellen 145/146 durch Reihen-Vierzylinder ersetzt. 1998 holt der Alfa 156 die leicht darbende Marke mit unverwechselbarem Design und dem ersten Common-Rail-Diesel aus der Versenkung und läutet zusammen mit dem kompakten 147 eine erfolgreiche Ära ein. Seit 2007 ist Alfa Romeo wieder eine Aktiengesellschaft, gehört aber weiterhin Fiat. Die aktuelle Modellpallete besteht aus dem Kleinwagen MiTo, dem Golf-Konkurrenten Alfa Romeo Giulietta und der Mittelklasse 159. Die Marke mit dem Scudetto will sich künftig stärker auf den amerikanischen Markt konzentrieren und plant unter anderem mit zwei SUVs und einer neuen Limousine den Relaunch in den USA.

Von

MOTORVISION MAGAZIN
MOTORVISION AUF FACEBOOK
AKTUELLES VIDEO
Dirt Showdown Launch Trailer