Jüngster Weltmeister aller Zeiten, jüngster GP-Sieger aller Zeiten, jüngster Fahrer mit einer Pole Position, der je ein Rennen angeführt hat und einen WM-Punkt errungen hat: Sebastian Vettel ist spätestens seit der Saison 2010 ein Mann der Superlative. Die Frage ist: Kann er eine Weltmeister-Serie starten?
2010 hätte das Jahr des Mark Webber werden können. Bis zum letzten Saisonrennen hatte der australische Routinier intakte Titelchancen. Nachdem Webber die Krönung zum Champion versagt blieb, ist weiterhin eine Frage offen: Gelingt dem Oldie noch einmal der große Wurf?
Lewis Hamilton ist der Mark van Bommel der Formel 1 - der Aggressive Leader in der Königsklasse des Motorsports. Seine manchmal zu furchtlose Herangehensweise hat ihn 2010 den Titel gekostet. Jetzt greift der Brite wieder an - seinen Stil wird er dabei ganz sicher nicht ändern.
Eine weltmeisterliche Eintagsfliege oder ständiger Titelkandidat: Genau die Frage muss Jenson Button im Jahr 2011 beantworten. Denn die vergangene Saison war durchaus ein Rückschlag für den Weltmeister 2009.
Das Jahr 2010 hätte für Fernando Alonso ein goldenes werden können - und endete im Desaster. 2011 treten der Spanier und sein Ferrari-Team an, die Schmach von Abu Dhabi vergessen zu machen.
Wird Felipe Massa der nächste Rubens Barrichello, Gerhard Berger oder Riccardo Patrese? Die ewige Nummer 2 bei einem Weltmeister-Team? Will er nicht ewig den wenig schmeichelhaften Stempel auf der Stirn heften haben, muss Massa 2011 die Kurve kriegen.
Michael Schumachers Comeback-Saison verlief enttäuschend. Das ist für den Rekord-Weltmeister aber noch lange kein Grund, sich selbst in Frage zu stellen. Im Gegenteil: Auch 2011 ist wieder der Titel das Ziel.
Viele Piloten sind in der Vergangenheit an Michael Schumacher zerbrochen. Nicht so Nico Rosberg: Der junge Deutsche hat nach seinem Wechsel ins Mercedes-Team den erhofften nächsten Schritt gemacht. Nun scheint gar der WM-Titel möglich.
Als seine Formel 1-Karriere schon beendet scheint, ergibt sich für Nick Heidfeld eine Riesenchance: Er ersetzt 2011 den verletzten Robert Kubica beim Lotus-Renault-Rennstall. Damit rückt das große Ziel wieder näher: Heidfeld will endlich einen Grand Prix-Sieg holen.
Vitaly Petrov hatte ein Jahr Zeit, sich in der Formel 1 zu beweisen. Man kann nicht sagen, dass er überzeugt hätte, aber zumindest kann der erste russische Pilot in der Formel 1 von sich behaupten, die WM entschieden zu haben. 2011 soll bei Lotus-Renault der nächste Schritt folgen.
Rubens Barrichello startet in seine 19. Formel 1-Saison. Der dienstälteste Formel 1-Fahrer gilt als idealer Wasserträger und ewiger Zweiter, soll in seiner zweiten Saison beim Williams-Team aber wieder als Lehrmeister und Entwicklungspilot fungieren.
Endlich hat es für Pastor Maldonado mit dem Formel 1-Engagement geklappt. Nun muss der Venezolaner beweisen, dass er nicht nur wegen seiner Sponsoren-Mitgift, sondern auch wegen seines Talents in der Königsklasse angekommen ist.
Abseits der großen Schlagzeilen entwickelt sich Adrian Sutil immer mehr zum Topfahrer in der Formel 1. 2011 gilt es, in die Top Ten der Fahrerwertung zu kommen und sich für das Cockpit eines WM-Favoriten zu empfehlen.
Jean Alesi, Mika Häkkinen oder Ralf Schumacher haben sich nach der Formel 1-Karriere noch als DTM-Piloten versucht. Paul di Resta macht es genau andersherum. Nach vier erfolgreichen DTM-Jahren darf er sich nun in der Königsklasse des Motorsports beweisen.
Kamui Kobayashi kommt zum Ende des Formel 1-Jahres 2009 aus dem Nichts. Doch schon in seiner ersten kompletten Saison hat sich der Japaner in der Formel 1 etabliert. Sein Teamchef Peter Sauber glaubt an den ebenso schnellen wie kampfstarken Newcomer.
Sergio Perez löst auf einen Schlag die gröbsten Finanzprobleme seines Teamchefs Peter Sauber. Wer den Mexikaner jedoch zum reinen Pay Driver abstempelt, dürfte einen Fehler machen.
Nach einer guten Debütsaison als Nachfolger von Sebastian Vettel stagnierten Sébastien Buemis Leistungen im vergangenen Jahr. Es geht mindestens um seinen Nummer 1-Status im Toro Rosso-Team, eventuell sogar um seine Formel 1-Karriere.
Er ist noch immer der Rekordmann, den keiner kennt: Jaime Alguersuari, der jüngste Pilot der Formel 1-Geschichte. In seiner ersten vollen Saison hat sich der Spanier bereits im Fahrerfeld etabliert.
In den ersten Jahren seiner Formel 1-Karriere konnte Heikki Kovalainen den hohen Erwartungen selten gerecht werden. Nun versucht der Finne, mit Team Lotus-Renault den Anschluss ans Mittelfeld herzustellen.
Formel 1-Dauerbrenner Jarno Trulli hat seinen Platz im Team Lotus-Renault gefunden und fährt auch 2011 für den letztjährigen Neueinsteiger. Im Laufe seiner langen F1-Karriere hat sich Trulli einen Ruf als starker Quali-Fahrer und rollende Straßensperre erworben.
Das Comeback des Inders Narain Karthikeyan ist eine der größten Überraschungen bei den Cockpit-Neubesetzungen in dieser Saison. Dabei ist es offensichtlich, welchem Umstand er sein Engagement zu verdanken hat. Am Talent liegt es jedenfalls nicht.
Als Vitantonio Liuzzi sang- und klanglos aus der Formel 1 zu verschwinden drohte, hat er doch noch ein Cockpit bei Hispania Racing ergattern können. Dort kann es für den Italiener nur ein Ziel geben: Kämpfen wie ein Löwe, um sich bei anderen Teams im Gespräch zu halten.
Timo Glock legt eine unkonventionelle Motorsportkarriere hin, die ihn sogar nach Amerika gebracht hat. Nach zwei Jahren beim Toyota-Werksteam setzt Glock nun seine Aufbauarbeit bei Marussia-Virgin fort.
Nach Jacky Ickx und Thierry Boutsen gibt es wieder einen belgischen Piloten in der Formel 1: Jerome D´Ambrosio debütiert 2011 für den Marussia-Virgin-Rennstall.