Emotion muss sein
Öko- und Hybrid-Hype hin oder her, wer einen Blick aufs derzeitige Toyota-Modellprogramm wirft, wird seinen Endorphinausstoß sicher ohne große Mühe in Zaum halten können. Dieser Umstand soll sich laut Firmenchef Akio Toyoda aber in naher Zukunft grundlegend ändern. „Ich werde Toyota den Spaß am Fahren zurückbringen“, blies er zum Emotionsangriff und ließ spätestens auf dem Genfer Salon 2011 mit dem Rassesportler FT-86 II Concept seinen Worten erste Taten folgen. Nun legt auch Toyotas coole US-Tochter Scion nach und zeigt auf der New York Auto Show ihre Variante des knackigen Sportcoupés – den Scion FR-S Concept.
Gute Sportler-Gene
FR-S steht dabei für „Front engine, Rear Wheel Drive – Sport“. So verspricht die Studie, die als Inspiration für ein 2012 erscheinendes Scion-Coupé dient, nicht nur messerscharfe, angeblich vom Toyota 2000GT entlehnte Formen, sondern – dank Heckantrieb, Leichtbau und perfekter Gewichtsverteilung - auch brauchbare Sportler-Gene. Angetrieben wird das 4,27 Meter lange Konzept vom gleichen Zwei-Liter-Boxer, der auch im FT-86 II seinen Dienst verrichtet. Allerdings kommt hier erstmals Toyotas D4-S-Einspritzung zum Zuge, was die Ursprungsleistung von 200 PS etwas nach oben schrauben dürfte. Das flach bauende Aggregat sitzt sehr tief, weit hinten und sorgt dadurch für einen optimalen Schwerpunkt. Für schnelle Gangwechsel ist eine Sechsgang-Handschaltung da, optional könnte auch eine Sechsgang-Automatik mit Schaltpaddeln am Lenkrad zum Einsatz kommen. Ein Sperrdifferenzial soll darüber hinaus helfen, die Kraft optimal zu verteilen. Neben einem Monster-Heckdiffusor machen beim FR-S auch Five-Axxis-20-Zöller und 18 Zoll-Karbon-Keramik-Bremsen ordentlich auf dicke Hose. Aus Enthusiasten-Sicht kann man nur hoffen, dass möglichst viel vom New Yorker Concept Car auch in die 2012er Serienversion hinübergerettet wird. Aus europäischer Sicht kann einem das hingegen herzlich egal sein: Die Wahrscheinlichkeit, dass es der Scion hierher schafft, tendiert gegen Null.

